Review: Palac - Ghosts (von out-of-space.ch)

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17. Nov. 2008, 19:36

Der November scheint der Monat des Peter Prautzschs zu sein. Nachdem er bereits vor einem Jahr mit „Vor der Stadt" kurz vor Jahresende ein feines und durchaus herbstliches Album ablieferte, wird in diesem Spätherbst das Debüt-Album seines Pseudonyms Palacs veröffentlicht. Passend zu der sich immer mehr ausbreitenden Dunkelheit, kommt die neueste Veröffentlichung „Ghosts" auch sehr gespensterhaft und unheimlich daher.

Das Album hat allerdings wenig zu tun mit Disney-Land-Geisterbahnen oder Horrorfilmen aus Hollywood. Vielmehr wohnt den Tracks von „Ghosts" immer auch eine gewisse Melancholie und manchmal sogar eine Priese Romantik inne. Es wird also nicht die Geschichte von mordenden Zombies erzählt, sondern ganz im Stile von viktorianischen Geistergeschichten ein wohliges Gruseln erzeugt, bei dem die Tragik der verblichenen Spukgestalten nie vergessen wird - ein bisschen wie „The Crow" ohne Gewalt.

Wie flüchtige Geister verschwinden die wenig regelmässigen und verspielten Rhythmen immer wieder unerwartet, tauchen dann wieder aus dem Nichts auf oder werden plötzlich in ihrer Lautstärke intensiviert. Auch die eingespielten Samples und die Soundscapes werden mehrfach ohne Vorwarnung abgebrochen, dem Mobiliar eines Geisterhauses gleich, das wie von Geisterhand plötzlich verschwindet...

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