Biografie

The Legend of Zelda (jap.: ゼルダの伝説 Zeruda no densetsu), kurz Zelda genannt, ist eine populäre Videospiel-Serie.
Seit 1986 sind bislang dreizehn Titel exklusiv für Nintendo-Konsolen erschienen. Zelda gilt mit über 52 Millionen verkauften Einheiten als die bisher erfolgreichste Action-Adventure-Reihe. Der dabei erfolgreichste Teil der Reihe, The Legend of Zelda: Ocarina of Time, verkaufte sich 7,6 Millionen Mal und neben diversen Auszeichnungen wurde es auch ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen, nämlich als das Spiel mit den meisten Vorbestellungen in seinem Erscheinungsjahr 1998.

In der Mischung aus Rätseln, Action, Haupt- und Nebenaufgaben, gepaart mit interessanter Handlung und guter Spielbarkeit liegt in den Augen von Fans und Fachpresse die außergewöhnliche Faszination der Zelda-Spiele.

Allgemeines

Der Spieler übernimmt die Rolle eines meist blonden, in grüne Gewänder gekleideten Helden, dessen Name - offiziell wird er Link genannt - zu Spielbeginn frei wählbar ist. Dieser muss, mit Schwert und Schild ausgerüstet, die fiktive Welt Hyrule (oder in anderen Spielen Städte) vor verschieden gearteten Bedrohungen retten. In einem Großteil der Spiele ist es dabei Links Aufgabe, die titelgebende Prinzessin Zelda aus den Fängen des niederträchtigen Ungeheuers Ganon (oder dessen humanoider Form Ganondorf) zu befreien, das sich des Triforce, eines göttlichen Relikts von ungeheurer Macht, zu bemächtigen sucht.

Musik

Koji Kondo ist, abgesehen vom zweiten Teil, The Adventure of Link, seit dem ersten Spiel der Komponist und Hauptverantwortliche für die Musik in der Reihe und damit auch maßgeblich an dem Erfolg der Soundtracks beteiligt.
Ähnlich wie die Super-Mario-Reihe verfügt die Zelda-Reihe über ein wiederkehrendes, hier abenteuerliches Hauptthema. Es wird in der Regel auf den Konsolentiteln eingesetzt, um das Spielgeschehen auf der Oberwelt zu begleiten. Für Ocarina of Time und Twilight Princess wurden eigene Oberweltthemen komponiert.
Musik aus Zelda-Spielen wurde auf diversen Konzerten aufgeführt, unter anderem in Tokio, Leipzig (Spielemusikkonzert), Stockholm und Detroit.
Seit dem dritten Zelda-Titel (A Link to the Past) spielt Musik auch eine spielmechanische Rolle. So ist es möglich, durch den Einsatz von musikalischen Instrumenten und Melodien schnelle Reisemöglichkeiten auf der Oberwelt zu nutzen, die Umweltbedingungen zu verändern oder andere spielrelevante Ereignisse auszulösen. Beispiele hierfür sind in Ocarina of Time die namensgebende Okarina oder der − ebenfalls namensgebende − „Taktstock des Windes“ (engl.: „Wind Waker“) in The Wind Waker.

(Kult-)Status

Aufgrund ihrer Kontinuität konnte die Spielserie über die Jahre hinweg eine wachsende Fangemeinde aufbauen und pflegen. Dabei half auf der technischen Seite die ständige Integration zahlreicher alter und neuer Genretechniken der Genres Adventure und Computer-Rollenspiel zu einem neuen Werk, wie die immer der aktuellen Konsole angepassten technischen Möglichkeiten. Die zahlreichen Auszeichnungen der einzelnen Spiele sind kennzeichnend für eine fortwährende Qualität der Serie. So erlangte Zelda über die eigentliche Fangemeinde hinaus positive Bekanntheit und Anerkennung.

Da Zelda ausschließlich auf Nintendo-Konsolen erschien (bis auf drei Titel die 1992 auf dem Philips CD-i erschienen sind, siehe „Weitere Zelda-Spiele“) und nicht wie zum Beispiel Mario in Automatenspielen einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung stand, ist die Reihe außerhalb der Nintendo-Gemeinschaft weniger bekannt. Sie genießt unter Nintendo-Spielern Kultstatus, außerhalb dieser Gemeinschaft genießt sie jedoch trotz hoher Anerkennung einen nicht ganz so hohen Stellenwert.

2005 bekam die Hauptfigur Link einen Stern auf dem Walk of Game.

Spiele

Bisher ist für jede Nintendo-Konsole mindestens ein eigenes Zelda-Spiel erschienen und fast jeder Teil erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Da die Hardware älterer Zelda-Titel in der Regel im Handel nicht mehr erhältlich ist, erschien bisher für beinahe jeden Serienableger mindestens eine Umsetzung für ein aktuelleres System. Mit der Markteinführung der Konsole Wii ist durch die Virtual Console auch die Möglichkeit geschaffen worden, Spiele als Roms zum (kostenpflichtigen) Download anzubieten.

Philips CD-i

Neben Nintendos originalen Zelda-Spielen veröffentlichte Philips drei Zelda-Spiele für sein CD-i-System: Link: The Faces of Evil, Zelda: The Wand of Gamelon und Zelda’s Adventure. Philips veröffentlichte alle drei Spiele, deren Lizenzen im Rahmen eines Vertrages zur Entwicklung eines CD-ROM-Laufwerks für das Super Nintendo (welcher scheiterte) erteilt wurden, relativ unabhängig von Nintendo. Alle drei waren eher Misserfolge, was nicht zuletzt auf die großen inhaltlichen und qualitativen Unterschiede zu anderen Titeln der Serie zurückzuführen ist.

Nintendo Game & Watch

Zelda Game & Watch wurde 1989 veröffentlicht. Gespielt wurde es auf einem aufklappbaren Game & Watch mit 2 Displays. Das Ziel des Spiels bestand darin 8 Drachen zu töten um die Prinzessin befreien zu können. Im Rahmen der Nintendo Mini Classics wurde es neu aufgelegt. Es ist auch als Belohnung in der Game & Watch Gallery 4 für GBA enthalten.

Vermarktung und Bezüge außerhalb der Serie

* Der Protagonist Tingle des Spiels Freshly Picked - Tingle’s Rosy Rupeeland, welches für Nintendo DS am 14. September 2007 erscheinen soll, hat seinen Ursprung in der Zelda-Reihe.
* Der Lightgun-Controller-Aufsatz für die Wii-Konsole, Wii Zapper, wird mit der Software Link’s Crossbow Training (deutsch: Links Armbrusttraining) ausgeliefert. Dieses Spiel wird auf Twilight Princess basieren. Der Spieler wird gradual Schießübungen gegen unbewegte, bewegte und angreifende Ziele meistern müssen.

Zelda-Uhr

Die LCD-Wristwatch wurde von Nelsonic im Jahre 1989 hergestellt. Dies war eine normale Armbanduhr, die ein Mini-Zelda-Spiel enthielt. Dies hatte allerdings keinen Erfolg und verschwand nach Kurzem wieder.

Referenzen in anderen Videospielen

* In der Kampfspiel-Reihe Super Smash Brothers treten einige Charaktere aus The Legend of Zelda als spielbare Charaktere auf. Ferner sind manche Items und Kampfschauplätze aus Zeldaspielen entnommen, beziehungsweise daran angelehnt.
* Link ist als Spielfigur in der GameCube-Version von Namcos Prügelspiel Soul Calibur II verfügbar.
* In Super Mario RPG kann man Link schlafend in einem Gasthaus vorfinden.
* In Donkey Kong Country 2 steht Link bei dem Aufrufen eines Heldenstatus-Menüs auf einem Podium. Im Nachfolger, Donkey Kong Country 3, wird Link in einem Dialog erwähnt.
* In World of Warcraft kann man einen Gnom mit Zipfelmütze namens Linken antreffen. Von diesem kann man auch Linkens Bumerang und Linkens Meisterschwert erhalten, zwei weitere Anspielungen auf regelmäßig in der Zelda-Reihe vorkommende Items, sowie mehrere Quests (z.B. das Verschieben eines Grabsteins, um an ein Item zu kommen, ähnlich A Link to the Past) mit weiteren bekannten Items und (z.B. Bumerang, Schlüssel und Karte, die in jedem Zelda-Dungeon zu finden sind).
* In WarioWare: Smooth Moves für Wii gibt es Minispiele, die Szenen/Szenarien aus verschiedenen Zelda-Titeln nachspielen.
* In Final Fantasy 1 ist auf einem Grabstein „Hier ruht Link“ zu lesen.
* In der Modifikation Defense of the Ancients für das Computerspiel WarCraft 3 gibt es ein Item mit Namen „Aghanim’s Scepter“. In The Legend of Zelda: A Link to the Past heißt der böse Zauberer, der Zelda gefangen hält, Agahnim. Ein weiteres Item in dieser Modifikation heißt „Linken’s Sphere“. Die Beschreibung des Items lautet: „This magical sphere once protected one of the most famous heroes in history.“ (aus dem Englischen übersetzt: „Diese magische Kugel beschützte einst einen der berühmtesten Helden der Geschichte“). In A Link to the Past schützt eine Kugel (englisch sphere) Link vor der Verwandlung in einen Hasen.

The Legend of Zelda im Fernsehen

* Es gibt eine 13-teilige Zeichentrick-Fernsehserie, die inhaltliche Elemente aus den ersten beiden Spielen aufgreift: Im Land Hyrule versucht der Hexenmeister Ganon, Besitzer des Triforce der Kraft, das Triforce der Weisheit an sich zu bringen. Ihm stellen sich Prinzessin Zelda und der junge Link in den Weg. Weitere Elemente, die aus den Spielen übernommen wurden, sind Links Schwert, das einen Energiestrahl abfeuern konnte und Ganons unterschiedliche Truppeneinheiten. Dagegen waren Links Begleiterin, eine kleine Fee, sowie die Charakterzüge von Link (stark selbstbewusst und immer auf einen Kuss der Prinzessin aus) und Zelda (hochmütig, eingebildet) in den Spiel-Vorlagen nicht vorhanden. Die Serie wurde im Rahmen der Super Mario Brothers Super Show 1989 erstmalig in den USA ausgestrahlt.
* Daneben gibt es vier Cameo-Auftritte von Link und Zelda in der Cartoon-Serie Captain N, in der sich auch andere Nintendohelden der 8 Bit-Ära ein Stelldichein geben.
* Einer der Protagonisten in der Zeichentrickserie Drawn Together ist ein elfen-ähnlicher Videospielcharakter namens Xandir P. Wifflebottom, eine Anspielung auf den spitzohrigen Link.

Trivia

* Namensgeberin der Prinzessin ist Zelda Sayre Fitzgerald, die Frau des amerikanischen Schriftstellers F. Scott Fitzgerald. Shigeru Miyamoto, der fast alle Titel der Reihe produzierte, wählte den Namen seines Klangs wegen.[8]
* Die spitzen Ohren vieler Wesen und Bewohner des Zelda-Universums sind darauf zurückzuführen, dass einer der Designer ein großer Fan von Mr. Spock aus der Serie Raumschiff Enterprise war.
* Der Schauplatz zu The Legend Of Zelda, das Reich Hyrule, entsprang der Fantasie Kensuke Tanabes, einem Mitarbeiter Nintendos, der nach eigenen Angaben in seiner Jugend gerne Geschichten schrieb und diese in Hyrule ansiedelte.

Bearbeitet von Wulfenlord am 6. Okt. 2007, 17:42

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