Metal Box ist das zweite Studioalbum der britischen New Wave/Post-Punk-Band Public Image Ltd. (kurz auch PiL genannt). Das Album erschien am 23. Nov.1979 auf Virgin Records und es wurde als Second Edition im Jahr 1980 neu aufgelegt.

Anfang ’79 machen sich PiL an die Arbeit für ein neues Album. Ihre Herangehensweise ist sehr speziell. Die Vier sitzen apathisch, betrunken oder zugedröhnt im Proberaum herum und schauen fern. Stundenlang. Tagelang. Ab und zu hat jemand eine Idee. Es wird musiziert bis das Programm der BBC wieder obsiegt. Von dieser Arbeitsmethode entnervt verlässt Walker die Firma. Mit seinem Ausstieg beginnt der rapide Zerfall der klassischen PiL-Besetzung. Als neuer Drummer stößt Richard Dudanski zu PiL. Um den Status einer Firma zu rechtfertigen werden zusätzlich Levenes Freundin Jeanette Lee, zuständig für visuelle Konzepte und deren Umsetzungen, also so eine Art Video-Spezialistin, und Dave Crowe als Sekretär eingestellt. Dafür steigt Dudanski noch vor Beenden der Plattenaufnahmen wieder aus und wird durch eine Reihe verschiedener Schlagzeuger ersetzt, bis Martin Atkins für länger bleibt. In der Firma PiL ist er aber, genauso wie seine Vorgänger (Ausnahme Walker), eher ein Leiharbeiter. Feste Angestellte sind Lydon, Levene, Wobble, Lee und Crowe. Levene beschreibt diese Konstellation als eine Einheit von fünf Personen, von denen drei in der Öffentlichkeit stehen. Wobble dagegen ist öfters mal desorientiert und muss Lee wiederholt nach ihrer Funktion bei PiL fragen. Sie könnte ja die neue Schlagzeugerin sein, denn Videos hat sie eindeutig nicht produziert.

PiL spielen in England mit ihren abwechselnden Drummern einige ordentliche Konzerte, bis im Dezember ’79 das neue Album erscheint. Es heißt „Metal Box“ und besteht aus drei Maxisingles, angeblich der besseren Soundqualität wegen, verstaut in einer blechernen Filmdose aus der sie kaum herauszuholen sind. Anfang 1980 erscheint die Sache noch einmal als Doppel-LP im traditionellen Cover unter dem Titel „Second Edition“. Warner, zuständig für den amerikanischen Markt, wollte für diesen „Schund“ keinen kostenspieligen Aufwand betreiben. Dabei ist die „Metal Box“ gar kein Schund, sondern nur etwas eigenwillig. Die Punkelemente sind weitgehend entsorgt und durch experimentelle Passagen ersetzt, aber ansonsten ist der klassische PiL-Sound erhalten. Wobbles Wummer-Bass, Levenes Kreisch-Gitarre und Lydons Gewimmer. Untermalt wird das Ganze noch durch elektronische Klänge, da Levene seine Vorliebe für Synthesizer just in dieser Zeit entdeckt. Die „Metal Box“ ist unerreicht und daher als das Meisterwerk der Firma PiL anzusehen.

Die Titel

1. „Albatross“ 10:34
2. „Memories“ 5:05
3. „Swan Lake“ 4:11
4. „Poptones“ 7:46
5. „Careering“ 4:32
6. „No Birds“ 4:41
7. „Graveyard“ 3:07
8. „The Suit“ 3:29
9. „Bad Baby“ 4:30
10. „Socialist“ 3:09
11. „Chant“ 5:01
12. „Radio 4“ 4:24

Erstauflage in der Metalbox mit Tracklist
spielt auf 45upm

Personalaufwand

John Lydon – vocals, piano (9)
Keith Levene – guitar, synthesizers, drums (4, 12), bass guitar (12)
Jah Wobble – bass guitar (except 12), drums (5, 8), piano
David Humphrey – drums (1, 3)[48]
Richard Dudanski – drums (2, 6, 7, 10, 11)
Martin Atkins – drums (9)

Levene played all instruments on „Radio 4“.

Bearbeitet von Best_of_Album am 6. Apr. 2014, 12:11

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