FZW Opening Party - Dortmund, FZW.

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14. Sep. 2009, 0:24

11.09.09 Fake Problems, Chuck Ragan, muff potter., Art Brut - FZW Opening Party - Dortmund, FZW

Vermutlich, weil hochrangige Leute da waren, wurde streng auf den Jugendschutz geachtet, weshalb ich am Einlass erstmal nach meinem Ausweis gefragt wurde.

Fake Problems spielten bereits, klangen aber recht uninteressant, sodaß sich ein erster FZW-Rundgang anbot. Der Balkon ist ja ganz nett, die zweite Stufe aber entweder viel zu niedrig oder wahlweise viel zu weit hinten, um von dort halbwegs ordentlich auf die Bühne zu gucken. Außerdem stören die hinteren Betrahlungsboxen den Blick von den seitlichen Balkonrändern, aber vielleicht hingen die auch nur wegen der anschließenden Party da.

Nachdem Fake Problems ihr belangloses Set beendet hatten, brauchten Chuck Ragan und Band gefühlte 40 Minuten für den Soundcheck, was allem Anschein nach an einem unfähigen oder begriffsstutzigen Tontechniker auf der Bühne zu schulden ist, der es auch auf mehrmalige Zurufe nicht hinbekam, alle Instrumente auf die Monitorboxen zu verteilen. Sympathisch fand ich, daß Chuck es letztlich zu bunt wurde und er einfach entschied, anzufangen. Alleine nur mit Gitarre kommt seine Stimme zwar besser zum Vorschein, das klang mir damals aber alles zu gleich. Mit Band-Arrangement kann man die Songs wenigstens auseinander halten. Ich hatte erwartet, mich wieder einigermaßen zu langweilen, wurde aber eines besseren belehrt. Mit Band gerne wieder. Lediglich die Dame neben mir, die ständig peinlich berührt einen Zettel mit einem Liedwunsch hochhielt - den sie später noch auf die Bühne warf - war mir etwas zu penetrant und suspekt. Fremdschämen galore.

Deswegen wechselten wir zu muff potter. auch die Bühnenseite, zumal da weniger los war. Sie spielten erwartetermaßen ein anderes, weil kürzeres Set als in Bielefeld. Leider ist Born blöd geflogen, auf Elend #16, Die Party ist vorbei und Steady Fremdkörper konnte ich schon eher ohne Beschwerde verzichten. Ein allerletztes Mal The Boat mit Chuck Ragan war aber ein sehr guter Ausgleich. Sehr gefreut habe ich mich über die durch Chuck wiederauferstandene Revenge-Tradition von 2007. Obwohl ich das FZW allgemein als sehr kühl empfand und trotz des großen Platzangebotes und der noch bevorstehenden (scheinbaren) Hauptband mit (vermeintlich) vielen muff potter. nicht mögenden Fans, wurde es schönerweise ein recht warmes Konzert. Und ein recht langes, insgesamt waren es nur drei Songs weniger als in Bielefeld.

Es war dann aber doch ziemlich klar, daß die meisten tatsächlich wegen der gerade spielenden Band da waren, weswegen sich die Reihen in der Umbaupause zu [track artist=muff potter]Art Brut
arg lichteten und auch nicht wieder füllten. Schade.
Hatte ich Art Brut letzten Monat noch ziemlich verrissen, standen diesmal die Vorzeichen sehr gut, denn ich hatte große Lust und war bereit, der Band eine zweite Chance zu geben. Recht schnell kristallisierte sich, daß mich dieser Auftritt mitreißt und ich Art Brut doch wieder mag. Es gab keine überflüssigen Witze, dafür Hits, Hits, Hits - auch wenn ich vielleicht gerade mal vier oder fünf davon kannte. Spätestens mit der Textänderung "I learned my English from a muff potter record" hatte mich Eddie Argos um den Finger gewickelt, auch wenn er da was falsch verstanden haben muss, weil er der Überzeugung war, das letzte muff potter.-Konzert überhaupt gesehen zu haben.
Wenn einem Art Brut musikalisch nicht gefallen, kann man den gleichen Rat geben, den man Leuten geben kann, die Element of Crime musikalisch nicht mögen: Auf die Texte achten.
Das nachfolgende DJ-Set von The Futureheads kündigte sich schon in den ersten 10 Minuten als 70s/80s-Schweinerock-Revival-Party an und nach zweimal Teenage Kicks und einmal Suffragette City sind wir auch schon gegangen, weil es eh nicht mehr hätte besser werden können.

Kommentare

  • Vagrant3000

    "brauchten Chuck Ragan und Band gefühlte 40 Minuten für den Soundcheck" dem war definitiv nicht so! die herren sind nämlich wohl so kanpp angekommen, dass KEIN soundcheck stattgefunden hat. herr ragan erwähnte dies auch direkt zu beginn.

    14. Sep. 2009, 0:46
  • El_Bacon

    Schon richtig. Fähiges Personal (gerade bei separatem Monitormischer) macht das allerdings in max. 15 Minuten und den Rest "on the fly" also während des Konzerts.

    14. Sep. 2009, 10:21
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