Biografie
Biografie
In den 1990er Jahren waren sie ein Teil der sogenannten „Big Three“ des Doom-Metals zusammen mit Paradise Lost und Anathema, welche alle unter dem Banner des Kultlabels Peaceville Records standen. My Dying Bride sind diesem Label und als einzige dieser drei Bands auch dem Doom Metal bis heute treu geblieben.
Ihr Stil ist anfangs noch sehr stark im Death Metal verwurzelt; ihre erste 1991 bei Peaceville erschienene EP „Symphonaire Infernus Et Spera Empyrium“ ist ein sehr einflussreiches Werk in der gesamten Death/Doom Szene seiner Zeit. Besonders bahnbrechend und wohl auch für verschiedene Stilrichtungen von einflussreicher Bedeutung ist der Einsatz eines Violinisten, welcher ein signifikantes und wichtiges Element in der Musik darstellt und ihr eine unverwechselbare Note verleiht.
Auf ihrem zweiten Album „Turn Loose The Swans“ (1993) binden sie dann erstmals klaren Gesang in ihre Musik ein, die starken Death-Metal-Anklänge verschwinden größtenteils und machen einem weit stärker an der Langsamkeit und Düsternis des Doom Metal orientierten Stil Platz. Die folgenden beiden Alben führen diesen Stil fort und stellen eine konsequente Weiterentwicklung dar, wobei hier die Death-Grunts vollkommen wegfallen und die Stimmung insgesamt entspannter, romantischer und nachdenklicher wird. Den Höhepunkt dieser Entwicklung erreichen My Dying Bride mit dem Album „The Angel and the dark river“, welches für viele Fans den absoluten Zenit ihrer künstlerischen Karriere darstellt.
Nach dem vierten Album, „Like Gods Of The Sun“, verlässt Martin Powell, der Violinist, welcher der Band ihr ureigenstes charakteristisches Stilmerkmal verliehen hatte, die Band. Daraufhin erscheint 1998 das Album „34,788 %… Complete“, ein experimentelles Werk, das mit dem gewohnten Stil der Band wenig gemein hat und damals nicht wenige Fans der Band schockierte. Es orientiert sich an einem eher groovigen, mehr Spaß als Trauer verbreitenden, aber durchaus anspruchsvollen härteren Rock mit düsteren Elementen und dem weiterhin unverkennbaren Gesang, außerdem ist ein reiner Trip-Hop-Song vertreten; die Textinhalte haben sich von Verzweiflung und Verlust hin zu einsamen Verlierern, Sex und Drogen gewandelt.
1999 kehren My Dying Bride mit „The Light At The End Of The World“ grob gesagt zum Stil von „Turn Loose The Swans“ zurück, indem sie doomige Begleitung, klare Gesänge und Growls miteinander verbinden und auch wieder die typische düstere Lyrik zum Einsatz kommt. Die markante Violine wird durch einen verstärkten Einsatz von Keyboards ersetzt. Diesen Weg gehen sie mit ihren folgenden beiden Alben weiter; signifikante und spektakuläre Weiterentwicklungen ihres Stils, die früher ihre Wandelbarkeit bewiesen hatten, bleiben seither aus, auch wenn sie weiterhin grundsolide Alben produzieren.
2006 musste Schlagzeuger Shaun Steels aus gesundheitlichen Gründen seinen Posten aufgeben, den er seit 1998 nach dem Wegfall des Gründungsmitglieds Rick Miah innehatte. Im Oktober des selben Jahres wurde das Album „A Line Of Deathless Kings“ veröffentlicht. John Bennet übernahm daraufhin die Drums, verließ die Band jedoch schon Anfang 2007 wieder und wurde durch Dan Mullins ersetzt. Auch Bassist und Gründungsmitglied Adrian Jackson beendete zu dieser Zeit sein Wirken bei My Dying Bride. Seine Nachfolgerin wurde Lena Abé.
Verbleibende Gründungsmitglieder sind nunmehr nur noch Sänger Aaron Stainthorpe und Gitarrist Andrew Craighan.
Die Keyboarderin Sarah Stanton hat im Juni 2008, aufgrund Ihrer Schwangerschaft, eine musikalische Pause eingelegt. Ersetz wird sie durch Katie Stone. Es wurde angekündigt das sie live und auf dem neuen Album, das für Ende des Jahres geplant ist, auch Violine spielen soll. Somit gibt es bei der Band nach 10 Jahren Pause mal wieder nicht syntetische Violinenklänge zu hören.
Bearbeitet von RobertTrujillo am 30. Nov. 2008, 17:16
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Wikifakten (?)
- Gegründet in (Jahr):
-
- 1990
- Gegründet in (Ort):
-
- Yorkshire, UK
- Bandmitglieder:
-
- Martin Powell (1992 - 1998)
- Shaun Steels (1998 - 2006)
- Rick Miah (2003 - )
- John Bennet (2006 - 2007)
- Dan Mullins (2007 - )
- Adrian Jackson (1990 - 2007)
- Lena Abé (2007 - )
- Aaron Stainthorpe (1990 - )
- Andrew Craighan (1990 - )
- Sarah Stanton (2002 - 2008)
- Katie Stone (2008 - )
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