The Four Freshmen nannte sich selbstironisch eine amerikanische Vokalgruppe in den 1950er und 1960er Jahren, die in ihrer Zeit sehr erfolgreich war und sogar in Japan populär waren, bis sie durch das Auftauchen britischer Popbands in den Hintergrund gerückt wurde. Ursprünglich bestand die Gruppe aus den Mitgliedern Ross Barbour und Don Barbour, Marvin Pruitt und Hal Kratzch, aber im Laufe der Zeit wechselten die Mitglieder und die Vokalgruppe ist noch heute im Geschäft. Sie wird als Vorgänger der Beach Boys, Manhattan Transfer u. a. gesehen.


1948 gründeten die Brüder Ross und Don Barbour das Barbershop Quartet, das am Butler University’s Arthur Jordan Conservatory in Indiana Hal’s Harmonizers genannt wurde. Der Band gehörten auch Marvin Pruitt und Hal Kratzsch an.

Im weiteren Verlauf des Jahres stellte die Band ihr Repertoire auf einen jazzlastigeren Musikstil um und das Quartett wurde in The Toppers umbenannt. Pruitt verließ die Gruppe bald und wurde durch Ross und Dons Cousin Bob Flanigan ersetzt.

Frühzeitig wurde die Vokalgruppe von Glenn Miller’s Modernaires und Mel Torme’s Mel-Tones beeinflusst, aber sie begann Anzeichen ihres eigenen einzigartigen Stils des freien improvisierten Vokalharmonierens aufzuweisen. Bis zum September 1948 war das Quartett unter dem Namen The Four Freshmen auf Tour.

Die Gruppe schaute sich viel von Jazzlegenden wie Dizzy Gillespie und Woody Herman ab.

1950 hatte The Four Freshmen ihren großen Durchbruch, als der Bandleader Stan Kenton das Quartett in Dayton, Ohio hörte. Er rief sein Plattenlabel Capitol Records an und arrangierte, dass sie dort vorspielen konnten. Daraufhin wurde die Gruppe noch in selben Jahr durch Pete Rugolo unter Vertrag genommen.

1952 brachte die Band ihre ersten Hit als Single heraus: It’s a Blue World, was ihnen die sofortige Anerkennung des Massenpublikums verschaffte. Kratzsch wurde 1953 durch Ken Errair ersetzt, der 1956 selbst durch Ken Albers ersetzt wurde, aber die Band setzte ihren Weg unbeirrt fort.

Die folgende Veröffentlichungen von Mood Indigo im Jahr 1954, Day by Day im Jahr 1955 und Graduation Day im Jahr 1956 zeigten, dass the Four Freshmen mehr als nur ein One-Hit-Wonder waren. 1960 verließ Don Barbour die Band und wurde von Bill Comstock abgelöst.

Die Vokalgruppe blieb während der Fünfziger und Anfang der Sechziger Jahre beliebt und brachte eine große Anzahl erfolgreicher Alben heraus und absolvierten Kino- und Fernsehauftritte und gaben zahllose ausverkaufte Konzerte. Schließlich verlor die Gruppe die Zuneigung des Massenpublikums, als die britischen Popbands der Sechziger Jahre auftauchten. 1972 verließ Bill Comstock die Band und 1977 folgte ihm Ross Barbour. 1982 setzte sich Ken Albers zur Ruhe. Alle früheren Bandmitglieder wurden jeweils durch Neueinsteiger ersetzt.

Dennoch schafften sie es zusammenzubleiben, selbst als sich das letzte Originalmitglied Bob Flanigan 1992 zur Ruhe setzte. Neue Bandzusammensetzungen von The Four Freshmen haben die legendäre Vokalmusiktradition der Originalgruppe fortgesetzt, wobei sie der Musik neue Facetten hinzufügten.

Im Jahr 2000 wurde die Band mit dem in einer Leseumfrage ermittelnden Auszeichnung des amerikanischen Downbeat Magazines für die Vokalmusikband des Jahres ausgezeichnet, was die zeitlose Beliebtheit des Quartetts bewies und ihnen ihre Rolle als eine der wichtigsten Vokalgruppen in der Jazzgeschichte sicherte.

2001 brachte die auf Jazzmusik spezialisierte Plattenfirma Mosaic Records eine Multi-CD Ausgabe von The Four Freshman heraus, auf dem alle Aufnahme des Quartetts aus den Fünfziger Jahren enthalten sind.

Bearbeitet von [gelöschter Benutzer] am 9. Okt. 2007, 17:54

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