Biografie

Triarii ist ein Einmann-Musikprojekt aus dem Genre des Martial Industrial, dessen Name sich von den Elitesoldaten der römischen Schlachtordnung, den Triariern, herleitet. Für die Musik zeichnet Christian Erdmann verantwortlich, der bei Konzerten von Axel Frank und Volker Neumann unterstützt wird. Neumann ist Betreiber des Labels Eternal Soul Records, über das die Tonträger von Triarii erscheinen. Charakteristisch für den Stil des Projekts ist der pathetisch-erhabene Klang der Musik und der Einsatz von Samples. Erdmann selbst steuert nur vereinzelt (stark verzerrten) Gesang bei; sein Ziel sei es laut eigener Aussage, „irgendwann in vollkommener Megalomanie aufzugehen“.

Nach längerer musikalischer Vorarbeit stieß Christian Erdmann mit dem künstlerischen Gesamtkonzept Triarii 2004 beim Berliner Musiklabel Eternal Soul auf Wohlwollen. Dort erschien alsbald die erste Single Triumph, die bereits den klassischen Martial Industrial-Klang aufwies: „Auf der einen Seite monoton-ryhthmische [sic!] Atmosphäre, majestätisch und düster, auf der anderen eine eingängige Collage, die sich ausgiebiger Sprachsamples bedient“.

Mit Ars Militaria erschien im Folgejahr neben der zweiten Single Imperivm das erste Vollzeitalbum, mit dem Erdmann einen klaren Schritt in Richtung Filmmusik machte (Anthem from the Iron Flame, Europe in Flames), gleichzeitig aber auch seine Thematisierung antiker Kriegsgeschichte begann (Legio VI Ferrata). Rezensenten kritisierten den sich durch das gesamte Album ziehenden, „ungebrochene[n] Bombast“. Zu dem Lied Mother of Pain entstand 2008 ein [vom Künstler nicht autorisierter] argentinischer Kurzfilm über deutschen Expressionismus und avantgardistische Ästhetik.

Der Nachfolger Pièce Héroique erschien 2006 am 8. Mai. Neben diversen sehr martialischen Stücken (On Wings of Steel, Heaven and Hell) erweiterte Erdmann auf diesem Album die stilistische Bandbreite seines Projekts. Victoria erinnert leicht an die Musik der Mittelalterszene, während Roses 4 Rome ein lupenreines Neofolkstück ist. Letzteres ist besonders hervorzuheben, da dieses Lied unter Mithilfe von Tomas Pettersson von Ordo Rosarius Equilibrio entstand - eine Kollaboration, die 2009 in das gemeinsame Projekt „TriORE“ mit dem Album „Three Hours“ münden sollte.

2008 erschien das Album Muse in Arms, laut Erdmann „klanglich wesentlich klarer, etwas filigraner und musikalisch weitaus gereifter als die Veröffentlichungen zuvor“. Im direkten Vergleich erscheint das Album weniger kriegerisch; die Kompositionen sind vielfach von klassischen (Sonnenwalzer) wie auch unheilsschwangeren, ambientartigen (Wir kommen wieder) Elementen dominiert. Während vorangegangene Veröffentlichungen sich stets in der Deutung des von ihnen thematisierten Zeitraums nicht genau eingrenzen ließen, hebt Muse in Arms klarer auf die Konflikte des 20. Jahrhunderts ab. So werden beispielsweise in dem Lied Fatalist Samples aus dem Propagandafilm Ein Lied vom Stahl der Deutschen Arbeitsfront verwendet, um den Fatalismus, die Verblendung und den Wahn der Zeit zu verdeutlichen. Das :Ikonen:-Magazin Marcus Stigleggers hingegen interpretierte das Album als „musikalischer Essay über den Sonnenkult“. Muse in Arms wurde in der Szene überwiegend sehr positiv aufgenommen; laut einer Rezension setzten sich Triarii damit gar „nunmehr an der Spitze einer Bewegung fest, die ihr Heil in einer Art Aufbruch zur Rückbesinnung sucht“.

Bearbeitet von Incuria am 22. Jan. 2013, 12:17

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