Biografie
Portishead besteht aus Geoff Barrow (Arrangements), Beth Gibbons (Vocals), Adrian Utley (Gitarre & Moog-Synthesizer) und Dave McDonald (Toningenieur). Live werden Portishead zusätzlich von Andy Smith (DJ), Clive Deamer (Schlagzeug & Percussion), John Baggot (Keyboards) und Jim Barr (Bass) unterstützt. Barrow war in Bristol als Studio-Angestellter an der Produktion des ersten Massive Attack-Albums beteiligt. 1991 traf er auf Beth Gibbons, die ab und zu kleine Auftritte in Bars hatte. Im Coach House Studio nahmen sie zusammen mit Jazz-Gitarrist Adrian Utley ihre erste Session „Sour Times“ auf. Aber erst im Frühjahr 1993 wurde Portishead offiziell gegründet.
Das Debüt-Album Dummy erschien im Oktober 1994, erreichte Platz 2 der UK-Album-Charts und erhielt den Mercury Music Prize für das beste Album des Jahres. Im Zusammenhang mit diesem Album tauchte auch zum ersten mal der Begriff „Trip Hop“, der Kreation eines Musikjournalisten, auf. Nach diversen Erfolgen nahmen sich Portishead mehrere Jahre Zeit, um an ihrem zweiten Album „Portishead“ zu arbeiten. Es erschien im September 1997 in England und wenig später auch in Deutschland. Portishead arbeitete bei ihrem neuen Werk ausschließlich mit Samples, die sie selber eingespielt hatten. Nach einer überaus erfolgreichen Tour veröffentlichte die Band 1998 ein Live-Album. Der Großteil des Albums besteht aus Aufnahmen des Portishead-Konzertes vom 24. Juli 1997 im Roseland Theater in New York, die Band wurde von einem 35-köpfigen Symphonie-Orchester begleitet.
1999 spielten Portishead mit Tom Jones den Song
Im Rahmen eines Benefiz-Konzerts zu Gunsten der Opfer der Tsunami-Katastrophe im Dezember 2004 traten Portishead am 19. Februar 2005 zum ersten Mal seit 1998 in Bristol (Carling Academy) live auf. Es war eine 40-minütige Performance mit alten Songs sowie einer gemeinsamen Performance der Tracks Karma Coma (Portishead Experience Remix) und Glory Box mit Massive Attack. Im Mai 2006 veröffentlichten Portishead den Song
Am 25. Februar 2007 traten Portishead ohne Vorankündigung während eines als DJ-Set von Geoff Barrow angekündigten Grumpy Man Clubabends in Bristol in Mr. Wolf’s Noodle Bar auf und spielten zwei Songs – eine neue Version von Wandering Star und einen bisher namenlosen Song. Die neue Liveversion von Wandering Star wurde von der Band auf ihrer Youtube-Seite veröffentlicht. Vom 7. bis 9. Dezember 2007 fand im britischen Küstenort Minehead in West Somerset in der Nähe von Bristol ein Festival mit Portishead als Headliner statt. Im Rahmen dieses Festivals ist die Gruppe erstmals seit 10 Jahren wieder mit einem vollen Liveprogramm und neuem Songmaterial aufgetreten, darunter fünf bisher unveröffentlichten Titeln: Mystic („The Rip“), Peaches („We Carry On“), Hunter, Wicca („Silence“) und Machine Gun. Der Track „Machine Gun“ wird der erste Single Release zum neuen Album „Third“.
Bereits seit Anfang 2004 gab es gelegentlich Aussagen von Bandmitgliedern, dass es ein neues Album geben soll. Später haben sowohl Sängerin Beth Gibbons als auch Geoff Barrow die Arbeit am neuen Album bestätigt, und es wurde eine offizielle MySpace-Seite unter dem Namen Portisheadalbum3 angelegt, die von Geoff Barrow betreut wurde. Potentielle Fertigstellungstermine wurden seit Jahren immer wieder verschoben. Im Dezember 2007 wurden fünf neue Songs beim ATP-Festival vorgestellt. Nachdem am 19. März 2008 das komplette Album in Berlin der Presse vorgeführt wurde und die Musiker auch für Fragen zur Verfügung standen, ist es am 25. April 2008 mit dem Titel Third erschienen. Es ist das erste Portishead-Album seit über 10 Jahren und bedeutet musikalisch eine Abkehr vom Trip Hop hin zur elektronischen Avantgarde. Das Album wurde von den Kritikern des deutschsprachigen Rolling Stone und der Zeitschrift Visions jeweils zum Album des Jahres 2008 gewählt, der Musikexpress setzte es auf Platz 2 und im Magazin Spex kam es auf Platz 7.
In Internettauschbörsen kursierte bereits seit einiger Zeit mehrfach Musik, die als Portisheads „unveröffentlichtes“ drittes Album bezeichnet wurde, diese Zusammenstellung von Songs trug zunächst den Namen „Pearl“ und später mit überwiegend derselben Musik, aber anderen Tracktiteln. „Alien“. Tatsächlich handelte es sich in beiden Fällen aber um das Debütalbum der durchaus ähnlich klingenden Band Mandalay, gelegentlich mit 1-2 Titeln anderer Bands ergänzt.
Bearbeitet von CarloCado am 27. Dez. 2009, 14:17
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- Gegründet in (Jahr):
-
- 1993
- Gegründet in (Ort):
-
- Bristol
- Bandmitglieder:
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