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Der Begriff „Power Pop“ wurde angeblich zum ersten Mal von Pete Townshend von The Who benutzt, als er sich 1967 bezüglich des Stils seiner Band folgendermaßen äußerte:
“Power pop is what we play — what the Small Faces used to play, and the kind of pop the Beach Boys played in the days of ‘Fun, Fun, Fun’ which I preferred.”
„Wir spielen Power Pop — das, was die Small Faces früher gespielt haben, und die Art von Popmusik, die die Beach Boys in den Zeiten von ‚Fun, Fun, Fun‘ gespielt haben, was mir besser gefiel.“
– Pete Townshend
Neben den bereits genannten Beach Boys und The Who gelten The Kinks, The Move und vor allem die Beatles als musikalischer Ursprung des Power Pop, auch die Everly Brothers spielten Mitte der 1960er Jahre bereits einen als Power Pop kategorisierbaren Musikstil. Auch Bands der 1970er Jahre wie The Easybeats, Badfinger, Big Star und The Raspberries wurden nachträglich dem Powerpop zugeordnet.
Bis etwa 1978 erfuhr der Power-Pop-Begriff keine sonderliche Verbreitung, bis er von Musikjournalisten wieder aufgegriffen wurde, die ihn als Euphemismus für poppigere Punk-Gruppen verwendeten, um Punk in kommerziellere Bahnen zu lenken. Zu dieser Zeit wurden Künstler wie Elvis Costello, Dave Edmunds, Nick Lowe, aus dem direkten Punk-Umfeld stammende Bands wie Rich Kids und Buzzcocks ebenso wie Protagonisten des Mod-Revivals wie The Jam oder The Vapors als Power Pop bezeichnet. Auch bei der Kleidung dieser Gruppen zeigte sich häufig der Einfluss der Mod-Szene oder der British Invasion mit ihren einfarbigen Anzügen, schmalen Krawatten und Kurzhaarfrisuren. Einige Bands, wie die Romantics, fielen allerdings auch durch New-Wave-Haarschnitte und Leder-Outfits auf.
Mit seiner Eingängigkeit schaffte es der Power Pop zu einem der sich am längsten haltenden Trends innerhalb der Popmusik zu werden. Er übt noch heute großen Einfluss auf viele Gruppen aus, in so unterschiedlichen Genres wie Indiepop (Teenage Fanclub), Alternative Rock (The Cardigans, The Dandy Warhols, Fastball, Maxïmo Park), Pop-Punk (Bowling for Soup, Good Charlotte, Jimmy Eat World, Simple Plan, Weezer) und Britpop (Babyshambles, The Libertines, Supergrass).
Die Gruppe Green Day bekannte sich dazu, seit ihrem Album 21st Century Breakdown einen vollen Genrewechsel von Punk hin zu Power Pop vollzogen zu haben.
Bearbeitet von BadBaboon am 13. Mär. 2013, 19:04
Quellen
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Power pop