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Ballad for the Unborn
16. Jun. 2008, 12:51
Ich bin immer wieder fassunglos, wie sehr es mich trifft, wenn Menschen sterben, die ich persönlich eigentlich gar nicht kenne: im Oktober 2006 Paul Hunter - junger, begabter und beliebter Snookerspieler - , in diesem Januar Heath Ledger - ohne Worte - und gestern Esbjörn Svensson - 44 Jahre junger schwedischer Jazzpianist, der mit seinem Trio ganz weit vorne war in der Jazzszene, und zum Beispiel zusammen mit Nils Landgren und Viktoria Tolstoy einige Alben gemacht hat.
Aber irgendwie glaube ich sie doch zu kennen, ein wenig. Heath Ledger und Paul Hunter habe ich oft genug am Bildschirm gesehen, um von ihrem Können überzeugt zu sein. Und Heath Ledger hat ja genug von sich selbst in die Rollen eingebracht - siehe "Candy" und "Brokeback Mountain" -, dass man bei ihm immer wieder das Gefühl hat, hinter die Rolle blicken zu können.
Bei Musik ist das ähnlich wie bei der Schauspielerei - man gibt sehr viel von seiner Persönlichkeit hinein, da scheint auch der Mensch hinter dem Klang durch. Und genau dann mag ich die Musik. Das Esbjörn Svensson Trio hat unter anderem viele meiner Zugfahrten zu fantastischen Filmen werden lassen, in denen auch Nebel und Regen und dunkler Himmel wunderschön werden...
Tja, und dann kam heute eine Mail bei mir an mit dem bezeichnenden Betreff "...", die mir gesagt hat, dass er nie wieder eine Taste auf dem Klavier anschlagen wird. All diese Musik in seinem Kopf werden wir nie zu hören bekommen. Auch wenn er schon einige wunderschöne Alben gemacht hat, da wäre noch so viel Schönes und Neues und Bemerkenswertes herausgekommen.
Wäre er doch nur an Stelle von Till Brönner am Freitag nach Leipzig zum Bach On Air auf dem Augustusplatz gekommen, vielleicht wäre das dann alles nicht so passiert. Aber das stand sicher nicht mal zur Verhandlung. Und ein vielleicht bleibt ein vielleicht. Argl.
Aber irgendwie glaube ich sie doch zu kennen, ein wenig. Heath Ledger und Paul Hunter habe ich oft genug am Bildschirm gesehen, um von ihrem Können überzeugt zu sein. Und Heath Ledger hat ja genug von sich selbst in die Rollen eingebracht - siehe "Candy" und "Brokeback Mountain" -, dass man bei ihm immer wieder das Gefühl hat, hinter die Rolle blicken zu können.
Bei Musik ist das ähnlich wie bei der Schauspielerei - man gibt sehr viel von seiner Persönlichkeit hinein, da scheint auch der Mensch hinter dem Klang durch. Und genau dann mag ich die Musik. Das Esbjörn Svensson Trio hat unter anderem viele meiner Zugfahrten zu fantastischen Filmen werden lassen, in denen auch Nebel und Regen und dunkler Himmel wunderschön werden...
Tja, und dann kam heute eine Mail bei mir an mit dem bezeichnenden Betreff "...", die mir gesagt hat, dass er nie wieder eine Taste auf dem Klavier anschlagen wird. All diese Musik in seinem Kopf werden wir nie zu hören bekommen. Auch wenn er schon einige wunderschöne Alben gemacht hat, da wäre noch so viel Schönes und Neues und Bemerkenswertes herausgekommen.
Wäre er doch nur an Stelle von Till Brönner am Freitag nach Leipzig zum Bach On Air auf dem Augustusplatz gekommen, vielleicht wäre das dann alles nicht so passiert. Aber das stand sicher nicht mal zur Verhandlung. Und ein vielleicht bleibt ein vielleicht. Argl.