BACIO DI TOSCA – Hälfte des Lebens

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8. Mär. 2010, 19:57

Zugegeben: Gedichte klassischer Bauart von längst begrabenen Dichtmeistern als Grundlage für das eigene musikalische Tun zu nehmen, ist nicht eben die frischeste Idee in der Musikwelt. Wer sich zurück erinnert, dem fallen da sicherlich beispielsweise Projekte ein, die sich dem Werke eines Rainer Maria Rilkes widmeten oder auch eines Hermann Hesses. Kann man also hier noch punkten, wenn man mit Musik an den Start geht, die im gleichen Gewässer fischt? Ja kann man. Bacio di Tosca tun es auf ihrem aktuellen Album “Hälfte des Lebens” bereits zum wiederholten Male.



Wenn man sich die bisherigen Verschmelzungen klassischer Dichterkunst mit (oftmals zeitgenössischer) Musik anschaut, dann stellt man fest, dass es oft irgendwelche populären Stimmen (etwa die bekannter Sänger oder Schauspieler) sind, welche die Texte möglichst markant vortragen, untermalt von mehr oder weniger unaufdringlichem Gedudel.

Bacio di Tosca, in erster Linie bestehend aus Mezzosopranistin Dörthe Flemming, geht da einen anderen Weg. Natürlich, auch hier dienen Gedichte von Friedrich Hölderlin, Heinrich Heine oder auch Eduard Mörike als inhaltliche Grundlage. Aber der Unterschied liegt in der Musik: bei einer Mezzosopranistin liegt es natürlich nahe, dass selbige ihre Texte auch singend zur Hörerschaft transportiert. Und da Soprangesang nun einmal naturgemäß vor allem im klassischen Bereich anzutreffen ist, verwundert es dann auch nicht weiter, dass Bacio di Tosca auch auf ihrem zweiten Album Neo-Klassik auf Elemente des Dark Wave treffen lassen.

“Hälfte des Lebens” ist demnach auch kein Partyalbum, nichts für [...]

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http://www.madgoth.de/4026/reviews/bacio-di-tosca-haelfte-des-lebens
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