Biografie

Opeth ist eine Metal-Band aus Stockholm, Schweden, die sich zwischen Death Metal und Progressive Metal bewegt und auf ihren späteren Alben vermehrt Einflüsse des Jazz aufnimmt.

Der Musikstil wechselt innerhalb der komplex strukturierten Stücke zwischen harten, brachialen und ruhigen, emotionalen Passagen mit balladesken Anklängen. Dieser Gegensatz findet sich in der besonderen Gesangsweise von Mikael Åkerfeldt wieder, der zwischen seiner warmen, klaren Gesangsstimme und tiefem Growlen variiert. Die Titel haben oftmals eine Länge von zehn Minuten und mehr.

Name

Den Namen Opeth hat die Band aus The Sunbird, einem Buch Wilbur Smiths aus dem Jahre 1972, in welchem eine Stadt in der Wüste Afrikas „Opet“ hieß, im Buch wird der Name mit „Stadt des Mondes“ übersetzt. Alle, die in diese Stadt kamen, begingen Selbstmord. Die Bandgründer fügten lediglich den Buchstaben „h“ hinzu, um ein scheinbar englisches Wort zu erhalten, das auch dementsprechend ausgesprochen wird. Nach einer anderen Theorie soll „Opeth“ angeblich ein Kunstwort sein, das aus den Einzelwörtern „opera“ (Oper) und „death“ (Tod) zusammengefügt wurde, da diese Begriffe die in der Musik von Opeth verkörperten Stilelemente am ehesten zum Ausdruck bringen. Hymnisch-episches trifft auf die harten Abgründe des Death Metal. So einleuchtend diese Theorie auch sein mag, sie ist falsch. Die Band selber hat in diversen Interviews wie auch auf ihrer offiziellen Homepage immer wieder die erstgenannte Version der Herkunft ihres Bandnamens bestätigt.

Bandgeschichte

Die Entstehung

Die Ursprünge gehen zurück auf die Band Eruption, welche im Jahr 1987 gegründet wurde und vor allem Death-Metal-Covers spielte. Im Jahr darauf entstand das folgende Line-Up: Mikael Åkerfeldt als Gitarrist und Sänger, Anders Nordin als Schlagzeuger, Nick Döring als Gitarrist und Jocke Horney als Bassist. Jocke wurde jedoch bald durch Stephan Claesberg ersetzt. Die Band Eruption bestand bis zum Jahr 1990. In der Zeit als Mikael in der Band Eruption spielte, traf er David Isberg, welcher mit seinen Freunden eine Band namens Opeth gegründet hatte. Eruption trennten sich und Mikael wollte in einer anderen Band weiterspielen. Von David Isberg wurde er gefragt, ob er in der Band Gitarre spielen wollte. Mikael sagte zu. Wegen Streitigkeiten bestand die Band schließlich nur noch aus David Isberg und Mikael Åkerfeldt. Mit Anders Nordin fanden sie danach auch einen Schlagzeuger und Nick Döring spielte Bass bei Opeth. 1991 spielte die Band ihr erstes Konzert mit Therion, Excruciate und Authorise, doch Nick und Anders verließen Opeth vorzeitig. Kim Pettersson und Johan DeFarfalla wurden angefragt, ob sie an diesem Auftritt die beiden anderen Musiker ersetzen würden. Sie sagten zu. Nach diesem Konzert verließ Johan Opeth schon wieder für einige Zeit, doch Kim blieb für ein weiteres Konzert. Ende 1991 hatten sie dann ihr drittes Konzert, wozu sie noch einen Bassisten brauchten, welchen sie in Peter Lindgren fanden. Nach diesem Auftritt verließ Kim die Band wieder und Peter spielte sein ursprüngliches Instrument: Gitarre. Nach einiger Zeit wurde in Stefan Guteklint ein neuer Bassist gefunden, welcher ungefähr ein Jahr bei Opeth blieb.

Nachdem die Band einen Plattenvertrag mit Candlelight Records bekam, verließ Stefan die Band wieder und Johan DeFarfalla kam zurück für die Aufnahmen von Orchid, er blieb aber danach Mitglied von Opeth. Nach der Veröffentlichung von Orchid bekamen sie die Chance, einige Konzerte in Großbritannien zu spielen.

Die ersten Jahre

Im Frühling 1996 wurde das zweite Album, Morningrise, in den schwedischen Unisound Studios aufgenommen. Nach dem Erscheinen gingen sie auf ihre erste Europa-Tour mit Cradle of Filth. Nach der Tour wurde Johan gefeuert. Anders beschloss nach einem Urlaub in Brasilien dort zu leben und verließ ebenfalls die Band. Die Arbeiten an dem Album wurden durch den Tod von Mikaels Großvater überschattet. Mikael litt sehr darunter und schrieb daraufhin das Lied The Night and the Silent Water. Produziert wurde das Album von Edge of Sanity-Gründer Dan Swanö.

Die Zeit, als das Album My Arms, Your Hearse erschienen ist, war ein Tief der Band und Mikael überlegte sich, ob dies das Aus von Opeth bedeuten sollte. Doch er gab den Mut nicht auf und fand mit Martin Mendez und Martin Lopez (beide aus Uruguay) zwei neue Bandmitglieder. Lopez trommelte vor Opeth bereits bei Amon Amarth. So wurde im Herbst 1997 dieses dritte Album aufgenommen und anschließend wieder getourt. Es ist das erste von bisher zwei Konzeptalben und erzählt in neun Songs folgende Geschichte: Ein verstorbener Mann kehrt als Geist auf die Erde zurück. Er schaut bei seiner Beerdigung zu und will versuchen seine Frau zu sich zu holen. Am Ende entscheidet sich aber doch alles gegen ihn. So bleibt er für immer allein.

Mit dem Album Still Life von 1999 zeigten sich Opeth eher von der ruhigen melancholischen Seite. Auch dieses Album hat wieder ein Konzept. Aus mehreren Interviews mit Åkerfeldt ist folgendes dazu zu lesen: „Melinda ist einer der Hauptcharaktere des Konzepts von Still Life. Die andere Hauptperson ist ein als Christ geborener und erwachsen gewordener Kerl. Im Laufe der Jahre beginnt er diese Religion zu hinterfragen, da er keine Zeichen erfahren hat, dass sein Glauben wirklich eine Grundlage besitzt und sich in seinem Leben nichts geändert hat. Die anderen Leute beginnen ihn als Gotteslästerer und Ketzer zu beschimpfen und jagen ihn aus der Stadt. Die Handlung, die wir in Still Life beschreiben, beginnt, als er nach einigen Jahren wegen Melinda zurückkehrt. Sie ist seine Freundin, fast schon Frau, gewesen und er kommt zurück, um sie mitzunehmen. Face of Melinda ist das erste Zusammentreffen der beiden in der Geschichte. Sie stimmt zu, mit ihm zu kommen, aber vorher passieren natürlich noch eine Reihe ungewöhnlicher Dinge. Ich wollte eine Handlung über Gut und Böse schreiben, jedoch aus umgekehrter Sicht. Im Volksglauben sind die Christen immer die Guten und alle Nichtgläubigen die Bösen, in unserer Geschichte ist es genau anders herum. Das machte die Sache für mich interessanter.“

Im Jahr 2000 wechselte die Band das Label und unterschrieb einen Vertrag mit Music For Nations.

Der Durchbruch

Vor dem Erscheinen von Blackwater Park im Jahre 2001 tourten Opeth zum ersten Mal in den USA. Da Mikael schon immer ein Fan progressiver Musik war, nahm er Kontakt zum Porcupine Tree-Mastermind Steven Wilson auf. Wilson war sofort begeistert von der Musik und beschloss ihr nächstes Album zu produzieren, das schließlich den Bekanntheitsgrad der Band nach oben katapultierte. 2002 nahmen Opeth, wieder unter der Regie Wilsons, die beiden Alben Deliverance und Damnation auf. Das eine ist ein hartes, stark von Death/Black Metal beeinflusstes Album, das andere sehr ruhig und instrumental ohne gutturalen Gesang. Eigentlich wollte die Band ein Doppelalbum daraus machen, aber das Label hielt es für besser, zwei Alben zeitlich versetzt zu veröffentlichen. Trotz der zeitlich gleichen Aufnahme sind Deliverance und Damnation zwei eigenständige Alben. Deliverance erschien im November 2002 und Damnation im April 2003. Nach jedem Album folgte eine Tour. In den USA tourte die Band zusammen mit Porcupine Tree. Im Februar 2004 brachten Opeth eine DVD heraus: Lamentations – Live at the Shepards Bush Empire. Auf dieser ist das Konzert in London zu sehen, wie auch ein „Making of“ der beiden letzten Alben Deliverance und Damnation.

Ghost Reveries

Am 29. August 2005 erschien das bisher vorletzte Studioalbum Ghost Reveries. Die Band wechselte zuvor das Label von Music For Nations zu Roadrunner Records. Zudem wurde der Keyboarder Per Wiberg, der auf vorherigen Liveauftritten bereits zum Line Up gehörte, nun fest in die Band integriert. Auf diesem Album kombinieren Opeth wieder Progressive-Rock- und Death-Metal-Elemente, wobei der Death-Metal-Anteil zugunsten experimenteller Parts, die an Tool oder Krautrock erinnern, zurückgeschraubt wurde. Im Vergleich zu den Vorgängeralben ist Mikael Åkerfeldt auch nicht mehr ganz alleine für die Kompositionen verantwortlich, sondern hat Ideen der ganzen Band mit einfließen lassen. Im Mai 2006 verließ Schlagzeuger Martin Lopez die Band aus gesundheitlichen Gründen. Seinen Platz als festes Mitglied übernahm kurz darauf Martin Axenroth (genannt „Axe“), welcher zuvor bei Bloodbath spielte und bereits vorher bei Opeths Konzerten am Schlagzeug ausgeholfen hatte. Im Mai 2007 veröffentlicht Peter Lindgren einen offenen Brief mit dem Inhalt, dass für ihn das Leben mit der Band zu schwer wird, unter anderem wegen der sehr langen Tourneen von Opeth. Als Ersatz für ihn tritt nun Fredrik Åkesson in seine Fussstapfen, der vorher bei Bands wie Arch Enemy und Krux gespielt hat.

Diskografie

Studio-Veröffentlichungen

* 1995: Orchid (Neuauflage 2000, 2002)
* 1996: Morningrise (Neuauflage 2000)
* 1998: My Arms, Your Hearse (Neuauflage 2000, 2002)
* 1999: Still Life (Neuauflage 2003)
* 2001: Blackwater Park (Neuauflage 2006)
* 2002: Deliverance (Neuauflage 2006)
* 2003: Damnation (Neuauflage 2006)
* 2005: Ghost Reveries (Auflage einer Special Ltd. Edition 2006)
* 2007: The Roundhouse Tapes (Live CD 2007)
* 2008: The Candlelight Years (Box mit Orchid, Morningrise und My Arms, Your Hearse)
* 2008: Watershed
* 2011: Heritage
* 2014: Pale Communion

DVD-Veröffentlichungen

* 2004: Lamentations (Live at Shepherd’s Bush Empire 2003)
* 2008: The Roundhouse Tapes (Live DVD 2007)

Gastmusiker

* Steven Wilson – Keyboards, Backing Vocals, Mellotron, Gitarre (bei Blackwater Park, Deliverance und Damnation; Musiker bei Porcupine Tree)
* Fredrik Nordström – Hammond-Orgel (bei My Arms, Your Hearse)
* Markus Lindberg – 3 eggs (bei Blackwater Park)

Weblinks

- Offizielle Webseite
- Offielle Seite des Labels
- Portrait laut.de
- Deutschsprachige Fanseite der Band

Bearbeitet von staubi am 6. Aug. 2014, 11:47

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Wikifakten

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Gegründet in (Jahr):
  • 1990
Gegründet in (Ort):
  • Stockholm, Schweden
Bandmitglieder:
Offizielle Website:

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