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  • Review: Murcof – La Sangre Iluminada (von out-of-space.ch)

    23. Mai. 2011, 11:09

    MurcofLa Sangre Iluminada

    Während das eigentlich für 2009 angekündigte reguläre Murcof-Album „Océano“ weiter auf sich warten lässt, veröffentlicht der Mexikaner fleissig Musik für Nebenprojekte. Neben den „Versailles Sessions“, die Ende 2008 den Weg ins Netz und die wenigen noch existierenden Plattenläden fanden, steuerte Fernando Corona – so der bürgerliche Name von Murcof – je eine Schubert- und eine Monteverdi-Interpretation für das Album „Iko Invites“ bei und beteiligte sich an einer gemeinsamen EP mit Erik Truffaz.

    Zudem zeichnete er sich 2009 für den Soundtrack des mexikanischen Films „La Sangre Iluminada“ verantwortlich, welcher in der Schweiz zumindest auf DVD erhältlich ist. Da Murcof wie kaum ein anderer für atmosphärische Musik mit Kinoqualitäten steht, war dieser Schritt nur logisch. Zudem scheint es sich für elektronische Künstler zum guten Ton zu gehören, mindestens einen Soundtrack zu schreiben, wie unter anderem Massive Attack, Archive, The Knife und Daft Punk bewiesen...

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  • Review: Prefuse 73 – The Only She Chapters (von out-of-space.ch)

    23. Mai. 2011, 10:59

    Prefuse 73The Only She Chapters

    Es ist bereits das siebte Werk, welches der Remix-Spezialist und Sample-Jongleur Guillermo Scott Herren unter seinem bekanntesten Künstlernamen, Prefuse 73, veröffentlicht.

    Er selbst bezeichnet das Album als „Aufbruch“. Und so hört es sich auch an. Es unterscheidet sich massgeblich von seinen Vorgängern. Die geheimnisvollen Tracks sind gespickt mit Geräusch-Samples und Schnipseln von akustischen Instrumenten. Sie erinnern an Ambient.
    Und wie der Name des Albums vermuten lässt, gibt es auch weibliche Gastauftritte. Insgesamt sind 7 von 18 Songs mit Gesangsteppichen von Sängerinnen wie Zola Jesus, Niki Randa (School of Seven Bells) oder Shara Worden (My Brightest Diamond) versehen. Auch die kürzlich verstorbene Trish Keenan (Broadcast) ist auf einem Song zu hören.

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  • Review: Goldfrapp - Head First (von out-of-space.ch)

    12. Mär. 2010, 14:46

    Review: Goldfrapp - Head First

    In der Presseankündigung wurde das neueste Werk von Alison Goldfrapp und Will Gregory beschrieben als "most powerful trip to date, a speedy rush of synth optimism, euphoria, fantasy and romance. With life affirming lyrics and stellar production it lifts off at full tilt and takes us on a journey to the heart of 2010."

    Als erstes findet man sich beim Hören des Albums jedoch nicht im neuesten Jahrzehnt, sondern ca. 25 Jahre früher wieder - ganz tief in den achziger Jahren. Beschworen die beiden Briten mit ihrem letzten Album "Seventh Tree" noch die Romantik der Sechziger- und Siebzigerjahre herauf (siehe Artwork), hat Head First nun sehr viele Anleihen aus dem Höhepunkt der Synthie-Pop-Ära. Goldfrapps Schablone wurde einmal mehr auf ein neues Genre angewendet; das Chamäleon hat wieder mal seine Farbe gewechselt.

    Dies war aber schon beim Hören der Vorab-Single "Rocket" klar geworden. Dieser Track - Tracknummer eins auf dem Album - lässt mit dem Synthie-Riff Einflüsse von Van Halens "Jump" erahnen, wenn auch "Rocket" nicht ganz so "Stadionmässig" klingt, sondern eher wie recht euphorischer, aber feinstrukturierter Pop...

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  • Erstes kurzes Review von Massive Attacks neuem Album Heligoland (08. Feb. 2010)

    18. Jan. 2010, 16:11

    Massive Attack - Heligoland

    Zwei erste Eindrücke von Heligoland nach dem ersten durchhören:

    Zugegeben: Ein Album, auf das man lange gewartet hat, soll nicht nur nach dem ersten Eindruck beurteilt werden - aber auch. Dass die Ansprüche an ein Album proportional zur Wartezeit steigen, liegt auf der Hand - dass sie dennoch erfüllt werden können, haben Portishead eindrücklich bewiesen (Third), aber das war's auch schon mit den Parallelen. Massive Attacks jüngstes Werk, lange unter dem Arbeitstitel "The Weather Underground" und dem neu geschaffenen Genre "Gothic Soul" gehandelt, trifft nun letztlich auch noch in den Regalen ein, jedoch gänzlich ohne Neuerfindung, Verjüngung oder Erweiterung des bisherigen Schaffens. Das ist bei einem soliden Wert wie Massive Attack so billig wie recht, mag man denken, und das Resultat ist auch durchaus gefällig, ich habe jedoch ein klein wenig mehr erwartet - oder liegts an der nicht gerade berauschenden Streaming-Qualität, die für den Post-download-Rezensenten heutzutage reichen muss? eine befriedigte Erwartung ist allerdings die Hoffnung, die Kooperation mit Mazzy-Star-Stimme Hope Sandoval möge gelungen sein: "Paradise Circus" ist ein schöner Track mit einem guten, wenn auch nicht genialen Schlussteil.... - bezeichnend für den gesamten ersten Eindruck: gut, aber mit wenn und aber.

    (wanja)



    Wer sich im letzten Oktober mit Massive Attacks EP "Splitting the Atom" einen kleinen Vorgeschmack auf Heligoland gegönnt hat, der kennt zumindest den Eröffnungssong "Pray for Rain". Zu diesem muss an dieser Stelle somit auch nicht mehr viel gesagt werden, ausser dass mit ihm, wie meist bei Massive Attack, das Album in einer ruhigen Art und Weise eröffnet wird (mit Hilfe vom Gastsänger Tunde Adebimpe von TV on the Radio) . Der erste der beiden Songs mit Martina Topley-Bird, "Babel" stellt sich als sehr bewegt und nervös heraus, mit Breakbeat-Drums und vereinzelten elektrischen Gitarren. Und im Vergleich zum trägen und düster blubbernden "Psyche (Flash Treatment)", dem Remix, welcher auf der Splitting-EP zu finden ist, sind beim Original-"Psyche" des Albums eher hektische Gitarrenloop dominierend. Die Frage stellt sich hier, ob dieser Song trotz seiner Einfachheit fasziniert weil er gut ist, oder weil er Live (in Winterthur) relativ gut funktioniert hatte...

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  • Massive Attack @ Eishalle Deutweg Winterthur 25.11.2009 (Konzertbericht)

    27. Nov. 2009, 10:37

    Wed 25 Nov – Massive Attack, Martina Topley-Bird

    Normalerweise spielt der EHC Winterthur mit einem Zuschauerschnitt von knapp 1000 in der Eishalle Deutweg, sodass es wohl bisher unnötig war, ein einigermassen funktionierendes Schlangenkonzept auszuarbeiten. Dies hatte zur Folge, dass der zugegebenermassen recht knapp erschienene Schreiber dieser Zeilen einen grossen Teil des Auftritts von Martina Topley-Bird verpasste.

    Wiedergutmachung erhielt er aber insofern, als er die Halle genau in dem Zeitpunkt betrat, in dem Trickys ehemalige Sängerin zu "Overcome" ansetzte, was ihm eine Anknüpfung an Trickys Gurtenkonzert, bei welchem dieser Klassiker nach ein paar Takten schnöde abgebrochen wurde, erlaubte. Zudem wurde so ein schöner Bogen zum Ende des Hauptkonzertes gespannt, welches mit "Karmacoma", dem Blueprint, der "Overcome" zu Grunde liegt, beendet wurde. Auch das fast ohne Begleitung vorgetragene "Poison" und die schrammenden Gitarren von "Too Tough to Die" überzeugten, machten aber das verspätete Eintreffen noch ein Stück schmerzhafter.

    Der Hauptauftritt von Massive Attack wurde mit einem druckvolle Intro eröffnet, welches die pulsierenden Scheinwerfer gekonnt in Szene setzte. Der Zuschauer, welcher sich bei Lichte des eher provinziell wirkenden Stadions sehr gut bewusst war, wurde nun durch die professionell gestaltete Visuals in ein grosses Stadion in London oder Paris entführt. Wie bei der 100th-Window-Tour wurden immer wieder Schriftzüge, welche den Zuschauer mit Fakten über Ungerechtigkeiten und Fehlentwicklungen auf der Welt aufmerksam machen sollten, und Zitate mit Handlungsvorschlägen eingeblendet. Da alles sehr gut mit der Musik abgestimmt war, sich die Verantwortlichen sogar die Mühe gemacht hatte alles auf deutsch zu übersetzen und sogar Lokalnachrichten zu integrieren und immer auch wieder humorvolles eingeblendet wurde, konnte sich die Show aber problemlos von den oft eher peinlich wirkenden Belehrungen von Musiker mit Botschaft wie Stress und Co. absetzen.

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  • Concert Images Massive Attack, Martina Topley-Bird @ Eishalle Deutweg, Winterthur

    26. Nov. 2009, 13:26

  • Bilder vom Lamb-Gig bei out-of-space.ch

    31. Aug. 2009, 12:30

    Sat 29 Aug – Lamb, Morcheeba, Martina Topley-Bird

    Am Samstag, 29.08. ging einer der drei Konzertabende über die Bühne, denen wir mit unserem Special (siehe out-of-space.ch-Hauptseite) besondere Aufmerksamkeit widmen. An einem Abend gab es die ehemalige Sängerin von Tricky, Martina Topley-Bird, Morcheeba und Lamb zu sehen...

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  • Fukkk Offf - Love Me Hate Me Kiss Me Kill Me (review von out-of-space.ch / in german)

    5. Aug. 2009, 7:51

    Fukkk Offf - LOVE ME HATE ME KISS ME KILL ME

    Bastian Heerhorst alias Fukkk Offf bezeichnet seine Musik in einem Interview wie folgt: „Harter Elektro mit Funkmomenten, nahe am Nu Rave“. Diese Aussage macht deutlich, dass dieses Album nicht zum Kuscheln auf dem Sofa gedacht ist. Viel mehr ist es ein krachendes und pumpendes Werk, das jeden Klub zum Beben bringt. Oder den Subwoofer im Kofferaum. Dreht man das Ding schön auf, pustet es einem manchmal fast den Kopf weg.

    Heerhorst verwebt gekonnt brachiale Beats, die typische „Benny Benassi-Basslinie“ und ein paar Melodiefetzen zu satten Dancefloor-Knallern. Ab und zu noch ein paar Vocals reingestreut und fertig sind die groovenden „Bummbumm-Songs“. Ob das eine grosse kreative Schaffenskraft voraussetzt, darüber kann man sich den Kopf zerbrechen. Eins aber ist klar, Mister-Fukkk Offf hat grosse Kluberfahrung und weiss das Erfolgsrezept im modernen Elektrosound „weniger ist mehr“ erfolgreich anzuwenden...

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  • Rone - Spanish Breakfast (review von out-of-space.ch / in german)

    10. Jun. 2009, 8:00

    Rone - Spanish Breakfast

    Der Französische Musiker Erwan Castex, zuhause in Paris, war ursprünglich Komponist für Filmmusik. Alles möglich aus der elektronischen Musik abgrasend, von bis , ist er mit dem Album Spanish Breakfast bei angekommen: In der Nähe von Trentemøller (genauer gesagt dessen Album The Last Resort) - manchmal genau so düster, aber nicht immer.

    Gerade der Titeltrack "Spanish Breakfast" ist wie ein Wald in den man hineinläuft, durch dunkles Dickicht und über helle Lichtungen. Aber immer hört man das plätschern des Beats, wie ein Wasserlauf, irgendwo in der Nähe, und dieser Ton, wie ein rufender Vogel.

    Aber so Minimal ist die Musik eigentlich gar nicht. Auf den ersten Blick sind da zwar die durchgängigen Klick-Beats, die meist vom Anfang bis zum Ende eines Tracks in der selben Weise durchklappern; genauso die Mini-Melodien. Die kleinen Variationen am Sound jedoch, die der Musik immer wieder neue Richtungsstösse geben, indem sie entweder mit Hall beladen oder ganz trocken angespielt werden, mystisch oder freudig klingen oder einfach den Beat härter betonen - diese Variationen sind sehr subtil und komplex. Rone setzt dabei nicht auf Bombast, sondern auf Aufbau und Kontinuität. Dabei kann er, wie z.B. bei "Aya Ama", schon fast das Tanzbare streifen - aber nur fast. Denn zu nahe bleibt der Sound dennoch in der Ruhe, meist immer noch mit einem Bein im Ambient...

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  • Bronnt Industries Kapital - Hard For Justice (review von out-of-space.ch / in german)

    10. Jun. 2009, 7:45

    Bronnt Industries Kapital - Hard For Justice

    Dem Namen nach würde man die Band wohl nach Dänemark, Schweden oder Norwegen einordnen. Aber weit gefehlt: Bronnt Industries Kapital besteht nur aus Guy Bartell, und der kommt aus Bristol, England. Hard For Justice ist bereits dessen drittes Album nach Virtute et Industria und Häxan, einem Soundtrack für einen alten Schwedischen Stummfilm, und zudem das erste, welches auf dem berliner Electro-Label Get Physical erscheint.

    Zudem ist von Bartell bekannt, dass er hin und wieder mit Nick Talbot von Gravenhurst (ebenfalls aus Bristol) zusammenarbeitet, und dass er "kuriose viktorianische Instrumente" [!sic] einsetzt, wie zum Beispiel das "Lepping’s Patented Lapwing Harmonium" (ein Vorgänger vom Mellotron) oder ein "Bronson Quartet", scheinbar vor allem auf dem ersten Album. Über den Klang der zwei Instrumente schweigt sich das Internet mehr oder weniger aus, was es relativ schwierig macht, diese auf dem neuen Album zu identifizieren.

    Bartells Flair für unkonventionelle Klänge kann man aus dem neuen Album jedoch sehr schnell heraushören. Auch wenn der Hörer bei "An Index of Corporate Art" noch mit wohligen und wolligen Beats abgeholt wird, so wird die Sequencer/Gitarren/Bass/Synthie-Idylle doch sehr bald von querschlagenden dissonanten Geräuschen gestört. Dies erinnert unweigerlich an Kraftwerks "Autobahn" (in der The Mix-Version). Der Vergleich hinkt nicht mal so stark, denn Anleihen aus dem Sound der Düsseldorfer Electro-Pioniere kann man auch in anderen Tracks wie zum Beispiel "Knights of Vipco" hören, vor allem wegen der breitflächig eingesetzten Synthie-Orgel. Das Stück ist jedoch so stark modernisiert, dass es schon wieder auf halbem Weg zu Justices "Phantom Pt II" geht, wenn auch lange nicht so grob und ungestüm...

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