Ritchie Blackmore (* 14. April 1945 in Weston-super-Mare; eigentlich Richard Harold Blackmore), ist ein berühmter britischer Gitarrist und Songwriter. Blackmore wurde vor allem als Mitglied der beiden Hardrock-Gruppen Deep Purple und Rainbow bekannt. Momentan spielt er zusammen mit seiner Ehefrau Candice Night in der Renaissance-Rock-Gruppe Blackmore’s Night. Das Paar lebt auf Long Island, New York.

Leben

Blackmores Vater kaufte ihm seine erste Gitarre im Alter von elf Jahren, worauf Blackmore zunächst für ein Jahr klassischen Gitarrenunterricht nahm, was seinen Stil bis heute stark beeinflusst hat. In den 60er Jahren spielte er zunächst in einigen weniger bekannten Bands. Unter Produzenten hatte sich sein Können bald herumgesprochen und so war er oft als anonymer Studiogitarrist auf unzähligen Singles als Begleitmusiker zu hören. Neben vielen anderen begleitete er mehrfach den britischen Schockrocker Screaming Lord Sutch.

Im Jahr 1968 gründete er mit dem Keyboarder und Organisten Jon Lord die Band Roundabout, aus der bald Deep Purple hervorging. Mit seiner obligatorischen Fender Stratocaster-E-Gitarre und seinem eigenwilligen, druckvoll-virtuosen Stil beeinflusste er eine ganze Generation von Rock-Gitarristen. Anfangs spielte er eine Gibson ES-335, stieg dann aber auf die Fender um. Die Zwischenräume zwischen den Bundstäbchen seiner Stratocaster sind konkav ausgehöhlt (scalloped), um ein violinartiges Vibrato mit den Fingern erzeugen zu können. Um einen besseren Spielkomfort zu erreichen, hat Blackmore zudem die mittleren Tonabnehmer seiner Gitarren demontiert. Zu seiner Spieltechnik ist zudem zu erwähnen, dass er mehr als alle anderen Gitarristen Daumen und kleinen Finger verwendet, was seine Soli noch kreativer und abwechslungsreicher gestaltet.

Im Jahr 1975 beendete Blackmore nach Streitigkeiten zunächst sein Engagement bei Deep Purple, da die übrigen Bandmitglieder sich beharrlich weigerten, den Song Black Sheep Of The Family zu covern. Daraufhin gründete er die Rockband Rainbow, die u. a. Musiker aus der Band „Elf“ rekrutierte, um dann allerdings später wieder mit Deep Purple in einer Reunion zusammen zu spielen (1984-1993). Aus dieser Zeit stammt auch Blackmores Angewohnheit, den Schlußsatz Ode An Die Freude aus Beethovens 9. Sinfonie bei vielen Konzerten in Verbindung mit einem ausgedehnten Gitarrensolo bei Rainbow und Blackmore’s Night, bzw. ein Gitarren- und Orgelsolo bei Deep Purple vorzutragen.

1995 wurde Rainbow wiederbelebt, erneut unter dem Namen „Ritchie Blackmore’s Rainbow“. Aus der Zeit hervorgegangen ist das Album Stranger In Us All.

Seit 1997 spielt Ritchie Blackmore zusammen mit seiner Lebensgefährtin und Sängerin Candice Night in der Renaissance-Rock-Band Blackmore’s Night. Alte Burgen und Schlösser sind dabei Aufführungsorte. Häufig als Vorgruppe begleitet wird er dabei von der deutschen Mittelaltermusik-Formation Geyers. Das Lied „Loreley“ vom Album „Ghost Of A Rose“ (2003, SPV) wurde als Titelmusik zur Pro 7 Serie Die Burg verwendet.

Bearbeitet von error_31 am 6. Sep. 2009, 10:21

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