Biografie

Vince Staples ist ein US-amerkanischer Rapper, geb. 2. Juli 1993 aus Long Beach, Kalifornien (USA).

„As a kid all I wanted was to kill a man / Be like my daddy’s friends, hopping out that minivan, gesteht Vince Staples in goldenen Boom Bap-Kopfnickertrack „Nate“ im Frühjahr 2014.

Aufgewachsen in L.A. – unter anderem in Compton und Long Beach – interessiert sich Vince wenig für Musik und Hip Hop. Im Gegensatz zu Bushido und seiner „Ich war nie ein Rapper“-Attitüde war es Staples tatsächlich lange Zeit nicht. Die ganze Familie, ja das ganze Umfeld dealt und verübt Verbrechen.

„Alle, wirklich alle, waren in Gangs aktiv. Selbst die anständigen, spießigen Typen. Das ist das große Missverständnis. Leute denken immer, du musst ein Baggy-Pants-Hoodie-Banger sein, aber Menschen werden oft von jenen ruhigen Vögeln erschossen, denn die haben bekanntlich am meisten Angst. Also drehten alle ihre Gang-Dinger. Ich tat es, mein Vater tat es, meine Mutter tat es und alle meine Brüder auch“, erzählt er im Interview mit dem Complex-Magazin.

Im Juli 1993 im kalifornischen Long Beach geboren wechselt Vince die Schulen, schlägt sich, doch entkommt im Gegensatz zu Bruder und Vater immer wieder der Hood. Ein Ritt auf der Rasierklinge. Aus Spaß beginnt er, zu rappen - und, um auch weiterhin nicht zu tief im Drogenstrudel zu versinken.

Er lernt über Mike G und Earl Sweatshirt die Odd Future-Posse kennen. Als ihn seine Eltern auf die Straße setzen, zieht er bei Produzent Syd tha Kyd aus dem Umfeld eben jener Truppe ein.

Trotz einiger Gastauftritte im Umfeld der Wolf Gang wird Vince mit dem Crew-Gedanken nie so richtig warum. „Ich bin seit jeher auf mich alleine gestellt und hatte nie das Gefühl, unbedingt zu Odd Future gehören zu müssen. Ich bin auch kein Fan von Gruppen, denn es geht dann immer nur darum, wer der Anführer ist“, stellt er klar.

Es verwundert daher nicht, dass er des Öfteren mit Tyler – eben dem Anführer - aneinander gerät und 2011 mit dem Mixtape-Debüt „Shyne Coldchain Vol. 1“ folgerichtig den Alleingang wählt. Es folgen weitere Tapes, darunter „Winter In Prague“ und „Stolen Youth“. Der Durchbruch gelingt aber erst im Februar 2014 - mit dem zweiten Teil von „Shyne Coldchain“ und besagtem „Nate“-Track.
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Who is Vince Staples?

Das Complex-Magazin klärt auf.
http://www.complex.com/music/2013/10/who-is-vince-staples/gang-banging
Feature bei Hip Hop DX

„Ich wollte nie ein Rapper sein.“ Tja, blöd gelaufen!
http://www.hiphopdx.com/index/news/id.27979/title.vince-staples-i-don-t-like-rapping-with-people-at-all-

Mit Vince Staples wird die Rap-Szene mit frischem Blut infundiert. Seit der 21-Jährige aus Long Beach 2011 sein erstes Mixtape veröffentlichte, wächst seine Fan-Base stetig. Die Musikpresse überschlägt sich mit Lob für den Rapper, so beschrieb ihn beispielsweise die Musikseite Pitchfork als „No-Bullshit-MC“. Wen wundert’s – Vince redet in seinen Songs schließlich nicht lange um den heißen Brei.
Vince Staples veröffentlicht Debüt-Album „Summertime ‘06“

„Die Geschichten sind so erzählt, als ob man live dabei wäre, als ob sich das alles gerade erst abspielen würde“, berichtet Vince Staples. „Ich wollte einfach diese Energie einfangen, dieses Gefühl, in einer derartigen Umgebung aufzuwachsen, schließlich ist das vollkommen neu für die meisten Menschen, weil sie selbst ganz andere Sachen erlebt haben.“ Einen ersten Vorgeschmack auf Staples Debüt-Album „Summertime ‘06“ gibt seine mit Future und Snoh Aalegra aufgenommene Single „Señorita“. Der von Christian Rich produzierte Track überzeugt vor allem durch seine gewaltige Hook. Über einem extrem düsteren, von Klaviereinlagen getragenen Beat berichtet der Rapper, was den Menschen in seiner Hood wirklich etwas bedeutet. Das Video dazu seht ihr hier:

Bearbeitet von Best_of_Album am 2. Jul. 2015, 14:04

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