Populous with Short Stories ist keine vollkommen neue Band, sondern eine Fusion von zwei Künstlern.

Das italienisch-amerikanische Duo übersetzt analoge Popmusik in eine digitale Matrix.
So ließ sich der unter dem Pseudonym Populous agierende Andrea Mangia den Hauch - Gesang von Mike McGuire alias Short Stories über den Atlantik nach Italien, genauer gesagt nach Süd - Apulien schicken. Das Resultat ist nichts weniger als ein Meisterwerk in Sachen Elektro - Pop: Feedback - Schleifen treffen auf Laptop - Folk, blubbernde Synthesizer auf digitalen Trübsinn. Große Kunst!

Die Sache mit den Möglichkeiten. Das Coming of Age in einer Pop- und Postmoderne. Andrea Mangia weiß davon Lieder zu singen. Ganz aktuell tut er dies auf „Drawn in Basic“, dem nunmehr dritten und einmal mehr auf Morr Music erschienenen Album, dass der junge Mann aus Lecce, Italien, unter dem Namen Populous veröffentlicht hat.

Hatte „Queue for Love“ (2005) das abstrakt-elektronische Fundament seines Debüts „Quipo“ (2002) neugierig um die Koordinaten Jazz, Folk und vor allem Soul (als Haltung und als Sound) erweitert, schwimmt sich „Drawn in Basic“ nun endgültig frei, segelt es lässig auf dem großen See namens Popmusik. Andrea Mangia ist beides zugleich, Kapitän und Blinder Passagier, Songwriter und Soundbastler, seine Rhythmen bewegen sich purzelnd und stolpernd und sind dann wieder Four to the Floor.

So ist das halt mit einem, der lange und intensiv zugehört hat. Dem De La Soul so viel bedeutet haben wie der „Siamese Dream“ der Smashing Pumpkins. Der sich in den Feedbackschleifen von My Bloody Valentine verliebt hat, genauso wie er es ihm heute mit den seltsamen Tönen des Synthesizer-Pioniers Raymond Scott geht. Seltsame Synthesizer versammeln sich auch auf „Drawn in Basic“, nicht als cooler Selbstzweck, sondern für ihre warmen Sounds.

Schon dieser Titel. „Drawn in Basic“. Basic wie die gleichnamige Programmiersprache, die Übersetzung analoger Popmusik in eine digitale Matrix. Basic wie diese selbstgewählte Einfachheit, die Reduktion auf das Wesentliche, dieses Selbstvertrauen. „Man overboard“ ist eine Melodie in bester Shoegazer-Manier, ein Hit auf der Überholspur zwischen Indie und Disco. „Only Hope“ ist gleich noch so ein charmanter Bastard aus digitalem Soul und analoger Seele. „Days“ türmt die Schallmauern höher und höher, „Breathest the best“ schließlich bleibt das funkelnde Ereignis, als das es im vergangenen Jahr bereits als Vinyl-Single veröffentlicht worden war.
Die melancholischen Texte stammen vom US-Amerikaner Michael McGuire, besser bekannt als MC Short Stories.

Bearbeitet von [gelöschter Benutzer] am 27. Jan. 2012, 17:51

Alle von Benutzern bereitgestellten Inhalte auf dieser Seite stehen unter der Creative Commons Attribution/Share-Alike-Lizenz.
Texte können zudem unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation stehen.

Wikifakten

Aus Fakten generiert, die in der Wiki markiert wurden.

Keine Fakten zu diesem Künstler.

Du betrachtest Version 1. Schau dir ältere Versionen an, oder diskutiere über diese Wiki.

Du kannst dir auch eine Liste mit allen kürzlichen Wiki-Änderungen ansehen.

Weitere Informationen

Von anderen Quellen.

Labels