Biografie

Man fragt sich, wie es die Musiker von Plaistow überhaupt schaffen, zu einem gemeinsamen Spiel zu finden. Die Trio-Form ist zwar ein klassisches Konzept, doch weisen die Musiker höchst unterschiedliche Einflüsse auf. Die Jazz-Sensibilität des Schlagzeugers kontrastiert mit der Metal-Energie des Bassisten und einem Pianisten der sich trotz akustischem Piano stilistisch dem Elektro verschrieben hat. Cyril Bondi (dr) und Raphael Ortis (b) sind beide bekannte Genfer Lokalgrößen, die in höchst verschiedenen Formationen mitgewirkt haben. Johann Bourquenez (p) hat seine Lehrjahre auf Wanderschaft in Frankreich absolviert und ist seit 2007 in der Genferseeregion etabliert.

Die Arbeitsmethode hat sich von selbst ergeben und reflektiert die heterogene Zusammensetzung des Trios: Die drei Energien treffen aufeinander und bahnen sich langsam einen Weg in die Richtung ihrer natürlichen Berührungspunkte. Als Ergebnis resultieren – vielmehr als endgültige Kompositionen – gestählte Motive, die sich schließlich behaupten,. Die Stücke werden ständig von neuem ihrem eigenen Entwicklungspotenzial unterzogen. Der Name, den Plaistow vom Squarpusher-Track Plaistow Flex Out geborgt hat, und so eklektische Referenzen wie Steve Reich oder Full CSS, zeigen den Willen auf, Stile einzuverleiben anstatt sich dagegen aufzulehnen. Dies ist gar nicht so einfach, ohne sich dabei selbst zu verlieren, doch das Erfolgsrezept heißt Zeit und Talent. Das kommt Plaistow entgegen, denn die Zeit haben sie sich gegeben und das notwendige Talent dazu mitgebracht.

Seit der ersten EP Los Criminales Reciclados En Conductores De Autobuses (2007) setzt sich Plaistow mit musikalischer Frische und unverhüllten Ambitionen über Konventionen hinweg. Ihre Musik wird seit jeher sowohl gratis im Internet als auch auf aufwendig produzierten CDs angeboten, die gleichzeitig ihren Werdegang illustrieren. CDHüllen vom Genfer Zeichner und Graphiker Thomas Perrodin widerspiegeln von den Musikern selbst erfundene Komikfiguren, Symbolik und Inspiration. 2008 geht Plaistow diesen Weg weiter, sowohl mit ihrer zweiten EP Do You Feel Lucky als auch mit dem Projekt Mobystow – einer Zusammenarbeit mit dem marrokkanischen Rapper Moby Dick, die in Fès eingespielt wird und 2009 unter dem gleichen Namen als EP erscheint. Der Bandsound gewinnt an Originalität, und letztere wird 2009 im Moods / ZH mit dem ZKB Jazzpreis ausgezeichnet. Jack Bambi, aufgenommen im Studio 2 des Schweizer Radio DRS in Zürich, zieht kurz darauf eine vorläufige Bilanz in Bild und Ton. Unveröffentliches Material wird mit den vollständigen EP-Archiven und einem Live-Mitschnitt eines Konzertes in Genf (Usine) auf einem CD / DVD Doppel-Album präsentiert.

Darauf folgen Schlag auf Schlag eine Tournee im Nahen Osten, eine mehrwöchige Arbeitsklausur in Vevey und eine Konzertreihe in Deutschland und Russland, die das nötige Material liefern für das erstes Longplay-Album The Crow. In Studio-Sessions in Moskau, Paris und Zürich spielt Plaistow diese CD kurz vor Weihnachten 2009 ein. Veröffentlicht wird The Crow auf Unit und dem Genfer Netlabel Insubordinations. Das Doppelkonzept von Web und physischer Veröffentlichung wird beibehalten, und Konzerte am Cully Festival und in der ganzen Schweiz werden es erlauben, The Crow live zu entdecken: 2010 beginnt viel versprechend für dieses dynamische junge Band.

Bearbeitet von lastffm am 7. Jan. 2011, 18:23

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