Biografie

Otis Rush (geboren am 29. April 1934 in Philadelphia, Mississippi) ist ein Bluesmusiker, Sänger und Gitarrenspieler. Sein kennzeichnender Gitarrenstil zeigt langsame brennende Klänge, jazzartige Arpeggios und langgezogen Noten. Im Stil ähnlich wie Luther Allison, Magic Sam, Buddy Guy und Albert King, wurde sein Sound bekannt als West Side Chicago Blues und hatte Einfluss auf Michael Bloomfield, Eric Clapton, Peter Green und Stevie Ray Vaughan.

Rush ist Linkshänder und im Unterschied zu vielen linkshändigen Gitarrenspielern spielt er ein rechtshändiges Instrument umgekehrt, ohne es umzuspannen. Viele sind davon überzeugt, dass das zu seinem charakteristischen Sound beiträgt. Andere Gitarrenspieler, die diese Methode verwenden, sind Albert King, Dick Dale, Doyle Bramhall II, Coco Montoya und Lefty Dizz. Rush hat eine umfangreiche, starke Tenor-Stimme.

Nachdem er 1948 nach Chicago ging, machte Rush sich einen Namen in Clubs sowohl in der South Side als auch in der West Side Blues Szene. Von 1956 bis 1958 nahm er für das Cobra-Label auf. Seine erste Single „I Can’t Quit You Baby“ erreichte 1956 die Nummer 6 in den Billboard’s R&B Charts. Während seiner Zeit bei Cobra nahm er einige seiner weithin bekannten Lieder wie „Double Troble“ und „All Your Love (I Miss Loving)“ (beide gecovert von Eric Clapton) auf.

Nach dem Bankrott von Cobra Records 1959 schloss Rush 1960 einen Vertrag mit Chess Records. Er nahm 8 Tracks auf, aber keiner wurde zur damaligen Zeit veröffentlicht (6 Tracks wurden 1969 auf dem „Door To Toor“ Album, eine Kompilation mit Albert King, herausgegeben). 1962 ging er auch für Duke Records ins Studio , aber nur eine Single „Homeworks“ (den Rock-Fans bekannt durch die Cover-Version der J. Geils, Rückseite „I Have To Laugh“) (Duke 356) wurde veröffentlicht. 1965 nahm er für Vanguard auf, zu hören auf dem Compilation Album „Chicago/The Blues/Today! Vol.2“.

In den 60er Jahren begann Rush in anderen Städten in den Vereinigten Staaten sowie in Europa zu spielen, namentlich bei The American Folk Blues Festival.

1969 wurde das Album „Mourning in the Morning“ bei Cotillion Records veröffentlicht. Aufgenommen in den FAME Studios in Muscle Shoals, Alabama, produziert von Michael Bloomfield und Nick Gravenites von „Electric Flag“. Der Sound, der Soul und Rock vereinte, war eine brandneue Musikrichtung für Rush.

1971 nahm Rush das Album „Right Place, Wrong Time“ in San Francisco für Capitol Records auf, aber Capitol entschied sich dafür, es nicht zu veröffentlichen. Das Album sah schlussendlich 1976 das Licht der Welt, als Rush den Master von Capitol kaufte und es durch P-Vine Records in Japan veröffentlichen liess. Bullfrog Records in den USA veröffentlichten es bald danach. Seitdem gilt das Album als eine der besten Arbeiten von Rush.

In den 70ern veröffentlichte er auch einige Alben für Delmark Records auch für Sonet Records in Europa, aber am Ende des Jahrzehnts hörte er komplett auf aufzutreten und aufzunehmen.

1985 hatte Rush ein Comeback mit einer U.S. Tour und der Veröffentlichung des Live-Album „Tops“, aufgenommen beim San Francisco Blues Festival.

1994 veröffentlichte Rush „Ain’t Enough Comin’ In“, sein erstes Studio-Album seit 16 Jahren. 1998 folgte „Any Place I’m Goin’“, und 1999 Rush erhielt seinen ersten Grammy Award für das Best Traditional Blues Album.

Obwohl er seitdem kein neues Studio-Album veröffentlichte, trat er weiterhin auf. 2004 jedoch erlitt er einen Schlaganfall, der weitere Auftritte unmöglich machte. Es wird berichtet, dass er zwischenzeitlich gegenesen ist (wenngleich nicht in einem Ausmaß, das es ihm erlauben würde, seine Karriere fortzusetzen).

2006 veröffentlichte Rush seine bisher letzte CD „Live and From San Francisco“ auf Blues Express Records, eine Liveaufnahme aus 1999. Ein Videomittschnitt der Show wurde als „Live Part 1“ 2003 von Blues Express Records auf DVD herausgebracht.

Rush hat zwei Töchter, Lena und Sophia.

Bearbeitet von sunrise62 am 14. Mai. 2009, 8:27

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