Blog

  • Tresor 27.04.2013

    22. Mai. 2013, 19:47

  • Monument #3

    16. Mai. 2013, 20:19

    http://soundcloud.com/monument-podcast/monument-03-vincent-neumann

    Monument 03 is out, and we are excited to bring you a really great and special mix from Vincent Neumann. Being a resident DJ at the Distillery (East Germany's oldest techno club) and a part wonderful Krill Music label this man knows his stuff.

    Vincent told us he had the idea for this mix a while ago, showcasing that techno isn't dependent on varying tempos to showcase different feelings. ”So basically the tempo is constantly at 130bpm (my favourite tempo in the world) and I tried to show with different tracks and grooves how one tempo can still contain a lot of different feelings and emotions. Also, I had to use a corny Black Metal intro because Norway, you know?“.

    Outside the clubbing and techno bubble he just finished a diploma thesis in psychology (Congratulations). If you want to catch Vincent playing check out Distillery, Westwerk, Elipamanoke and Sweat. He will also be back on the legendary Tresor club soon, so keep your eyes open for an epic night of pure beauty when it comes to the sounds of Techno!

    Tracklist:
    Burzum - Den onde kysten // Cyomphane
    Tom Dicicco - Dying Breed // Krill Music
    Marcel Dettmann - Factory Report II // Kontra Musik
    Psyk - Transito // Modularz
    Das Glow - Cathedrale // Institubes
    Exium - Trashflow (Jeroen Search's Machine Mix) // Nheoma
    Arnaud Le Texier & Antonio De Angelos - Hybrid (Ryan Elliott Remix) // Children Of Tomorrow
    Savas Pascalidis - Mechanic // Non Series
    Kretipleti - Freadsinit // Other Heights
    Marcel Dettmann - Unrest (Norman Nodge Remix) // Ostgut Ton
    Kevin Gorman - Velvet // Mikrowave
    Peter Van Hoesen - Defense Against The Self // Time To Express
    Cio D'Or - Goldbrokat // Prologue
    Mike Parker - Inversion 6 (Donato Dozzy Remix) // Geophone
    Samuli Kemppi - Seeker // Balans
    Pfirter - Ahora (Jonas Kopp Remix) // Mindtrip
    SP-X - X-5684 // Time To Express
    J. Tijn - Squirtle Squad // Pennyroyal
    Anno Stamm - A Triangular Patch Of Lip // All City
    Traversable Wormhole - Eternalism // CLR
    Benny Rodrigues - Woest // Figure
    Zadig - TTRXL // Deeply Rooted House
    Shed - Another Wedged Chicken // Ostgut Ton
    Manzel - Manzel 002 D // Manzel
    Surgeon - those who do not // Dynamic Reflection
    Aiken - Second Balance // M_Rec
    Conforce - Last Anthem // Delsin
    Jonas Kopp - Anklad // Krill Music
    Reeko - 17.3 // Mental Disorder
    Dadub - Death (Lucy Remix) // Stroboscopic Artefacts
    Dimi Angelis & Jeroen Search - Oneprox (S100 Remix) // A&S
    MMM - Nous Sommes MMM // MMM
  • Im Rausch der Symmetrie

    9. Apr. 2013, 15:42

    Wie schreibt man über etwas das seit mehreren Jahren das eigene Leben bestimmt ohne dabei total unverständlich zu werden und in abgehobene Sphären zu geraten?
    Ich versuch es trotzdem meine Leidenschaft für Techno möglichst schnörkellos und verständlich zum Ausdruck zu bringen.

    Meine Leidenschaft für Techno ist meine derzeitige Zwischenstation auf der stetigen Suche nach der großen musikalischen Liebe.
    Ich war schon an vielen Orten. Pop, Grunge, Punk Rock, Hardcore, Deutschrap, Amirap, Metal, Avantgarde, Indie, Post-Rock, Drum n Bass, IDM, Breakcore, Ambient, House. Aber irgendetwas zog mich nach einer Weile immer weg von dem Ort an dem ich eine Weile verweilte.
    Ich habe früher oft versucht mich kosmopolitisch in alle möglichen Musikrichtungen hin zu orientieren, wollte immer auf dem aktuellsten Stand sein, mitreden können, Anschluss suchen und Zugehörigkeit finden. Ich hatte die Visions im Abo, surfte täglich auf laut.de, plattentests.de sowie der Hipsterhochburg Pitchfork und war Stammgast in jedem Leipziger Musikgeschäft wo man sich Sachen anhören konnte (den Verkäufern vom Schall & Rausch, WOM, Müller und Saturn bin ich sicherlich nach einer Weile auf den Senkel gegangen da ich zwar immer Stapel von CDs durchhörte, aber maximal zwei Exemplare davon im Monat erstehen konnte).
    Ich ging regelmäßig auf Konzerte von den gerade gehypten Bands (sofern es das Portemonnaie zuließ, denn Hype hieß immer ein saftiger Preisanstieg) und verglich geduldig meine Meinung über neue Alben mit denen der professionellen Rezensenten. Dazu muss ich sagen, dass es eine Zeit lang mein inniger Berufswunsch war, Musikjournalist zu werden denn nichts erschien mir logischer als die zwei zu dem Zeitpunkt größten Leidenschaften, Musik und Schreiben zu verbinden. Aber ich fand nie wirklich dieses Gefühl anzukommen oder frei von Zwang ich selbst sein zu können. Ich befand mich auf einem Scheideweg. Ich wusste beim Weggehen zu Hardcore-Shows immer „Diese Musik gefällt mir nicht mehr“, aber ich wusste nicht was ich sonst machen sollte. Ich fühlte mich verloren und orientierungslos. Es gab ein riesiges Meer an Musik vor mir aber ich wusste nicht wohin ich steuerte, nur dass ich mir insgeheim einredete „Doch, das ist toll, das hören deine Freunde!“ und so sehr versuchte etwas an der Musik zu finden, die in mir aber meistens gar nichts auslöste, außer Indifferenz. Und das ist das Todesurteil für Musik in meinen Augen, wenn sie nicht mal so etwas wie „Das finde ich kacke“ evoziert, sondern einem total egal ist. Einer der schwersten Schritte in meinem noch jungen Leben war es also, mir einzugestehen, dass ich nicht auf Konzerte zu gehen brauche, wenn es mich frustet, die Musik langweilt, mich die aufgesetzten Leute ankotzen und ich eher eine Fresse ziehe als mich gut für mein knappes Geld zu amüsieren. Ich ging locker mindestens ein Jahr meines Lebens auf viele Shows, wohlwissend dass mich das oberflächliche Tough Guy Getue und die immer gleichen Black Flag Tribute-Songs, die natürlich als der heißeste Scheiß herhalten mussten, zu Tode langweilen würden. Von den ganzen Vergangenheitsromantikern möchte ich erst gar nicht sprechen. Ich wusste auch, dass ich bei den Dem-heißesten-Scheiß-Nachjagern nicht glücklich werden konnte. Weder mit der Musik (die streckenweise irgendwie okay war), noch bei den verkrampften „Ich bin cooler als du und geb einen Fick auf alles, obwohl ich ja extraviel Geld vom Bafög-Höchstsatz für eine Hose ausgebe damit sie richtig schön abgefuckt aussieht.“ Mackern.

    Irgendwann ließ ich dann los und ich orientierte mich neu. Komplett.
    Das musikalische Universalgelehrten-Streben, das „Immer bei allem mitreden wollen und bescheid wissen“ habe ich also nun, da ich Techno für mich entdeckt habe, komplett aufgegeben. Vielleicht werde ich in ein paar Jahren, wenn ich ein neues Genre noch inbrünstiger liebe als ich es derzeit mit dieser Musik tue, über diese Zeilen peinlich berührt grinsen (eigentlich kann vom Snob-faktor nur noch Jazz oder Klassik folgen), aber im Moment kann ich beruhigt feststellen, dass es musikalisch noch nie etwas gab, das mich so sehr befriedigt und ausgefüllt hat wie elektronische Tanzmusik der direkteren Art.

    Nichts macht mich in so kurzer Zeit so fröhlich, wie zuhause an meine CD- und Platten-Spieler zu gehen, die neuesten Tracks ineinanderzumischen und durch den Rhythmusstrudel in einen anderen Zustand gehievt zu werden. Es ist ein Gefühl, als würde man in einen endlosen warmen Mahlstrom hineingesogen und sich wie ein Fisch im Wasser zwischen pulsierenden Entitäten gefahrlos hin- und herbewegen. Jeder der schon einmal in der Mitte der imposanten Berghain-Tanzfläche an der Stelle stand, an der sich die 6 majestätischen Lautsprecher kreuzen, wird das Gefühl des "Komplett-darin-Aufgehens" kennen (und unweigerlich vermissen) wenn er diese Zeilen liest. Wenn man nur noch vereinzelte Fragmente von anderen Menschen im schummrigen Stroboskoplichtgewitter sieht, welches die alle Körperregionen durchdringenden Bass-donnerschläge nur noch weiter betont, ist es, als würde man sich bei Bewusstsein auflösen und aufhören ein einzelner Teil zu sein, sondern sich als zu etwas ganzem dazugehörig fühlen. Einer Familie, die darin vereint ist, keine Fragen zu stellen, sondern sich der eigenen Ektase hinzugeben, ohne dabei etwas in Frage zu stellen oder Steine der möglichen Deutungen umzudrehen, nur um gähnende Leere darunter vorzufinden.
    Eine endlose anonyme gleichmäßig zuckende Masse die sich permanent verändert. Das, was im tollen Buch „Der Klang der Familie“ festgestellt, wurde ist heute eine Selbstverständlichkeit. Ging es noch zu Zeiten von Disco darum, möglichst schön selbstdarstellerisch die neuesten Moves für alle sichtbar auf der Tanzfläche vorzuführen, oder (noch früher) im Tango mit einer Tanzpartnerin für eine gewisse Zeit etwas vorher geübtes vorzuführen und potentiell den Partner fürs Leben (die Nacht) zu finden, ist das befreiende an dieser modernen Tanzkultur, dass alle gemeinsam tanzen, und dabei doch jeder für sich ist. Niemand ist gezwungen, sich auf jemanden festzulegen, oder zu binden. Man kann umherspringen wie freie Radikale im Raum. Ob ich in der Mitte des Dancefloors die Fäuste ballen will oder mich in einer Ecke an einen der hinteren Lautsprecher pressen will, alles kann, nichts muss. Ich kann einer Frau schöne Augen machen und weiter an meinem Gin Tonic nippen, ich kann zum DJ gehen und mich erkundigen, was gerade gespielt wird, Ich kann tun und lassen was ich will und ich bin nicht auf andere angewiesen, denn ich habe stets das Gefühl, auch wenn ich nicht neben jemandem tanze, bin ich doch nie einsam sondern umschlossen von Gleichgesinnten, wie eine Biene in einem Stock, die zwar nie ihre Königin gesehen hat, aber weiß, dass sie und alle um sie herum aus dem gleichen Grund da sind.
    Wenn ich mich auf Parties beim Smalltalk mit der gewöhnlichen Reaktion auf meinen Musikgeschmack konfrontiert sehe („Techno? Sowas wie Scooter? Hä das ist doch voll monoton und sinnlos."), geht mir das mittlerweile nicht mehr so ans Herz, wie früher, als ich gerade frisch verliebt war in die Musik und sie teilweise bis aufs Blut verteidigte, wie ich das früher bei Burzum – Hvis lyset tar oss machte, weil ich dachte, Varg Vikernes wäre nicht einfach ein antisemitischer Holzfäller aus Norwegen, sondern der wahrhaftige Heiland aus Bergen. Heute erwidere ich auf „Techno-ist-doof“-Platitüden aber einfach nur noch zwei Dinge. "Techno ist nicht monoton, sondern symmetrisch.“ Weil ich weiß dass man für Techno eine ganz andere Ansichtsweise benötigt als wenn man sich das neueste Mumford and Sons Album gibt.
    Das zweite was ich dann meist sage ist: „Techno ist auch nicht sinnlos sondern frei von leeren Versprechen."
    Leere Versprechen wie, dass hinter der 38. gehypten britischen Indieband wirklich das neue Rockzeitalter beginnt. Oder, dass Rap noch etwas anderes sagen kann außer Dinge, die schon mindestens 50 Alben davor schon zum Ausdruck gebracht wurden und sich entweder in umspannendem Prollrap windet oder sich an dreist oberflächlicher Gesellschaftskritik abmüht. „Hey, rettet die Umwelt“ hat ungefähr so viel Diskriminationsfähigkeit wie „Vergewaltigung ist doof.“ Und Prinz Pi ist auch nicht tiefgründig, weil er über Illuminaten rappt. Das macht ihn eher so doof wie Prisonplanet.org Besucher und Ron Paul Unterstützer.
    Techno ist keine Enzyklopädie, die man studieren muss, um sie vollkommen genießen zu können, sondern ein Gefühl, vielleicht auch eine geistige Haltung gegenüber dem was Musik ist, sein kann und für einen selbst tun oder erreichen soll. Norman Nodge meinte mal in einem Interview mit Little White Earbuds auch dementsprechend, dass Techno nicht etwas ist, was man lernen oder verstehen soll, sondern ein Gefühl, das man immer stärker empfindet, je mehr man sich diesem Genre widmet oder sich damit auseinandersetzt. Henning Baer sekundiert das in der tollen Dokumentation Paris – Berlin mit dem Statement „It helps me to discover more about myself.“ Und in diesem Satz steckt unglaublich viel Wahrheit. Es ist eine Sache sich hinzusetzen und bei einer 2 Sekunden Melodie zu denken „Die ist cool!“, das ganze aber auf 6 Minuten auszuweiten und dabei noch spannend, kreativ und tanzbar zu halten/finden ist ein Prozess den viele Außenstehende wahrscheinlich nie als etwas so hartes begreifen werden, wie es ist. Vom dazu tanzen ganz abgesehen. Nur weil ich mal fünf Minuten zu einem Lady Gaga Track feier heißt das nicht dass ich Kirmestechnoliebhaber bin. Technohörer wissen, aufgrund der simplen Struktur und Instrumentierung, oft sehr genau, was sie mögen und was nicht, was für sie funktioniert und was total unbrauchar ist (bei mir gehen z.B. Vocals und Sirenen gar nicht, Hihats und Tool-Charakter sind dagegen sehr fein). Und dadurch erfährt man jede Woche wieder etwas neues über sich, bei neuen Stücken, neuen Übergängen, neuen Abenden.
    Bei dieser Musik braucht man die Stücke auch nicht kennen und es gibt meistens auch keine auswendig zu lernenden Texte sondern ein simpler Beat reicht aus, der alle vereint, der sich für alle gleich anhört, für alle gleich schnell ist und zu dem sich alle gleichzeitig bewegen können. Diese Musik besteht aus Tracks und Tools, nicht Songs und Alben und wahrscheinlich braucht man auch eine andere Erwartungshaltung gegenüber dem, was ein Stück Musik für einen persönlich bewirken soll. Techno soll nicht die Welt verändern oder tolle lyrische Perlen hervorbringen. Techno soll in einem selbst einen Prozess in Gang setzen. Techno funktioniert in erster Linie durch die Symmetrie und, besonders beim Weggehen, über das Fühlen der Musik in der Magengrube.
    Techno ist der vertonte Ouroboros, ein in sich geschlossener Kreis der Rhythmen und Töne, ohne Anfang und Ende. Wie ein endloser gleichbleibender Strom, mal härter, mal sanfter, mal schneller, mal langsamer, aber immer vorwärts, immer weiter. In Techno gibt es keine Songs, sondern Tracks, die sowohl für sich alleine stehen können, als auch für ein Puzzleteil das sich an andere Tracks mal mehr, mal weniger gut anfügt. Und so ist wohl auch ein großer Teil der Magie dieses Genres das rituelle Anhören neuer Releases pro Woche, während dem man sofort überlegt, welche Stücke einen an einen bestimmten anderen Track erinnern, was wann in der Nacht am besten passen würde, was mit welchem anderen Stück von vor drei Monaten super ineinander laufen würde usw.

    Eins der zentralsten Dinge, die mir bei Indie und generell Musik mit Texten mehr und sauer aufstieß, war die oft krampfhafte Suche nach Sinn hinter den Texten oder ästhetischen Komponenten verbunden mit der Musik. Nach langer Suche stand aber oft alleine die schmerzliche Erkenntnis da, dass das, was oft von vielen als tiefgründig, gehaltvoll und sowieso mega-anspruchsvoll tituliert wird, entweder schon mal da war, oder nur eine hohle Aneinanderreihung oberflächlicher Worthülsen und Stilelemente war. Ist Kanye West – My beautiful dark twisted fantasy wirklich ein Meilenstein wie Pitchfork ihn hochlobt oder nicht einfach eine Momentaufnahme eines größenwahnsinnigen Egomanen der gut produzieren aber dafür nur unterdurchschnittlich gut rappen kann? Sind Tocotronic wirklich die Heilsbringer der deutschsprachigen Musik oder ist das nicht einfach Musik für Deutsch-LKler und Menschen die sich freiwillig Kohlhaas durchlesen um sich eine Stufe besser und über anderen fühlen zu können?
    Die letzte große Revolution der Musik war vielleicht auch ihre bis dato simpelste. Ging es noch früher darum, möglichst künstlerisch alles auszudrücken, seiner Sache Gehör zu verleihen und aktuelle Themen aufzupicken, ist in einer Zeit, in der schon längst alles gesagt oder auf irgendeine andere Art verbreitet wurde, die Redundanz von Worten oder vielmehr Themen so selbstverständlich wie die Langeweile in den Alben von James Blake oder The XX. Wie passend dass die Dame von zeit.de, die diese Gruselscheiben reviewet, auch gerne ausufernd über Parfum schreibt. Beides bleibt an der Oberfläche und verfliegt nach wenigen Stunden wieder ohne im Kopf hängen zu bleiben.

    Techno macht einem in der Hinsicht erst gar nichts vor. Es gibt keinen Dresscode, keine Rituale die auf kein vorgefertigtes Ziel hinführen und keine komplexe „Agenda“. Es gibt nur das Grundgerüst des 4/4 Taktes das sich seit 30 Jahren wie ein Korsett immer wieder in neuen Trends und Stilen wiederfindet. Mit der (und hier scheiden sich die Geister) primitiven oder direkten Aufforderungen, dazu zu tanzen.

    Ein großer Teil der das Phänomen Techno ausmacht ist dementsprechend auch das gemeinsame Erlebnis im Club mit Freunden, Fremden und anderen Teilnehmern. Während man früher auf Konzerte ging die oft von einem abwürgenden Stop-and-go geprägt waren (Band spielt 2 Songs, Ansage, 3 Songs, Ansage, 3 Songs, Applaus, Zugabe) gibt es das nicht in der endlosen Nacht im abgedunkelten Carpe Noctem Tempel. Wenn ich n meinem Lieblingsclub Distillery, dem Herzen der ostdeutschen Clublandschaft, auflege, komme ich meistens dann an, wenn die Party schon eine Weile geht und verlasse den Laden wieder wenn ich fertig bin. Nicht mit meinem Set sondern mit meiner Energie. Niemand, der wegen der Musik da ist, möchte früher als nötig gehen, genauso wie niemand möchte dass Menschen den eigenen Geburtstag absichtlich nicht beachten. Man kann die unangenehmen Geschöpfe, die nur wegen dem möglichen Sex da sind recht schnell ausfindig machen und tunlichst meiden.
    Die ganze Zeit, die man spielt, geht es darum dieses Zusammengehörigkeitsgefühl aufrecht zu erhalten, nicht sich selbst als Star oder Kopf des ganzen zu profilieren. Ob wir zusammen zu Psyks detailverliebten monotonen Variationen im Strudel versinken oder zu Surgeon die Zähne fletschen, wir tun es gemeinsam, synchron. Niemand macht einen auf Superstar, im Nebel verschwimmen die Grenzen zwischen ich, du, wir und ihr. Nina Kraviz hat in dem Video von Resident Advisor, Between The Beats, treffend formuliert, dass während man auf der Bühne steht, das ganze eine wunderbare Illusion ist. Du stehst oben, alle Augen sind auf dich gerichtet, du kommst dir vor wie der Häuptling eines geheimen friedlich lebenden Stammes mit flacher Hierarchie, wie die Ewoks oder Wookies bevor mal wieder ein Krieg ausbricht. Du bist der Kopf der Familie und alle lieben dich. Aber dann, wenn du hinabsteigst, nach 2 oder 3 oder 6 Stunden, in deinem Hotelzimmer alleine abhängst oder backstage mit Freunden chillst, dann ist alles vorbei. Du gehst an die Bar und wenn du kein großer Name bist, erinnert sich keiner an dich. Dann ist das Gefühl weg und du kommst dir unglaublich klein und unwichtig vor, obwohl du erst wenige Momente davor der Lenker des Beatstroms und einer ganzen Masse von Individuen warst. Die Party geht ohne dich weiter. Vielleicht braucht dich die Party auch überhaupt nicht, da alle nur zu diesem dämlichen monotonen Gehämmer rumstampfen was dir in Momenten, in denen du nicht weiterweißt, wie Schuppen von den Augen fällt, wenn jemand mal wieder nonchalant deine Opfer für diese ganze Sache mit „Is doch nur Musik“ kommentiert. Ja, es ist Musik. Aber es gibt wohl kaum etwas so alltägliches, das für so viele Menschen gleichzeitig so einen elementaren und selbstverständlich riesigen Teil ihrer Selbst ausmacht, wie „nur“ Musik. Und dementsprechend ist es einerseits klar, dass dich vielleicht nicht unbedingt der Dancefloor braucht, denn der Beat läuft immer weiter. Er ist aber um einiges besser aufgehoben mit dir als Teil davon.
    Manche bleiben auch in dieser Illusion, wie Nina sie bezeichnet hat, des Publikumdompteurs gefangen und denken sie wären auch außerhalb des Clubs eine Macht, die Hunderte von Menschen gleichzeitig kommandieren kann, was natürlich nicht stimmt, da all das, was man als DJ tut, ein Nischendasein für ein Nischenpublikum ist. Das ist allerdings auch die Gefahr die im Clubbing für DJs liegt, man kann nicht sein ganzes Leben in einem Fluß schwimmen, man muss auch mal rauskommen und andere Dinge tun als sich Illusionen hinzugeben. Ich würde mein Leben gerne in einer Balance halten, wovon Techno, bzw. Musik einen großen Teil ausmacht, aber nicht den alles bestimmenden. Wenn ich in die Clubs meines Vertrauens gehe, sehe ich genug gescheiterte Gestalten, die nichts anderes mehr haben, außer dem Wochenende, die sich statt für ein Leben als Teil einer funktionierenden Gesellschaft für eine endlose Nacht ohne Licht-An entschieden haben. So viel Klarsicht habe ich dann doch noch.

    Disco Nihilist hat, paraphrasiert, ausgedrückt, dass die Musik Techno für Leute, die nicht alleine nach hause gehen wollen, die einfach saufen wollen, jemanden für eine Nacht finden wollen, ihre Triebe abladen und am nächsten Tag wieder ihr unglückliches Leben weiterführen werden, als kleinster gemeinsamer Nenner fungiert. Deswegen ähneln auch immer mehr Charthits den üblichen House- und Technoinstrumentierungen. Die Musik braucht nicht viel um sie zu verarbeiten, jeder kann zum 4/4 mitklatschen während Andy Borg irgendeinen neuen Patriotenhit anmoderiert. Für diejenigen unter uns, für die das aber mehr ist, als bloße Bums- und Saufhintergrundmusik, sondern schon Teil unserer Identität und (wie in meinem Fall) unseres Lebens, gibt es eigentlich nichts unpassenderes, als jemanden zu der Musik klarzumachen, da wir uns nun mal nur auf die Musik konzentrieren wollen. Das ist wie wenn ich einer Frau aus einem Buch vorlese, nicht weil ich das Buch oder die Frau liebe, sondern weil nur weil ich sie ficken will. Das ist schäbig und nicht fair gegenüber ihr und schon gar nicht gegenüber der Musik. Wenn ich tanzen gehe, dann gehe ich tanzen, da können mir noch so viele Frauen schöne Augen machen, ich spreche sie nie an, ich will nicht labern sondern mich dem Gefühl widmen. Deswegen bin ich auch froh, dass beispielsweise die Berghaintanzfläche einen gefühlten Flirtfaktor von -3000 hat. Ich habe auf dem Dancefloor unten noch nie Leute mehr als 10 Sekunden miteinander labern sehen, hallo? Warum auch? Zum labern, flirten, ficken geht man hoch in die Panne oder in die Darkrooms, auf der Tanzfläche heißt es Kopf nach unten und versinken. Und dementsprechend widern mich auch die Menschen an, die in einen Club gehen ohne zu wissen wer wann spielt, oder noch nicht mal wissen, wer da spielt. Das ist wie wenn Zehntklässler zu einer Physik-Tagung auftauchen weil sie gehört haben es gibt ein cooles Buffet. Genau so wie die Leute die es nur nutzen um sich mit irgendwelchen Drogen vollzuknallen, völlig egal was da im Hintergrund für eine Musik läuft.

    Natürlich habe ich auch schon diverse Drogen zu mir genommen, das Drogending ist etwas über das man nicht gerne spricht, aber was immer wie ein feiner Schleier über der Dancefloorszenerie hängt. Das habe ich aber nie getan, um irgendwelche total krassen Halluzinationen zu erleben, oder eine Nahtod-Erfahrung zu erfahren, sondern immer nur um länger durchhalten zu können. Ich wollte nicht, dass das Gefühl, das man inmitten der anderen Menschen, die auch nur wegen der Musik da sind, aufhört, es so lange wie möglich herauszögern, noch nicht nach hause, wo es voll von leeren Versprechen und Eintönigkeit ist. Ich wollte nicht wieder hinaus, dort wo der Strom stoppt, wo die hohlen Phrasen herrschen, wo die Langeweile als etwas spannendes und wichtiges verkauft wird, oder wo ich etwas fühlen soll obwohl ich nichts spüre. Ich bin auch ein entschiedener Gegner von Locations wie dem Katerholzig wo Menschen, die kein Techno hören, sondern nur ficken wollen, hingehen um sich ordentlich die Birne wegzuklatschen und sich dann gegenseitig für ihren erweiterten Realschulabschluss und ihre 3 Gramm Ketamin im Körper feiern. Darum geht es nicht und das schadet allen, am meisten den Usern selbst.

    Ich habe bisher viel darüber geschrieben dass es bei Techno keine Enttäuschung gibt, wenn man sich ihm widmet, zumindest keinen Schlag in die Magengrube wie wenn ein Mädchen einem sagt dass sie in jemand anderen verliebt ist, oder wenn man liest dass sich die Lieblingsband plötzlich aufgelöst hat.
    Die einzige Enttäuschung die es bei Techno gibt, ist wenn der Beat nicht mehr läuft, das Gefühl für einen Moment verschwindet. Und dafür bin ich dann nach der Enttäuschung doch dankbar, denn jede Party endet mal, das weiß ich mittlerweile und ich bin weiß Gott nicht der Typ der kein Ende finden will oder kann. Und das nächste Wochenende kommt doch sowieso.
    Und ich habe Angst davor, mit dem Produzieren der Musik anzufangen. Angst, dass ich wieder eine Enttäuschung erlebe, wie wenn man feststellt ,dass man die eigene Lieblingsband doch nicht mehr so knorke findet, wie noch vor einem halben Jahr. Jede größere Anschaffung für Musik habe ich genau durchdacht und mich dabei immer gefragt „Aber was wenn dir das ganze in ein paar Monaten nicht mehr gefällt? 3000€ für’n Arsch!“. Ein Wunder, dass ich den ganzen Kram jetzt doch zuhause stehen habe. Ich habe Angst, dass wenn ich all die Musik bis ins kleinste Detail auseinandernehme, sich der rosarote Filter über der Musik verzieht und ich nur noch Mathematik und Zahlen statt Zauber und Geheimnisvollem sehe. Musik produzierende Freunde meinen allerdings der Zauber verfliegt nicht, er wird einfach ein anderer. Ob ich das möchte, diesen mich seit Jahren fesselnden Zauber durch einen anderen eintauschen, weiß ich nicht. Wahrscheinlich spätestens dann wenn mir „nur“ djen zu langweilig wird (wobei das in absehbarer Zeit allerdings auch nicht passieren wird.

    Und in dem Moment, in dem ich darüber schreibe, dass man, im Gegensatz zu Tango, bei Techno keinen festen Tanzpartner braucht, wird mir auch klar, dass das ein Sinnbild für unsere Generation der hypervorsichtigen ewigen Singles ist. Ja nicht auf einen festlegen, sich alle Möglichkeiten aufhalten und erstmal gucken wie der Abend noch so wird. Wenn das nicht postmodern as fuck ist, dann weiß ich auch nicht.
  • Ellipse Music #15

    25. Mär. 2013, 13:50

    Jules from Berlin based label Ellipse Music asked me to do a podcast for their series, which I happily did.
    ~90 minutes of life-affirming ish for the floor.

    http://soundcloud.com/elipse-music/elipse-music-podcast-15

    Szare - Volya // Idle Hands
    Tom Dicicco - Identity // Semantica
    Answer Code Request - Reflected // Answer Code Request
    Ben Gibson - Siphon (Thomas Hessler Reconstruction) // CLFT
    Adriana Lopez - Estructura // Modularz
    Mathias Woot - SWD (Psyk Dubbed Out Remix) // EarToGround
    Cassegrain - Turn Aside // Prologue
    Xhin - Hunters // Token
    Dadub - Death (Lucy Remix) // Stroboscopic Artefacts
    Voices From The Lake - Reptilicus // Geophone
    Skudge - Möbius // Indigo Area
    Savas Pascalidis - Interlock (Maan Remix) // Sweatshop
    Sandrien - Haters (Marcel Fengler Remix) // Wolfskuil
    Robert Hood - Drive (The Age Of Automation) (Phase Nocturnal Mix) // Music Man
    Ilario Alicante - Echosides (Markus Suckut Remix) // Pushmaster
    Rod - Malmok Three // Klockworks
    Various Artists - Reference 02 B // Reference
    Ben Sims - Psychosis // Drumcode
    Matt Saderlan - The Catcher // Krill Music
    Philippe Petit - Condemned // Knotweed
    Joe Cocherell - Poptones // Frozen Border
    Skudge - Man On Wire (Marcel Dettmann High Key Version) // Skudge Records
    Shifted - The Cold Light (Sektor C) // Avian
    Exium - The Unexpected 1 // Nheoma
    Northern Structures - Session 1 // Sonic Groove
    Oscar Mulero - To Convince For The Untruth // Warm Up
  • do/nothing exclusive #25

    25. Dez. 2012, 17:15

    http://official.fm/tracks/LStr

    A resident of the oldest prestigious club of East Germany, the Distillery, delivers his mix for do/nothing on the day of Catholic Christmas. Inside the mix he covers a wide range of techno, diverse like the life itself. Merry Christmas!

    Резидент старейшего престижного клуба восточной Германии the Distillery доставляет своей микс для do/nothing в день католического Рождества. И в нем он охватывает широкий спектр техно, разнообразного, словно сама жизнь. Счастливого Рождества!

    Tracklist:
    Marcelus - Friction // Deeply Rooted House
    Pfirter - Multiverse (Markus Suckut Remix) // Mindtrip
    Bleak - Stamina // Traut Muzik
    Henning Baer - Multicore // Krill Music
    Skudge - Fingers // Nonplus
    Alien Rain - Alienated 1A // Alien Rain
    Rrose - 23 Lashes // Eaux
    Mike Parker - Gunma Forest (Original Version) // Geophone
    Ben Klock - Under Pressure // Klockworks
    Shifted - Subject Matter // Syndrome Z
    Marco Zenker - Stressin Neighbour // Ilian Tape
    Silent Servant - The Strange Attractor // Hospital Productions
    Solenoid - Feathermen // Graphene
    Psyk - RDMN // Mote Evolver
    Szare - Uprising // Frozen Border
    Alexander D'niel - Tetroid // EarToGround
    Opuswerk - c1(M) // Knotweed
    Session Restore - Void (Maan Remix) // Rauh
    Woo York - Void (Truncate Remix) // Mutex
    Samuli Kemppi - Escape // Komisch
    Abdulla Rashim - Endasilasie 3 // Abdulla Rashim Records
    Go Hiyama - Farnsworth House // Token
    Jonas Kopp - Resdel (Perthil & Aerts Remix) // Authentic Pew
    Peter Van Hoesen - Decoder // Time To Express
    Reeko - Lynx // Pole
    Marcel Fengler - Frantic // Ostgut Ton
    Polar Inertia - Major Axis // DEMENT3D
    Abstract Division - Deformation (Norman Nodge Remix) // Dynamic Reflection
    Ventress - AVN002 B1 // Avian
    Cassegrain - Hyena // Prologue
    Surgeon - As You Breathe Here Now // Semantica
    Marcel Dettmann - Tattered // Marcel Dettmann Records
  • Faster, Harder, Token

    1. Aug. 2012, 15:17

    http://soundcloud.com/fasterhardertoken/faster-harder-token/s-Jay4R

    Hello again, my last tribute mix ( Year of the Kopp by Kopp Is King) received a lot of praise and I feel like it's time for a new one. The link between Jonas Kopp and Token Records is actually quite simple. Months before the actual event I was told by Espen, one of the label heads of Krill Music, that Jonas would perform a liveset at the end of May at Berghain. Immediately I knew that I had to be there, no matter what. I didn't care at all about the artists surrounding him, how could they even match with him?
    Then the full line-up was revealed and I still didn't care. "Eh, Token? Only heard a couple of releases, too fast & blunt for my liking." But then Phase - Binary Opposition appeared, charted by Luke Slater, hailed by countless DJs I had been a fan of for quite some time (Dettmann, Developer, Klock, Peter Van Hoesen, Shifted, Jonas Kopp himself...), heard on countless floors on countless nights out (then still without knowing what it was). So I thought "Aight Imma check this whole thing out."
    I was blown away. Not only that the two tracks immediately captivated me, they also made me explore the whole discography of Token with all these hidden treasures like Dimitri Andreas - Tiger, Inigo Kennedy - DLR, Sub Space, Nitro and many others. I've been eagerly awaiting every Token release since the beginning of the year and have not regretted buying all of these fantastic records so far. The Token labelnight at Berghain was one of the best nights I've spent there yet with a flawless lineup (Tama Sumo, Jonas Kopp, Phase, Inigo Kennedy, Henning Baer, Kr!z) and it was a pleasure meeting Kr!z and Phase (and of course Jonas :)). This mix features one track off each release on the label thus far, not in achronological order but picking up the pace (one of the things I really love this label for now). All hail Token.

    Inigo Kennedy - Quagmire
    Inigo Kennedy - The Shard (Marcel Dettmann Remix)
    Xhin - Asymmetric Four
    Phase - Dome Argus
    CTRLS - Socket
    Phase - Binary Opposition (Process 1)
    Dimitri Andreas - Tiger
    Phase - Binary Opposition (Ben Klock Process)
    Grovskopa - Sex And Violins
    Radial - Déjà Vu
    Makaton - Safety Word
    Go Hiyama - Tokyo View
    Phase - At First Light
    Oscar Mulero - Seven Kinds Of Sin
    Phase - Fragmenta
    Arrestar - Thoughts & Emotions
    Phase - Subtext
    Sub Space - Nitro
    Phase - The Hyperorganism
    Phase - Morodem (Floor Mix)
    Inigo Kennedy - DLR
    Inigo Kennedy - Revenge
    Inigo Kennedy - Filaments
    Inigo Kennedy - The Territory
  • Year of the Kopp

    23. Dez. 2011, 19:43

    http://soundcloud.com/koppisking/year-of-the-kopp

    This is my tribute to Jonas Kopp. Few musicians have touched me with their output as much as he has, especially in 2011. The way he utilizes some almost forgotten tools to spice up the flow, builds tension and gives you unmatched reliefs is truly unique in a time where it's hip to go to Berghain or other rougher techno venues without having a clue who is playing what and why. Jonas has passed the test of hime, his tracks never sound dated or "out of style", they're straight but never clumsy, pulsating but never over-the-top, mysterious but never puzzling,sapid but never sucking up to please you. I'm pretty sure I've played at least one track by him at every dj gig I've had thus far which tells you a) how much I love his output and b) how well fitting most of his tracks are. The hardest thing is to resist the temptation of only playring productions by him during a set. That's why I'm doing a mix only with my favourite tracks & remixes of him. Starting with a few classics things pick up pretty quickly from then. Good for working out or having rough sex to.

    Jonas Kopp - Verde Rio // Bperfect
    Jonas Kopp - Dangerous // Curle
    Jonas Kopp - Deliric // Curle
    Jonas Kopp - Michigan Lake // Ostgut
    Jonas Kopp - In My Soul // Traut
    Gary Beck - Standing On My Foot (Jonas Kopp Synth Remix) // Sleaze
    Jonas Kopp - Z Reticulus // Ilian Tape
    Arnaud Le Texier - Ingredients (Jonas Kopp Salt Remix) // Children Of Tomorrow
    Falko Brocksieper - Galahad (Jonas Kopp Remix) // Interpull
    Wandler - Get Together (Jonas Kopp Get Alone Remix) // Kumquat
    Perc & Metalogic - M Cargo (Jonas Kopp Remix) // Sleaze
    Pablo Denegri & Mekas - Chakal (Jonas Kopp Remix) // Igloo Digital
    Inigo Kennedy & Isodyne - Lagrange Point // (Jonas Kopp Argatian Remix) // Stroboscopic Artefacts
    Jonas Kopp - Nibirus // Enemy
    Jonas Kopp - Orion // Ilian Tape
    Jonas Kopp - Anklad // Krill
    Radiohead - Packt Like Sardines In A Crushd Tin Box (Jonas Kopp Berghain Packt 6 AM Mix) // CDR
    Jonas Kopp - Cloned Krishna // Greener Records
  • Melt! für Zuhause

    17. Jul. 2009, 11:26

    Tag 1

    French House / Indie Dance / Nu Disco

    http://b.tinyurl.com/swetlana

    Nightriders - End of time (Xinobi remix)
    Sedat - Feel inside
    Thomas Bangalter - Spinal scratch
    Hey today! - Wonderman
    Shazam - Luckier (Hey today! remix)
    Cicada - Falling rockets (Moulinex remix)
    Knightlife - Crusader
    Bloc Party - One more chance (Alex metric remix)
    Friendly fires - Skeleton boy (Grum remix)
    Futurecop! - Eyes like the ocean
    Justin Faust - Capri spinoff
    Miami Horror - Bellevue
    Vampire Weekend - The kids don't stand a chance (Chromeo remix)
    The faint - The conductor (Thin white duke remix)
    Beni - my love sees you (DerDieDas Remix)
    Fischerspooner - We are electric (Hot chip remix)
    The tough alliance - Neo Violence (Shazam remix)
    Plastique de reve - Resist
    Vicarious bliss - Limousine
    Grafton primary - She knows it (Kap10kurt remix)
    Fred Falke - Last wave
    Jean Moustache - M.I.L.F. paradise
    Goon & Koyote - Wellness is wild (Dre Skull remix)
    Midnight Juggernauts - Into the galaxy (Chateau marmont remix)
    K.I.M. - B.T.T.T.R.Y.
    Pharmacy of sound - Fkn problem is
    Dynamic rockers - With music
    Leonardus - Twist
    Together - So much love to give
    8otto - 1977 (Tacteel 'Naoshima' Remix)
    Michael Jackson - P.Y.T.


    Tag 2

    Bester Mix den ich je machte

    http://bit.ly/3DnLA7

    Dead Prez - Hip hop (Diplo Remix)
    Feadz - Cold as feadz
    Bugz in the attic - Don't stop the music (Switch remix)
    Dance Area - AA 24/7 (Noob remix)
    Bart Bmore - Bingo Players get up (Diplo remix)
    DJ Class - I'm the shit feat. Kanye West (Remix)
    CLP - Ready or not
    Goon & Koyote - Wellness is wild (Dikulous Zulu remix)
    Feel Good productions, Fish & Chips - Bouncing in draut (DONS & DBN remix)
    Devone - Energy (Voltron edit)
    Tommy Sparks - I'm a rope (Yuksek remix)
    Boys Noize - Jeffer
    Funkwerkstatt - Standwaage (AC/OT Remix)
    Fukkk offf - Black phantom
    Major Lazer - How I like it (Kid Kaio & Rowel Sinester remix)
    Lorcan Mak - Gypsy bum
    L-Vis 1990 - United groove
    Mixhell - Highly explicit (Brodinski remix)
    Shameboy - Rechoque (Fukkk offf remix)
    Dre Skull - I want you (Bobmo remix)
    Malente - Music forever
    TC Crew - Once beats (Cosmic Kidz edit)
    Sound Factory - Good time
    Trinidad - Philly the blunt (Frankie Felicianos Cuera smoked a big one mix)
    Tony B! - Wacky
    Livn' Joy - Dreamer
    Orgasmic - Feels like Saint Tropez
    Bag Raiders - Turbo love (Shinichi Osawa remix)
    autoKratz - Always more (Shadow Dancer remix)
    Dave P & Adam Sparkles - Delaze (Strip Steve's 9 Minutes Journey To Salvation Mix)


    Tag 3

    http://tinyurl.com/lbxxfa

    Tech House / Minimal / Gerummse am Ende

    Tiga - Hot in herre
    Tiga - Shoes (Noob remix)
    Dave P & Adam Sparkles - Tuesday's gone
    Renaissance man - Haarlem
    Renaissance man - What is Guru (Riva Starr Remix)
    Solo (UK) - Congaloid
    Zombie Disco Squad - The Dance
    Gutterpunk - Up 2 11 (The Yank Remix)
    Momma's boy - Give it up
    Harvard Bass - 81
    Zombie Nation - Mystery meat affair (Shadow Dancer Remix)
    Steve Angello & Laidback Luke - Be (Laidback Luke Rave edit)
    DJ Rush - Motherfucking bass (Popof Remix)
    Les cerveaux lents - Sunshine (I.Y.M. Remix)
    Lucky Charmes & Kid Kaio - Plain dots
    Jesper Dahlbäck - Master circuit
    Lorenz Rhode - Motor Cortex (Minimow & Solo (UK) Remix)
    Toro Y Moi - Left alone at night (Pink Skull Remix)
    My favorite robot - All my circuits
    Popof - Elektric Circus
    Peaches - Lose you (Brodinski & Yuksek Remix)
    NTO/NTO - Monkey's hug (Lützenkirchen Remix)
    Jokers of the scene - Acidrod (Brodinski "Acidbrod" Remix)
    Dre Skull - I want you (Alex Gopher Remix)
    Surkin - Radio Fireworks (Cold Blanks 808 Remix)
    Kid Kaio - We don't give a fuck
    Silvio Ecomo & Chuckie - Moombah (Afrojack Remix)
    Federico Franchi - Cream
    D.I.M. & TAN - Lyposuct (Noob remix)
    Marshall Jefferson - Move your body


    Sleepless floor

    Hier geht alles, Ghetto, Porno, Commodo(re 64)

    http://tinyurl.com/montl2

    Mr. Oizo - Positif (Vektorkat Remix)
    Da Mongaloids - Spark da meth (Bangin like a benzi mix)
    Rico Tubbs - Bmore Dominator
    Buzzthrill - Everybody in the house (Get some mix)
    Carl Hanagan & My Digital Enemy - Leyenda (Bass Kleph remix)
    Filthy Dukes - Messages (Burns Terradome remix)
    Magik Johnson - Stick 'em
    Hijack - Party people
    Sedat the turkish avenger - Genesis
    Solar Heights - No Trace (Popof remix)
    DJ Mehdi - I am somebody (Switch remix)
    Yuksek - Extraball (CKs 90 Hip House remix)
    P. Diddy - Bad boy for life (La Mode's Bad motherfuckers fuckup)
    Boys Noize - Starter
    Zombie Nation - The fact (Milano remix)
    Designer Drugs - Back up in this (Nadastrom remix)
    Rambrandt - Alarm
    Fischerspooner - The best revenge (Autokratz righteous retribution mix)
    Proxy - Dance in dark
    D.I.M. & TAI - Lyposuct
    Danger - 88:88 Stage 3 the club (Danger edit)
    Zombie Nation - Worth it (Arveene & Misk Remix)
    Petula Plansch - Egal (Daniel Dexter Remix)
    Ric E. - Der Weg des Mondes (Stereofunk remix)
    Marc O'Tool - The music's got me (Frank Eikam Dub Mix)
    Mr. Long & Frauenarzt - Getunte Autos
    Super Mal & Phonat - Pixelated
    Like Woah! - Discombobulator
    Phonat - Set me free (Extended mix)
    The Kills - Cheap and cheerful (SebastiAn remix)
    L-Vis 1990 - Come together
    Alphabeat - 10,000 Nights (Yuksek & Brodinski Remix)
    Siriusmo - High together


    Chillige Rückfahrt

    http://tinyurl.com/n3aseb

    Siriusmo - Gummiband
    Krazy Baldhead - Sweet night
    Knightlife - All systems (Nile Delta Remix)
    Das Glow - I wanna wake up with you
    Breakbot - Stereo Provolone
    Chromeo - Cross the dancefloor (Treasure fingers remix)
    The Faint - Battlehymn for children (Tensnake remix)
    Mod.Civil - Einfachheit gewinnt (Markus Fürstenberg remix)
    Luther Vandross - Never too much (Odahls K-Love remix)
    Worship - Lights (The Dome part III)
    Maethelvin - Lost in big city
    Lorenz Rhode - Antidote
    Pelifics - Forever
    College - Fantasy park (Moulinex remix)
    Futurecop! - Class of 1984 (Anoraak remix)
    p e a c e FIRE - Sapphire (Grum remix)
    Starpoint - Wanting you (Romeo erotic remix)
    Futurecop! - Tonite's hero
    Goon & Koyote - Wellness is wild
    Allure - Champagne
    Yuksek - So down
    Cobra Dukes - Airtight (Aeroplane dub)
    Shazam - Pool Party (Headman remix)
    Van She - So high (Jacuzzi killers remix)

    Fini.
  • A dream setlist

    13. Jun. 2008, 13:30

    For Venetian Snares



    Fuck Off
    Mutant Cunt Sniffer
    Pink + Green
    Pwntendo
    Fuck Toronto Jungle
    Sajtban
    Husikam Rave Dojo
    Einstein-Rosen Bridge
    Vache
    Abomination Street
    Edgewood Park
    Banana seat girl
    Vokeheads
    Swindon
    Doormouse Megamix
    Aanguish
    Choprite
    Dollmaker
    Szycag
    Befriend a childkiller remix
    Winnipeg is a frozen shithole
    Where's bill
    Frictional Nevada
    Gentleman
    Hajnal
    Ghetto body buddy
    Plunging Hornets
    Integraation
    Cobra Commander
    Epidermis
    Hand Throw
    Absolute smakatrosmic
    Duffy
    Die Winnipeg die die die fuckers die
    Children's limbo
    Szamár Madár
    Make Ronnie Rocket
    Pygmalion
    Remi
    Második Galamb
    Winnipeg is fucking over
    Circle Pit

    Encore:
    My half
  • lalala mix etc

    10. Apr. 2008, 10:09

    Sooo I started fooling around with a mixer (BCD 3000) and some dj programs on laptop (Traktor/Deckadance/Virtual DJ) and I really got into it. I now do some regular mixes with music that I hope will get people dancing or nodding rhythmically at least.

    This is my latest mix, it even has some sort of crossovers!

    Shoutout to Lesly / Casca for the huge cover artwork!!


    Get it here

    Datenaufbereitung II bestanden wtf

    Surkin - White Knight Two
    Xinobi - BMX (Moulinex Remix)
    Hostage - Ruthless
    BoBmo - Freak Me
    Run DMC - My Adidas (Pilotpriest Remix)
    Redial - 45 Overdrive
    Knightlife - AMBOBOP
    Strip Steve - Skatin'
    Feadz - Numanoid
    MSTRKRFT - Bounce (feat N.O.R.E. - extended version)
    The Presets - My People (D.I.M. Remix)
    Run Seven - Diamonds
    Kissy Sell Out - Gonna Make You Mine (Kissy’s Ghetto Fabulous Remix)
    Sta - In Living Colour (D.I.M. Remix)
    Bucketheads - The Bomb


    Feel free to listen and give feedback (: