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  • Thursday on a casual Friday

    30. Apr. 2011, 1:08

    Fr., 29. Apr. – Thursday, City Light Thief

    Und da waren sie wieder die Jungs aus New Jearsey. Und im Schlepptau gleich mit einem neuen Album, dass auf den Namen "No Devolucion" hört. Man durfte also gespannt sein, wie die neuen Songs live rüberkommen würden...oder auch nicht, denn angepeilt war für diese Tour ein 10-Jähriges Jubiläum der "Full Collapse" Platte, dem wohl erfolgreichsten und populärsten Album der Amis. Jubiläen scheinen wohl zur Zeit populär zu sein. Vor wenigen Tagen erst haben die Punk-Rocker Millencolin ebenso eine Anniversary-Tour mit ihrem "Pennybridge Pioneers" Album gestartet. Und wie sagt man...Alte Liebe rostet nicht?! Genug Hits hat die "Full Collapse" allemal, trotzdem durfte man gespannt sein. 10 Songs wären wohl doch etwas dürftig für einen Abend und Andere können sich durchaus sehen lassen gegenüber den "Full Collapse" Stücken.

    Das Konzert fand im kleinen, aber gemütlichen Logo statt. Nach wie vor eine meiner favorisierten Locations in Hamburg. Nicht zu groß und bei starken Auftritten wird eine unglaubliche Atmosphäre aufgebaut, da stört auch die Hitze nicht.
    Im nicht ganz ausverkauften Haus ging das Ganze dann um Punkt 21:00 Uhr mit der ersten und einzigen Vorband los, City Light Thief.


    City Light Thief

    Viel habe ich von der Band vorher nicht gehört. Auf jeden Fall eine nette Idee einen lokalen Support aus Deutschland mitzunehmen. Gibt durchaus talentierte Bands im deutschsprachigen Raum, die kaum bzw. schwer Beachtung finden. City Light Thief ist definitiv eine Solche. Schwer zu beschreiben vom Musikstil, vielleicht irgendwas zwischen Thursday, Emery, Dance Gavin Dance?! Letztere schienen mir dem Ganzen am Nähesten zu sein. Ungeachtet des Musikstils ein sehr guter Auftritt, Sound hat gestimmt, auch wenn das dem Sänger nicht immer bewusst war. Einzig die Vocals des Gitarristen wurden mit der Zeit etwas anstrengend, waren aber nicht zu dominierend. Die Jungs schienen sehr erfreut bereits zu Beginn vor etwas größerem Publikum spielen zu dürfen. Das Logo hatte sich währenddessen schon gut gefüllt und gemosht wurde auch schon vereinzelt. Nach einer halben Stunde Spielzeit wars dann auch schon vorbei und die Bands verabschiedete sich unter Applaus von Bühne. Sehr nette musikalische Ansätze, sollte man in Zukunft ein Blick darauf behalten. Potenzial ist definitiv da, genauso wie deren neue Platte, die nach eigenen Angaben im Januar erschienen war.


    Setlist (nicht bekannt)


    Thursday

    Nun stand dem Auftritt Thursdays nichts mehr im Wege...außer die Umbauzeit. Und die war, wie bei manchen Konzerten schon gewohnt, ca. eine halbe Stunde lang. Also noch ein Bier holen...oder sich das Merch anschauen. Gab so 3-4 Shirts im üblichen Preissektor, 20€ soweit ich das erblicken konnte. Darunter Standart-Shirts sowie 1-2 für das neue Album.
    Jetzt konnte es aber losgehen, ohne großem Intro und gleich mit einem Song vom neuen Album, "Fast To The End" hieß das Ganze und legte schon ein ordentliches Tempo an mit dem typischen und unverwechselbaren Thursday Sound. Die Jungs machen einfach kaum was falsch beim Schreiben neuer Platten, ganz im Gegenteil, es lassen sich immer wieder Entwicklungen feststellen. Und das im Positivem, ohne ihren Stil groß zu verändern. Stark! Und so sollte es auch erstmal weitergehen. Die ersten 4 Songs allesamt von der neuen Platte. Diese ließen aber schon erahnen, dass in einiger Zeit live damit viel abgehen wird. Das Publikum war von Anfang an voll dabei und fleißig am Moshen, sollten die Lyrics irgendwann sitzen, kann man sich auf weitere Auftritte freuen.
    Nach der kleinen "No Devolucion" Session kam auch gleich schon die Jubiläumsankündigung, und das selbstverständlich ohne große Widerrede. Wann hört man schonmal ein ganzes Album und dann auch noch so ein Starkes an einem Live-Gig? Für meinen Geschmack schade, dass sie nicht noch was anderes gespielt haben, da ich die "War All The Time" Scheibe am stärksten einschätze, sowie mir einige Songs von "Common Existence" sehr gut gefallen. Der heutige Gig hat allerdings gezeigt, dass "Full Collapse" live einfach ungeschlagen bleibt. Die Power, die hier rüberkommt, ist wohl unerreichbar, was man auch im Publikum bemerkt hat, das nach der kurzen Aufwärmphase nun voll drin war und mitgesungen hat.
    Sound war sehr gut abgestimmt und die Stimme kam und die Vocals kamen sehr klar rüber. Abgesehen davon war der Gesang einsame Spitze. Ich kenne wenige Sänger, die live mindestens das gleiche Niveau wie auf Platte erreichen...oder sogar noch besser! Highlights des "Full Collapse" Sets waren die Klassiker "Understanding In A Car Crash", "Autobiographie Of A Nation", "Paris In Flames", "I Am The Killer". Zu guter Letzt durfte natürlich "How Long Is The Night?" nicht fehlen.
    Sollte es das nach diesem Set nun also gewesen sein? Weit gefehlt, einen hatten die Amis noch, und zwar von der neuen Scheibe erneut. "Turnpike Divides", ein Song über ihre Heimatstadt, wo zum Schluss noch mal ausgepowert werden durfte. Unter großem Applaus verließen die Jungs dann die Bühne um doch noch einmal nach wenigen Minuten wiederzukommen. Ein Song sollte es an diesem großen Abend noch geben, und was kommt da anderes in Frage als "Jet Black New Year". Der Übersong der Band. Nach ca. 75 Min. wars das dann wirklich und ein großartiger Abend ging zu Ende. Und wer weiß, vielleicht bis bald noch in diesem Jahr? "See you soon" kam noch von Geoff nachgereicht.


    Setlist

    Fast To The End
    Magnets Caught In A Metal Heart
    No Answers
    Past And Future Ruins
    A0001
    Understanding In A Car Crash
    Concealer
    Autobiographie Of A Nation
    A Hole In The World
    Cross Out The Eyes
    Paris In Flames
    I Am The Killer
    Standing On The Edge Of Summer
    Wind-Up
    How Long Is The Night?
    I1100
    Turnpike Divides

    Zugabe

    Jet Black New Year


    Fazit

    Ein großer Abend mit einem sehr netten Support, den man im Auge (oder Ohr) behalten sollte. Aber der Hauptaugenmerk lag klar auf Thursday, die ihrer Historie gerecht wurden und ein sehr starkes Set gespielt haben, wenn auch "nur" mit ihren neuen Platte und "Full Collapse", mit Ausnahme von "Jet Black New Year". Man darf auf die neuen Songs wirklich gespannt sein, mal wieder was anderes als noch die "Common Existence", aber nicht weniger groß. Bei der Setlistwahl dürften die Amis in Zukunft ganz schön in Schwierigkeiten kommen bei einer so großen Palette an starken Songs. Ich für meinen Teil freue mich auf die nächste Tour mit einer breiteren Songspektrum, wobei man sich diese Tour auch nicht entgehen lassen durfte! In diesem Sinne...Fast to the end!

    Greets
  • You're the kid the whole day!

    26. Apr. 2011, 23:12

    Mo., 25. Apr. – Millencolin, Veara, Andioliphilipp

    1994 ihre erste Platte rausgebracht, wissen die schwedischen Punkrocker noch immer gute und unterhaltsame Musik zu machen. Nun also wieder in Hamburg und anlässlich ihres 10-Jährigen Pennybridge Pioneers Jubiläums. Was nichts anderes bedeutet als einmal das komplette Album herunterzuspielen. Keine schlechte Idee möchte man meinen, angesichts des wohl erfolgreichsten und populärsten Albums der Bandgeschichte Millencolins.

    Das ganze fand dieses mal im nicht ganz ausverkauften Grünspan statt, was auch ganz angenehm sein konnte, wenn man sich an die Luft im Grünspan bei ausverkauftem Hause erinnert.

    Als Support durften 2 nicht ganz so bekannte Punkrock Bands auftreten. Pünktlich um 21 Uhr gings dann auch schon los mit dem deutschen Trio andiolliphillip, welche von Veara kurze Zeit später abgelöst wurden.

    andiolliphillip

    Bin erst vor wenigen Wochen über ihren Myspace-Link auf diese Band gestoßen, somit konnten sie bei mir vorher noch keinen großen Eindruck schinden. Was man hören konnte, war allerdings sehr solide Musik ohne Abstriche. Konnten einiges an Stimmung rüberbringen und die Spielfreude war nicht zu übersehen. Kein Wunder, wenn man für "Urgesteine" wie Millencolin als Support eröffnen und selbst mal vor größerem Publikum spielen darf. Songs haben sich vielleicht ein bisschen zu sehr geähnelt und und stimmlich war das auch nicht 1. Klasse, aber man sieht selten solchen Support, der Teile des Publikums schon zu Beginn so mitnimmt...*Thumbs up*. Erwähnenswert ist noch die Verteilung ihrer Scheiben am Merch-Stand...und das kostenlos!

    Setlist (nicht bekannt)


    Veara

    Letzte Vorband am Abend: Veara. Schon einiges vorher gehört und deren aktuelles Album "What We Left Behind" lief schon einige Male in meinem Player. Live muss ich sagen, klang das ganze noch ein Stück besser. Auch hier wieder eine sehr gute Stimmung, sowohl im Publikum, als auch bei der Band. Energiegeladener Punk, der sich sehen lassen kann und für einen Support außergewöhnlich professionell rüberkam. So richtig den Übersong hat diese Band nicht, muss sie allerdings auch nicht, in der Breite qualitativ sehr stark aufgestellt. Gerne mehr davon, bald auch mit einem neuen Album. Wie schon erwähnt haben hier auch schon mehr im Publikum mitgefeiert...und das zurecht!

    Setlist (nicht ganz sicher)

    Only Famous People Get Famous
    Pull Your Own Weight
    We Have A Body Count
    Better Off Without You
    Role Model
    Waste My Time
    My B-Side Life
    Getting Kicked In The Face Has Never Been So Much Fun


    Millencolin

    Nach 2 stimmungsvollen Vorbands konnte nun also der Hauptact folgen. Bühnenumbau erfolgte vergleichsweise schnell und alles war vorbereitet. Setlist konnte sich im Grunde jeder ausmalen. Gespielt wurde das Pennybridge Pioneers Album, sogar in richtiger Reihenfolge. Somit wurde der Gig also mit "No Cigar" eröffnet. Nur einer der vielen Hits auf diesem Album und andere sollten folgen. Das Publikum war von Anfang an voll dabei und der Pit hatte schon einen großen Teil der Halle eingenommen. Songs wie "Penguins & Polarbears" oder "The Mayfly" hielten die Stimmung immer hoch und es gab kaum Ruhepausen. Könnte allerdings auch am rasanten Tempo liegen. Zwischen den Songs gabs kaum Pausen, aber gut, bei einer so langen Setlist muss man irgendwo Einbußen hinnehmen. Zu Ende gebracht wurde das Album mit einem der langsamsten Songs der Schweden: "The Ballad". Markierte auch gleichzeitig das vorläufige Ende des Gigs...weit gefehlt. Natürlich wollten alle mehr und die erhoffte Zugabe kam dann auch, und wie! Nach Abschluss des Pennybridge Pioneer Albums wurde jetzt kreuz und quer durch die erfolgreiche Diskographie gespielt. Beginnend mit "The Story of My Life" und dem Klassiker "Mr. Clean" wurde es dann sogar nochmal nostalgisch. Nach einer 2. Zugabe folgten dann noch die beiden starken Songs "Bullion" und selbstverständlich "Black Eye". Es erstaunt kaum, dass von den neueren Platten kaum was gespielt wurde. Der typische Millencolin Sound wurde später nie mehr erreicht und spiegelt sich auch in solchen Konzerten wieder. Die Jungs haben etwas an Power und Ausdauer verloren, wer aber solche Songs von früher noch In Petto hat, kann noch viele Gigs spielen ohne aus dem Gedächtnis zu verschwinden. Weiter so!

    Setlist

    No Cigar
    Fox
    Material Boy
    Duckpond
    Right About Now
    Penguins & Polarbears
    Hellman
    Devil Me
    Stop To Think
    The Mayfly
    Highway Donkey
    A-Ten
    Pepper
    The Ballad

    Zugabe 1

    The Story Of My Life
    Friends 'til The End
    Killercrush
    Farewell My Hell
    Man Or Mouse
    Random I Am
    Mr. Clean

    Zugabe 2

    Bullion
    Black Eye


    Fazit

    Insgesamt ein sehr gelungener Abend. Super ausgewählter Support, der ordentlich eingeheizt hat und die Power im Publikum über den gesamten Abend hinweg getragen hat. Sound war bei allen Bands ziemlich gut abgestimmt, wirkte allerdings am Klarsten bei Millencolin. Diese zeigten sich von ihrer Besten Seite. Eine riesige Setlist inklusive ihrem wohl erfolgreichstem Album, und das noch in einem relativ "hohen" Alter. "You're the kid the whole day" trifft hier voll und ganz zu. Respekt!



    Greets!
  • Reset! Rewind!

    25. Apr. 2011, 0:37

    Sa., 23. Apr. – Underoath, Devil Sold His Soul

    An einem sonnigen Samstag, angenehm zwischen den Osterfeiertagen melden sich die Jungs von Underoath mal wieder zurück. Diesmal aber nicht nur mit ihrem neuen Album "Disambiguation", sondern auch mit einer etwas veränderten Konstellation. Ohne ihren markanten Drummer und Vocal-Sänger Aaron, der sich voll und ganz auf seine Band "The Almost" konzentrieren will und überraschenderweise ohne den Keyboarder, welcher aufgrund der Geburt seines Sohnes in die Heimat zurückgeflogen ist.

    Nicht zu vergessen aber auch der Support mit Devil Sold His Soul aus England. Schwer zu vergleichen mit anderen Bands und möglicherweise am Besten zu beschreiben als progressiver Post-Hardcore. Aber starten wir hier keine Schubladendiskussion...

    Der Gig fand im kleinen und gemütlichen Knust statt, welcher noch nicht einmal ausverkauft war. Erstaunlich, wenn man sich die vergangen Gigs von Underoath angeschaut hat in deutlich größeren und auch volleren Hallen. Die Stilveränderung in der Musik hat seit "Lost in the Sound of Separation" wohl ihre Spuren hinterlassen, auch im Alter des Publikums.

    Devil Sold His Soul

    Die erste und auch einzige Vorband am Abend: Devil Sold His Soul aus dem Süden Englands, unschwer am Akzent des Sängers zu hören. Nach dem Auftritt konnte man auch nachvollziehen, warum es die einzige Vorband an diesem Abend sein sollte. Eine durchschnittliche Songlänge von 5-6 Min. ermöglicht nur einen Gig von über 30 Min., wenn man mehr als 4 Songs spielen will.
    Nun zum Auftritt an sich. Wie schon erwähnt ein eher gewöhnungsbedürftiger Sound und eindeutig Geschmackssache. Aus meiner Sicht kein wirklich gut abgestimmter Sound, der später bei Underoath deutlich besser klang. Nichtsdestotrotz eine sympathische Band, die wirklich Spaß an ihrer Musik zu haben scheint und auch gut aufeinander abgestimmt wirken. Instrumental zum großen Teil auch sehr ansprechend, allerdings klang der Gesang recht blass und wenig intensiv. Angefangen hat das ganze pünktlich um 21:00 Uhr.

    Setlist(Nicht sicher bei der Setlist)

    Tides
    Drowning/Sinking
    Ocean of Lights
    Sirens Chant
    The Disappointment
    As the Storm Unfolds
    Callous Heart
    Like it's your Last
    Truth Has Come
    Hope

    Underoath

    Nach nur einer Vorband stand nun dem Auftritt Underoaths nichts mehr im Wege. Ich muss gestehen, dass ich mit einer gewissen Skepsis dem Auftritt gegenüberstand. Wie sollten vor allem die alten Songs ohne Aaron daherkommen und wie machen sich die eingespielten Keyboard-Parts ohne den Spieler bemerkbar?
    Mit "In Regards To Myself" sollte auch gleich ein etwas älterer Song den Auftritt eröffnen. Und schon dieser Song ließ erahnen, dass es ohne Aaron mindestens genauso gut geht. Super Vocals, sehr sauber gesungen vom Gitarristen, dem ich es überhaupt nicht zugetraut hätte. Das Publikum war von Anfang an dabei und ließ keine Müdigkeit aufkommen. Natürlich wurden hauptsächlich die älteren Songs wie "It's Dangerous Business Walking Out Your Front Door" oder "A Boy Brushed Red Living In Black And White" lauthals mitgegrölt. Für mich waren aber gerade die neueren Songs ein absolutes Highlight, welche auch klar im Mittelpunkt standen und die verständlicherweise auch mit weniger Vocals ausgestattet waren; eine logische Konsequenz aus dem Ausscheiden Aaron's. Songs wie "Who Will Guard The Guardians" oder "Illuminator" haben allerdings gezeigt, dass die Jungs aus Florida nach wie vor brachiale Songs schreiben können und das mit einer großen Spielfreude. Auch die neue Single "Paper Lung" (Music Video erscheint am Montag, 25.04.) durfte nicht fehlen und ist wohl der Übersong auf der neuen Scheibe. Zu guter Letzt kam dann natürlich noch der Klassiker "Writing On The Walls", welcher nochmal alle Energien im Pubikum bündeln konnte und somit zu einem gelungenen Abschluss des Abends führte. Sound war übrigens deutlich besser abgestimmt, die Vocals hatten eine perfekte Lautstärke und Spencer war nicht zu laut.

    Setlist

    In Regards To Myself
    Breathing In A New Mentality
    In Division
    It's Dangerous Business Walking Out Your Front Door
    The Created Void
    Catching Myself Catch Myself
    Paper Lung
    A Divine Eradication
    Moving For The Sake Of Motion
    To Whom It May Concern
    A Boy Brushed Red Living In Black And White
    Who Will Guard The Guardians

    Zugabe

    Illuminator
    Writing On The Walls

    Fazit

    Ein sehr gelungener Abend fand nach 14 Songs sein Ende. Spätestens seit heute sollten auch alle Zweifel behoben sein, dass trotz der veränderten Konstellation die Qualität darunter leiden könnte. Ganz im Gegenteil, man hört nicht nur eine klare Entwicklung und Fortsetzung des Vorgänger-Albums heraus, sondern auch eine Qualitätssteigerung des typischen und experimentellen Underoath-Sounds. Diese Band wird uns wohl noch länger erhalten bleiben und starke Songs schreiben, although they're not "built by machines".

    Greetings
  • Welcome Home

    18. Apr. 2008, 22:53

    Do., 17. Apr. – Coheed and Cambria, Oceansize

    So oder anders könnte man die Jungs aus New York mit ihrem neuen Album im Gepäck mal wieder in Hamburg begrüßen. Aber es dreht sich natürlich nicht alles nur um den Hauptact, sondern auch um den durchaus bekannten Support im Namen von Oceansize, welche durchaus auch einige Fans in der nicht allzu Halle begrüßen konnten. Umso trauriger wars, dass das Konzert nicht wie zu erwarten um 21:00 Uhr begonnen hat, sondern eine ganze Stunde früher. Reeperbahn war etwas weiter weg, das nachträgliche Feiern war also wohl kein Grund.

    Oceansize:
    Leider war ich selber erst eine halbe Stunde später am Ort, wodurch ich die ersten paar Songs habe. Einiges was ich mir im Vorfeld von dieser Band angehört habe, gefiel mir einigermaßen gut, der Rest war eher dürftig und stellte mich nicht sonderlich zufrieden. Nichtsdestotrotz spielten die Jungs einen ordentlichen Gig und ließen auch paar Köpfe nicken. Einen motivierten Auftritt habe ich mir allerdings anders vorgestellt, wobei Oceansize im nachhinein wesentlich publikumsnäher war als Coheed & Cambria, aber dazu später. Dieser durchaus experemtierfreudige Musikstil schien nicht alle zu überzeugen, vor mir schlug doch glatt einer seine Zeitung auf und ein paar Meter neben mir war einer am Einnicken. Trotz alledem kann man sagen, dass der Support gut gewählt war und auch einen guten Übergang zum Hauptact lieferte. Spielzeit betrug ca. 45 min.

    Setlist:
    One Out Of nONE
    Catalyst
    A Homage To A Shame
    Trail Of Fire
    Unfamiliar
    Ornament/The Last Wrongs

    Coheed & Cambria:
    "Is there no world for tomorrow, if we wait for today?". Die Jungs aus New York zeigen uns mal wieder, dass ihr neues Album nicht nur eine neue Episode in ihrer Space Story ist, sondern sich darüber hinaus auch moralischen Fragen stellt. But...who cares?!
    Die Halle war nun schon weitaus voller gefüllt ohne dabei den kompletten Raum einzunehmen, was mir doch sehr angenehm erschien. Wer braucht schon rappelvolle, überfüllte Hallen, in denen man sich nicht bewegen kann. Denn Bewegung war bei diesem Gig das Stichwort. Schon der Opener "No World For Tomorrow" ließ einen das Tanzbein schwingen und den Kopf gleich dazu. Unterstützt wurde Sanchezs Stimme zudem noch von 2 Backgroundsängerinnnen, die von der Tonlage wahrscheinlich auch nicht viel höher kamen als er.
    Erfreulich war auf jeden Fall, dass wieder einige Songs vom Debüt gespielt wurden, was doch eins der besseren Alben von den Jungs war. Songs wie "Delirium Trigger" durften also nicht fehlen. Etwas dürftig war allerdings die Präsenz und die Publikumsnähe. Davon war nämlich rein gar nichts zu sehen. Die Songs wurden zwar gut und professionell runtergespielt, allerdings ohne Besonderheiten. Setlist fand ich persönlich etwas kurz, aber darüber lässt sich streiten. Das Publikum kam wohl auf seine Kosten und ich auch. Zum Schluss durfte dann auch nochmal die doppelte Gittare zum Einsatz kommen bei "Welcome Home".

    Setlist:
    No World For Tomorrow
    Gravemakers And Gunslingers
    Delirium Trigger
    A Favor House Atlantic
    The Hound (Of Blood And Rank)
    The Suffering
    Feathers
    Everything Evil (Part 1)
    Devil In Jersey City
    Everything Evil (Part 2)
    Blood Red Summer
    The Running Free
    In Keeping Secrets Of Silent Earth: 3
    ————————————————————
    Welcome Home



    Fazit:
    Ein durchaus spassiger und zufriedenstellender Abend ging dann gegen 23:00 Uhr zu Ende, wobei sich eine mittlerweile so bekannte Band nicht so einen geringen Kontakt zum Publikum leisten kann. Zum Merchandise muss man sagen: Wie üblich auf Konzerten, überteuert! 20€ für jedes Shirt muss nicht sein, vor allem nicht bei dem Support Act. Sound war zudem recht dürftig, was mir normalerweise nicht bekannt war in der Markthalle und auch bei diesen Gig eher negativ in Erinnerung bleiben wird. Alles in Allem ein schöner Abend bis auf die Tatsache, dass der Koalitionsvertrag zwischen der GAL und der CDU stand, wie ich bei dem netten Herrn, der die Zeitung in der Hand hielt lesen konnte. Da sage doch einer, Metal&Rock lassen einen verdummen...
  • Top 15 *New*

    19. Mär. 2008, 23:32

    Write down your top 15 artists, then add:
    - the first song you ever heard
    - your favourite song of that artist
    - your favourite album of that artist

    1. In Flames
    - First song: Only For The Weak
    - Favourite song: Borders And Shading
    - Favourite album: Soundtrack To Your Escape
    2. Atreyu
    - First song: Right Side Of The Bed
    - Favourite song: My Fork In The Road
    - Favourite album: A Death Grip On Yesterday
    3. As I Lay Dying
    - First song: 94 Hours
    - Favourite song: Elegy
    - Favourite album: Frail Words Collapse
    4. Bullet For My Valentine
    - First song: All These Things I Hate
    - Favourite song: Seven Days
    - Favourite album: The Poison
    5. System Of A Down
    - First song: B.Y.O.B
    - Favourite song: Deer Dance
    - Favourite album: Toxicity
    6. Caliban
    - First song: The Beloved And The Hatred
    - Favourite song: Goodbye
    - Favourite album: The Undying Darkness
    7. Sonic Syndicate
    - First song: Jailbreak
    - Favourite song: Unknown Entity
    - Favourite album: Only Inhuman
    8. Rise Against
    - First song: Give It All
    - Favourite song: Prayer Of The Refugee
    - Favourite album: Siren Song Of Counter Culture
    9. 36 Crazyfists
    - First song: Bloodwork
    - Favourite song: The Heart And The Shape
    - Favourite album: A Snow Capped Romance
    10. Three Days Grace
    - First song: I Hate Everything About You
    - Favourite song: Wake Up
    - Favourite album: One X
    11. HIM
    - First song: Solitary Man
    - Favourite song: Soul On Fire
    - Favourite album: And Love Said No
    12. Stone Sour
    - First song: Bother
    - Favourite song: Reborn
    - Favourite album: Stone Sour
    13. Marilyn Manson
    - First song: Tainted Love
    - Favourite song: Target Audience
    - Favourite album: Holy Wood
    14. All That Remains
    - First song: The Air That I Breathe
    - Favourite song: Whispers (I Hear You)
    - Favourite album: The Fall Of Ideals
    15. From Autumn To Ashes
    - First song: The After Dinner Payback
    - Favourite song: Pioneers
    - Favourite album: Holding A Wolf By The Ears
  • Großer Name, kurzer Abend

    18. Feb. 2008, 9:42

    Sa., 16. Feb. – Bullet For My Valentine, Still Remains

    "Scream, Aim, Fire", das neue Album von den Jungs von BfmV überraschte wohl viele hinsichtlich des Gesangs, aber was sollte man nach einer Operation auch anderes erwarten. Trotz alledem schlug das Album auch bei alteingesessenen Fans ein und bot mal wieder Ohrwurmgaranten wie "Hearts Burst Into Fire" und die aktuelle Single "Scream, Aim and Fire".

    Die Band bot also durchaus einen Anlass auf die aktuelle Tour zu kommen, insbesondere mit einem namenhaften Support wie Skindred und Still Remains. Ach...da war jah was oder? Richtig, ein Dejavue nämlich. Genau wie bei der letzten Tour mussten Skindred die Tour aufgrund einer Verletzung des Drummers abbrechen (Instrument beim Abladen auf die Hand gefallen oder ähnliches...). Und natürlich fand sich wie bei der letzten Tour kein Support in so kurzer Zeit (letztes mal warens Protest The Hero). Doch eingefleischte Fans lassen sich natürlich nicht den Abend dadurch verderben, immerhin waren jah alle für BfmV gekommen...und einige wenige auch für Still Remains, die sich schon bei der Atreyu-Tour einen Namen gemacht haben. Man durfte also sehr gespannt sein.

    Still Remains:
    Etwas vor Beginn des Konzerts ging es auch schon los mit den Jungs, die mit ihrem neuen Album defintiv mehr Fans gewonnen haben, aber sich auch stilistisch verändert haben. Zu Beginn war aber vor allem der dröhnende Sound aufgefallen, der so nicht unbedingt vorkommt in der Großen Freiheit. Nichtsdestotrotz spielten die Jungs eine gute Show herunter mit Highlights wie z.B. "Stay Captive" oder auch ältere Songs wie "White Walls" oder zum Schluss "The Worst is Yet to Come". Stimmung war schon gut aufgeladen zu diesem Zeitpunkt und es wurde ordentlich gemosht (bitte keine Checkerantworten, die besagen, dass moshen nicht möglich sei bei solchen Konzerten :). Nach gut einer dreiviertelstunde war die Show auch schon vorbei und die Jungs verhältnismäßig gut abgefeiert. Sie konnten mich bei der Atreyu Tour aber etwas mehr überzeugen, vielleicht lags auch an dem besseren Sound im Grünspan.

    Setlist:

    ´The Serpent´
    ´Anemia In Your Sheets´
    ´Dropped From The Cherry Tree´
    ´White Walls´
    ´Dancing With The Enemy´
    ´Stay Captive´
    ´Sleepless Nights Alone´
    ´The Worst Is Yet To Come´

    Bullet For My Valentine:
    Nach mehr als einem Jahr warteten jetzt alle auf den Hauptgig des Abends. Die Waliser Jungs ließen sich allerdings eine Menge Zeit, die ca. eine halbe Stunde Umbauarbeit beanspruchte. Doch dann ging es auch schon los, leider ohne das klasse Intro aus dem Debütalbum, aber mit dem Opener "Scream, Aim and Fire", welcher sofort die Halle zum kochen brachte und die Fans zum moshen. Die ersten Songs ließen sich noch kein Handicap in der Stimme erahnen, doch dies machte sich teilweise doch stark bemerkbar bei dem Songs vom Debüt, die teilweise ganz anders rüberkamen wie z.B. "The End". Auch die Setlist liess wohl bei einigen Fans viele Fragen offen. Wo war die Singe "All These Things I Hate" vom Debüt? Der Klassiker "Cries in Vain? Der angebliche Schlusssong "Forever And Always"? Klar war wollte man möglichst viel vom Neuen Album präsentieren, aber man hätte die Show auch in die Länge ziehen können durch den Ausfall des Supports. Alles in Allem sahen die Fans eine gute Show ohne Besonderheiten und einen guten Abschluss mit dem wohl härtesten Song auf der neuen Platte "Waking The Demon". Um 21:30 wars dann auch schon vorbei und die Schlange zu der Garderobe schien endlos, sodass das Konzert für einige wohl gefühlsmäßig lang genug gedauert hat :)

    Setlist:

    ‘Scream Aim Fire’
    ‘Dissapear’
    ‘4 Words (To Choke Upon)’
    ‘Tear’s Don’t Fall’
    ‘Suffocating Under Words Of Sorrow (What Can I Do)’
    ‘Say Goodnight’
    ‘Eye Of The Storm’
    ‘Hand Of Blood’
    ‘Room 409’
    ‘Hearts Burst Into Fire’
    ‘The End’
    ‘Spit You Out’
    ‘Waking The Demon’
  • Top 15 Artist Survey

    3. Feb. 2008, 18:21

    You take your 15 top bands and write:
    a) first song you heard by them
    b) song that got you into them
    c) current favourite [as of 03-02-08]

    1. In Flames

    a) Only For The Weak
    b) Coerced Coexistence
    c) Borders And Shading

    2. Atreyu

    a) Right Side Of The Bed
    b) Ex´s And Oh´s
    c) My Fork In The Road

    3. Bullet for My Valentine

    a) Hand of Blood
    b) Her Voice Resides
    c) Deliver Us From Evil

    4. As I Lay Dying

    a) 94 Hours
    b) The Beginning
    c) Elegy

    5. System of a Down

    a) B.Y.O.B
    b) Cigaro
    c) Deer Dance

    6. Caliban

    a) The Beloved And The Hatred
    b) I Rape Myself
    c) Nothing Is Forever

    7. Sonic Syndicate

    a) Denied
    b) Double Agend 616
    c) Unknown Entity

    8. Rise Against

    a) Give It All
    b) State Of The Union
    c) Prayer Of The Refugee

    9. Three Days Grace

    a) Wake Up
    b) I Hate Everything About You
    c) Let It Die

    10. HIM

    a) Join Me
    b) Right Here In My Arms
    c) Poison Girl

    11. Stone Sour

    a) Bother
    b) Reborn
    c) 1st Person

    12. Marilyn Manson

    a) This Is The New Shit
    b) Disposable Teens
    c) Heart-Shaped Glasses

    13. All That Remains

    a) The Air That I Breathe
    b) Six
    c) Whispers

    14. 36 Crazyfists

    a) Bloodwork
    b) The Heart And The Shape
    c) Aurora

    15. From Autumn To Ashes

    a) The After Dinner Payback
    b) Pioneers
    c) Pioneers
  • Weihnachten ein wenig dunkler

    27. Jan. 2008, 0:49

    Pünktlich zur Weihnachtssaison konnte man wieder auf das deutsche Metalcore-Gespann Caliban und Heaven Shall Burn hoffen, die sich mittlerweile schon einigen Ruhm einheimsen konnten. Caliban durch "The Awakening" Album, welches sogar in den USA kürzlich erschien und Heaven Shall Burn mit der "Iconoclast" Platte. Es sollte also nichts im Wege stehen für den 25.12. in Hamburg in der kleinen, aber doch recht gemütlichen, Markthalle. Auch für bekannten Support wurde natürlich gesorgt mit der Newcomer Band The Sorrow, dem Schwedentod Sonic Syndicate und wie auch im letzten Jahr Misery Speaks, die auch schon zu dem Stammsupport zählen dürfen. Hauptaugenmerk lag an dem Abend wohl besonders auf Heaven Shall Burn, die mit dieser Tour natürlich vor allem ihr neues Album publik machen wollen.

    The Sorrow:
    Pünktlich um 19:00 betrat dann auch The Sorrow die Bühne und legten gleich mit den Songs ihres Debütalbums los und erreichten einige Zuschauer mit geshoute, welches zwischendurch von Clean-Parts aufgehellt wurde. Nach einer kurzen Spielzeit von ca. 30 min. mussten sie dann auch schon die Bühne verlassen und beendeten ihren Kurzauftritt mit "Knights of Doom". Die junge Band hat mit diesem Gig bestimmt einige Fans mehr dazugewonnen, allerdings fehlt noch eine gewisse Reife und eine klare Marschrichtung. Die Band doch insgesamt ein wenig an Bullet for my Valentine ein bisschen härter, aber nichtsdestotrotz ein gut gewählter Metalcore-Support.

    Misery Speaks:
    Weiter gings mit den Death Metalern von Misery Speaks, die mit ihrer harten Gangart bei dem recht jungen Publikum allerdings nicht wirklich punkten konnten und somit recht enttäuschend rüberkamen. Show war sauber runtergespielt mit einigen Songs vom neuen Album, was bei vielen Fans auch auf die meiste Zustimmung trifft und die auch deutlich melodischer rüberkommen als die älteren Stücke. Nach etwas mehr als einer halben Stunde verließ auch diese Band die Bühne und man konnte mit der Leistung zufrieden, wobei die Band durch ihren Stil nicht wirklich in diesen Abend gepasst hat.

    Sonic Syndicate:
    Nach dem Publikum zu urteilen, war diese Band eine der gefragtesten an dem Abend, und das lag nicht nur an dem jungen Publikum. Die Schweden konnten schon bei vielen Deutschland-Gigs Erfahrung sammeln und bretterten auch direkt ihre Songs vom neuen Album herunter ohne sich dabei blöße zu geben. Vom Debütalbum wurde mal wieder nur "Jailbreak" gespielt, der Rest war vom Neuen. Mit einer Spielzeit von etwas mehr als 50 min. konnte die Band dann mit einem überzeugendem Gig die Bühne verlassen, welcher zum ersten Mal mehr als nur die vordere Hälfte der Halle zum brodeln brachte. Es war also alles vorbereitet für den Highlight des Abends - Caliban und Heaven Shall Burn.

    Heaven Shall Burn:
    Und die Deutschen Metalcorer legten dann auch prompt los und brachten mit "Voice of the Voiceless" gleich die Halle zum kochen. Gefolgt von Songs wie "The Only Truth" und dem Kracher "Endzeit" vom neuen Album ließen sie dem Publikum keine Zeit zum entspannen machten mächtig Dampf. Die meisten Songs stammten aus dem wohl erfolgreichsten Album "Antigone", aber auch viele von "Deaf to our Prayers". Ein sehr überzeugender Gig war dann auch nach etwas mehr als einer Stunde zu Ende und die Band hinterließ auf jeden Fall einen beeindruckenden Eindruck. Mit dem neuen Album wird sich die Band sicherlich in den kommenden Jahren weiter profilieren und man spürt eine deutliche Entwicklung bei den Deutschen. Weiter so!

    Caliban:
    Die Headliner vom letzten Jahr durften also auch heute wieder als letztes spielen und man war gespannt, ob die Energie von Heaven Shall Burn beibehalten werden konnte. Und das konnte sie. Mit einer starken Setlist beeindruckte die Band nicht nur die eingefleischten Fans sondern hinterließ auch einen bleibenden Eindruck bei dem Rest. Die Clean-Vocals waren diesmal sogar deutlich hörbar und die technische Leistung war selten so gut. Es wurden auch merklich mehr ältere Songs gespielt als in vorigen Gigs wie z.B. "The seventh Soul" oder "Between the Worlds", aber Klassiker wie "The Beloved and The Hatred" fehlten natürlich nicht. Beendet wurde der Gig mit "Nothing is Forever", der schon einige Zeit nicht mehr gespielt wurde, gute Entscheidung ihn wieder in die Setlist aufzunehmen. Auch Caliban konnte sich also mit einem klasse Auftritt verabschieden, der um die 1 1/2 Stunden dauerte und mit einer guten Setlist ausgestattet wurde, aus meiner Sicht aber nicht mit Heaven Shall Burn gleichziehen konnte, die mit ihrem neuen Album alle Register gezogen haben und gleichziehen konnten mit ihren alten erfolgreichen Alben. Nicht zu vergessen der klasse Support, der wesentlich dazu beitrag diesen Abend den gewissen I-Punkt aufzusetzen, der den Abend perfekt machte.
  • Marilyn Manson 2007!!! Support: Turbonegro

    24. Dez. 2007, 20:48

    Endlich komme ich auch mal dazu eine Review zu schreiben über das Marilyn Manson Konzert vom 2.12. Ja, man siehts, schon etwas länger her, aber trotz alledem erinnere ich mich noch sehr gut an diesen Auftritt. Selten habe ich so eine volle Alsterdorfer Sporthalle gesehen wie an diesem Tag und selten ein so unterschiedliches Publikum das alte und junge Leute, sowie bunt Gefärbte und keine, hervorlocken konnte. Geplanter Beginn nach dem Ticket war 20:00 Uhr, aber wie bei jedem Konzert zu erwarten begann es erst um 20:30 mit Turbonegro.

    Turbonegro:
    Viel erwartet habe ich von dieser Band nicht, da sie mir auch in meinem Player nicht unbedingt zu überzeugen vermagt hat. Allerdings hatte diese Band eine erstaunlich große Fangemeinde mitgebracht, die altbekannte Turbojugend, die einigermaßen hohe Vertretung an diesem Tag dabeihatte. Bis auf die lustige Verkleidung von einem etwas...pardon...fülligerem Sänger und den deutschen Ansagen, wie toll die Reeperbahn doch sei, fiel die Band eher enttäuschend für mich aus. Typisch klassische (Fun?!) Punk-Mukke, die ohne große Show auskam und wo nur der Sänger ein wenig hin und herhüpfte. Songs wie "City of Satan" oder auch "I Got Errection" konnten allerdings nachwievor überzeugen durch den netten Songtext und einige konnten sich mit einem leichten schmunzeln doch noch von der Vorband ausreichend verabschieden, welche an diesem Tag eine ordentliche Show abgeliefert hatte ohne allerdings bemerkenswerte Aktionen abgeliefert zu haben.


    Marilyn Manson:
    Allmählich füllte sich die Halle endgültig und vorne war alles dicht auf dicht gedrängt. Nach langer Tourpause in Deutschland waren alle darauf gespannt wie sich der langsam alternde Marilyn Manson präsentieren würde. Nach einer wirklich sehr langen Umbaupause, welche von Disco-Musik überschattet wurde, verdunkelte sich die Halle und man sah schon die Umrisse Marilyn Mansons hinter dem Transparent, welches vor der Bühne heruntergelassen wurde. Mit dem Kracher "If I was your Vampire" wurde die Show dann gleich eröffnet und MM fuchtelte kontrolliert mit seinem "Messer-Mikro" herum. Auffallend an dem Auftritt war eindeutig die sich ständig ändernde Bühne durch z.B. einem riesigen Podium, einem überdimensional großem Stuhl oder auch durch einem herausfahrendem Bühnenteil. MM wechselte fast jedem Song seine Klamotten, die er paar Sekunden später wieder auszog. Wo da der Sinn besteht? Das weiss wohl nur er selbst. Aber MM versuchte durch diese ganzen Spielereien nicht seinen womöglichen schlechten Gesang zu verstecken. Ganz im Gegenteil, die Show strotzte nur so vor Power und MM wirkt jung wie ein 20-Jähriger. Songs wie "Sweet Dreams" und die aktuelle Single "Heart-Shaped Glasses" wurden mitgebrüllt und abgefeiert wie sonst keine. Allerdings haben auch starke Songs wie z.B. "Tainted Love" oder "This is the New Shit" gefehlt. Alles in Allem kann man sich aber nicht beschweren. Ein klasse Auftritt mit einer sehr starken Performance von MM und seinem Gespann, dass keinesfalls überschattet wurde von MM.

    Setlist: (ohne Reihenfolge)
    If I Was Your Vampire
    The Beautiful People
    mOBSCENE
    The Fight Song
    The Love Song
    Putting Holes In Happiness
    Just A Car Crash Away
    Heart-Shaped Glasses
    The Nobodies
    Irresponsible Hate Anthem
    Disposable Teens
    You And Me And The Devil Makes 3
    Sweet Dreams
    Great Big White World
    The Dope Show
    Rock Is Dead

    Fazit:
    Ein wirklich überzeugendes Konzert, wo sich das Geld gelohnt hat, auch wenn mich Turbonegro nicht wirklich überzeugen konnte. Dafür stimmte bei MM die Spielzeit, welche ca. 75 min. betrag und durchaus ausreichend war. Stimmung war sehr gut in der voll gefüllten Halle, welche sich gegen halb 11 auch wieder leerte mit zufriedenen Gesichtern.
  • Atreyu 2007!! Support: Still Remains und Engel

    27. Nov. 2007, 14:10

    Hier ist nun also mein nächster Bericht. Diesmal von aktuellen Tour von Atreyu, in Hamburg natürlich. Einlass war pünktlich um ca. 19:00 Uhr im Grünspan und ich habe es nicht geschafft eine Karte zu verkaufen, die ich noch übrig hatte, weil ein Freund kurzfristig krank wurde. Nichtsdestotrotz war ich vor allem gespannt auf die Support Bands, die mir auf CD schon zugesagt haben, vor allem Engel! Diese fingen auch schon pünktlich um 20:00 Uhr an.

    Engel:
    Eine der wenigen neugegründeten Bands in diesem Jahr, die mir wirklich zusagten. Immerhin war der eine Gittarist Ex-In Flames Gittarist, was schon einiges aussagt über die Qualität von Engel. Nicht viele Leute haben sich angesammelt um die Band tatkräftig zu unterstützen, aber trotzdem muss man sagen, dass es qualitativ ein starker Auftritt war mit einer wohl leider etwas kurzen Setlist meines Erachtens. Auf diese Band kann man in den nächsten Jahren noch gespannt sein. Ausserdem hatte ich mir erhofft das Album von Engel nach dem Konzert zu kaufen, doch der Preis von 15€ hat mich dann doch daran gehindert. So viel sollte man nun doch nicht bezahlen für ein Debüt-Album. Spielzeit war nicht sonderlich lang, ca. 30 min.

    Setlist:(ohne Reihenfolge)
    I´m The One
    Seven Ends
    Casket Closing
    Propaganda
    Scyth
    In Splendour

    Still Remains:
    Weiter gings also nach sehr kurzer, und erfreulicher, Umbaupause weiter mit Still Remains. Auf diese Band war ich am meisten gespannt, da mich einige Songs sehr angesprochen haben. Doch die Realität, bzw. in diesem Falle die Live-Qualität, zeigte was anderes. Anständig runtergespieltes Set ohne Besonderheiten und Erwähnenswertes. Zwar wurde klasse Songs wie "Dropped From The Cherry Tree", aber auch ältere wie z.B. "The Worst Is Yet To Come", gespielt, doch alles wirkte irgendwie nicht reif und die Bühnenpräsenz ließ auch zu wünschen übrig. Engel begeisterte mich da mehr! Alles in Allem waren trotzdem sehr viele begeisterte in den Mosh-Pits ausfindig zu machen und die Setlist hat das dann auch nochmal alles etwas ausgebügelt, wodurch man sagen kann, dass es kein schlechter Auftritt war, aber auch kein Bemerkenswerter. Spielzeit betrug auch ungefähr 30 min.

    Setlist:(ohne Reihenfolge)
    The Serpent
    The Wax Walls Of An Empty Room
    Dropped From The Cherry Tree
    Dancing With The Enemy
    Amenia In Your Sheets
    White Walls
    The Worst Is Yet To Come
    Stay Captive

    Atreyu:
    Nun kam also die Band, auf die wohl alle ausnahmslos gewartet haben, Atreyu. Die ersten "Emos" wurden bei schon bei der Umbaupause gesichtet und so langsam füllte es sich weiter vorne in der Halle. Allerdings wurde es nicht rappevoll und ich glaube, dass das Konzert nicht ganz ausverkauft war. Das sollte die Stimmung allerdings nicht drücken und das tat sie auch nicht. Publikum war voll dabei mit lautstarker Stimme und einigen Mosh-Pits. Setlist war sehr gut ausgewählt, es wurden sogar 5 Songs von neuem Album gespielt. Aber auch Klassiker wie "Right Side Of The Bead" oder gleich zu Beginn "Bleeding Mascara". Sound war an diesem Super und die Clean-Vocals waren sauberer denn je. Einziges Manko: Sänger(Shouter) war etwas zu leise, zumindest leiser als der Schlagzeuger(Clean-Vocals-Sänger). Nach ca. 45 min. war der Spaß auch schon vorbei, allerdings fehlte noch die Zugabe, die auch prompt folgte. Als erstes ein nettes Gittaren-Solo und zum Schluss dann das Bon Jovi Cover "You Give Love A Bad Name", welches einschlug wie ne Bombe.

    Setlist:(ohne Reihenfolge)
    Bleeding Mascara
    Right Side Of The Bed
    The Crimson
    Blow
    Lose It
    Becoming The Bull
    Two Become One
    Doomsday
    Lipgloss And Black
    Someone Standing On My Chest
    Ex's And Oh's
    Creature
    Untitled Finale
    Gitarren-Solo
    You Give Love A Bad Name (Bon Jovi-Cover mit Breakdown)

    Fazit:
    Ziemlich pünktlich gegen 23:00 Uhr ging die Show zu Ende und man war sichtlich glücklich und zufrieden mit den Abend. Support war gut gewählt und keine der beiden Bands hat enttäuscht, im Gegenteil, Engel werden mehr Fans durch diese Tour gewonnen haben. Atreyu hat diese Anerkennung schon, aber auch sie haben bewiesen, dass das neue Album einige gute Songs enthält, die sich für nächste Konzerte auch gut eignen. Leider war nicht voll gefüllt, was bestimmt eine bessere Stimmung erzeugt hätte, aber trotzdem war sie sehr gut und es hat Spass gemacht sich diese 3 Bands anzuschauen. Das nächste mal dann wieder :).