Biografie

José Pedro Infante Cruz, besser bekannt als Pedro Infante (* 18. November 1917 in Mazatlán, Sinaloa; † 15. April 1957 in Mérida, Yucatán) war ein mexikanischer Schauspieler und Sänger. Mit Pedro Armendáriz und Jorge Negrete gehörte er zu den bekanntesten männlichen Stars der „goldenen Zeit“ des mexikanischen Films.

Die Eltern von Pedro Infante waren Delfino Infante García und Refugio Cruz Aranda. Er war das dritte von fünfzehn Geschwistern, von denen nur neun überlebten. Infante brach seine Schulausbildung ab und arbeitete als Laufbursche und Zimmermann. In seiner Jugend lernte er schnell mehrere Instrumente und interessierte sich für populäre Musik. Mit seiner wohlhabenden Frau María Luisa León zog er nach Mexiko-Stadt und begann eine Karriere als Sänger und Schauspieler. Als Ranchera-Sänger wurde er durch den Radiosender XEB in Mexiko-Stadt bekannt. 1939 hatte er sein Filmdebüt. Durch Ismael Rodríguez’ Filme „Nosotros los pobres“ (1947) und „Ustedes los ricos“ (1948) erlangte Infante mit seiner offenen, volksverbundenen Art weite Popularität beim Publikum. Entgegen dem im zeitgenössischen mexikanischen Film verbreiteten Macho-Klischee spielte er in [rtist]Roberto Rodríguez’ „Dicen que soy mujeriego“ (1948) einen Mann, der Männlichkeit nicht im Zufügen von Leid, sondern dem Ertragen dessen sieht. In den 1950er Jahren drehte er neben Ismael Rodríguez auch häufig unter den Regisseuren Rogelio A. González und Miguel Zacarías. 1955 und 1956 erhielt Infante jeweils einen Ariel. Bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin 1957 wurde er für seine Verkörperung des Aztekenherrschers Tízoc im gleichnamigen Film posthum mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet.

Seine Scheidung von María Luisa León wurde von mexikanischen Behörden nicht anerkannt. Neben seiner gesetzmäßigen Frau hatte Infante deshalb zwei Geliebte, Lupita Torrentera und Irma Dorantes, mit denen er vier Kinder hatte. Pedro Infante war begeisterter Pilot und für seinen waghalsigen Flugstil bekannt. Er kam am 15. April 1957 bei einem Absturz ums Leben. An seiner Beerdigung nahmen Tausende Trauergäste teil und auch zur Feier seines 25. Todestages waren mehrere zehntausend Menschen zugegen. Seine Filme und Schallplatten fanden weit über seinen Tod hinaus ein Publikum. Es entstanden mehrere Filmdokumentationen über ihn.

Bearbeitet von variationen am 10. Jan. 2011, 23:57

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