Rhapsody of Fire (ehem. Rhapsody) ist eine italienische Power-Metal-Band, die Elemente der klassischen Musik sowie der Filmmusik in ihrer Musik verbindet. Die Band selbst bezeichnet ihre Musik aufgrund zahlreicher Einflüsse bekannter Soundtrack-Komponisten seit der The Dark Secret-EP als „Film Score Metal“ (ehemals „Symphonic Epic Hollywood Metal“). In ihren Texten geht es um eine Fantasygeschichte, die von Luca Turilli geschrieben wird.

Biografie

Die Band wurde 1993 unter dem Namen Thundercross im italienischen Trieste gegründet. Die beiden Bandleader Luca Turilli und Alex Staropoli holten 1994 noch den Bassisten Andrea Furlan sowie den Sänger Christiano Adacher mit an Bord und machten die Band somit komplett. Mit ihrer ersten Demo Land of Immortals erhielten Thundercross einen Plattenvertrag bei LMP und nannten sich um in Rhapsody. Noch vor dem ersten Album wurden Furlan und Adacher durch den neuen Sänger Fabio Lione und den Bassisten Alessandro Lotta ersetzt.

1997 erschien Legendary Tales, welches den ersten Teil einer fünfteiligen Reihe an Konzeptalben darstellt. Erzählt wird hierbei die sogenannte Emerald Sword Saga, eine Fantasygeschichte, die von Luca Turilli geschrieben wurde. Mit dem Album schufen Rhapsody außerdem den von ihnen als Symphonic Epic Hollywood Metal bezeichneten Stil. Für den pompösen Sound wurden Chöre und später auch Orchester eingesetzt (unter anderem der Don Kosaken Chor).

Im Jahr 2000 verließ Daniele Carbonera die Band, als (vorerst vorübergehenden) Schlagzeuger suchte man sich Alex Holzwarth (Sieges Even) aus Deutschland aus und als Live-Musiker den Franzosen Dominique Leurquin an der E-Gitarre. Bald darauf trat die Band zum ersten Mal live auf, wobei sie auch heute stets noch auf Samples zurückgreifen muss, um die orchestralen Parts der Musik auf die Bühne übertragen zu können. Im selben Jahr erschien mit Dawn of Victory ein etwas aggressiveres Album, auf dem Holtzwarth allerdings noch nicht zu hören war. 2001 übernahm der Franzose Patrice Guers (Patrick Rondat) den Bass als Gastmusiker. Seither kam es zu keinem Besetzungswechsel mehr. Holtzwarth gehört seit 2002 fest zur Band. In diesem Jahr erschien das Album Power of the Dragonflame, welches die Emerald Sword Saga abschließt und zu dem eine gleichnamige Welttournee stattfand. Im Jahr 2003 lief der Label-Vertrag mit LMP aus, man entschied sich nun für ein größeres Label und wechselte zu MCM.

2004 erschien Symphony of Enchanted Lands II, das erste mit vollem Orchester arrangierte Album mitsamt aufwändig produziertem Musikvideo. Als Erzähler wirkte hier der damals 82-Jährige Schauspieler Christopher Lee (Der Herr der Ringe, Star Wars) mit. Da ihm diese Arbeit sehr gefiel und er selbst mal Opernsänger war, sang er später auf der gleichnamigen Single das Lied The Magic of the Wizard’s Dream im Duett mit Fabio Lione und ist auch auf dem Album Triumph or Agony wieder als Sprecher zu hören.

Im Jahr 2006 wurde eine Beschwerde von dem eigentlichen Copyright-Inhaber des Markennamens Rhapsody laut. Nachdem die Band immer größer geworden war, musste sie sich jetzt umbenennen und suchte sich als neuen Namen Rhapsody of Fire aus. Außerdem wurde Bassist Patrice Guers nun fest in die Band integriert. Von 2005 bis 2007 tourten Rhapsody (mit zwischenzeitlicher Unterbrechung) als Supporter für Manowar in ihrer gemeinsamen Demons, Dragons & Warriors-Tour. Die 2007 erschienene Live-DVD gewährt Einblicke in diese Tour und auch in die Produktion der Alben.

Seit Ende 2007 steht die Band in einem Rechtsstreit mit ihrem Management Magic Circle Music. In diesem Zusammenhang wurde auch die für 2007 geplante Tour durch Südamerika abgesagt. Der Streit betrifft auch die Soloprojekte Turillis.

Stil

Der Stil Rhapsodys verbindet typische Elemente des Power Metals mit orchestralen, an Filmmusik erinnernden Arrangements und ist am ehsten mit Bands wie HammerFall und Nightwish zu vergleichen. Der Gesang Fabio Liones ist klar und melodiös. Vor allem in den ersten Alben bis Dawn of Victory sind zusätzlich noch Anleihen an der Musik aus Mittelalter und Barock zu erkennen. Dawn of Victory und Power of the Dragonflame klingen etwas aggressiver, in den Alben ab 2004 dominiert eine gewisse Epik. Diese wird durch den umfassenden Einsatz eines echten Orchesters sowie hörspielartigen Passagen erzeugt. Daher wurde auch die neue Genre-Bezeichnung „Filmscore Metal“ gewählt, die die Musikrichtung noch stärker verdeutlichen soll. Die Gitarrensoli Luca Turillis orientieren sich am virtuosen, sehr harmonischen spätbarocken Stil und dem darauf aufbauenden Neobarock. Alex Staropolis Keyboards solieren selten und übernehmen vor allem in den ruhigen Stücken die Funktion des Basso Continuos sowie die sinfonische Harmoniebildung durch Samples. Bass und Schlagzeug nehmen eine sehr unterstützende Rolle ein. Die orchestralen Momente sind in der Regel sehr voll arrangiert und stehen gleichberechtigt neben der klassischen Metal-Besetzung. Große, oft mehrstimmige Chöre unterstützen den Gesang.

Bearbeitet von BR_Survivor am 19. Nov. 2010, 17:41

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Gegründet in (Jahr):
  • 1993
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  • Trieste
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