Mugison

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Mit seinem neuen Album „Mugiboogie“ bläst Mugison sämtlichen Klischees über den Sound Islands das Licht aus. Episch? Mysteriös? Versponnen? Das mag für Björk oder Sigur Ros gelten. Islands erfolgreichster Indierocker dagegen berserkert, brüllt und barmt sich durch die zwölf Songs von „Mugiboogie“, dass Tom Waits, Trent Reznor, Beck und Bonnie „Prince“ Billy gleichermaßen ihre Freude an dem nordischen Blues-Bruder haben dürften.

In seiner Heimat ist Mugison alias Örn Elías Guðmundsson bekannt wie ein bunter Hund. Das Platinalbum „Mugiboogie“ verkaufte sich 10.000 Mal. Wenig? Bei einer Bevölkerung von gerade mal 300.000 Isländern ist das mehr als ordentlich. Selbstverständlich kürten Islands Medien „Mugiboogie“ im Handumdrehen zur Platte des Jahres – und fügten Mugisons stetig wachsender Award-Sammlung noch eine Auszeichnung hinzu.

Verdient hat sich Mugison all diese Preise mit der „Do it Yourself“-Attitüde, die den Isländern eigen ist – und die Musikszene der Vulkaninsel so einzigartig macht. Mugisons Stil ist Seemeilen von dem Sound seiner bekannteren Kollegen Björk oder Sigur Ros entfernt. Der Ansatz aber ist derselbe: Das eigene Ding durchziehen, was nur scheinbar nicht passt, passend machen – und sich so vom Indie-Einerlei und der normierten Chartware abheben. So fing Mugisons Karriere zu Hause an – und auf diese Weise will er auch den Rest der Popwelt erobern: Für die ersten 10 bis 20.000 Alben, die auf dem Festland verkauft werden sollen, bastelt er das Cover selbst – in zwei Monaten Heimarbeit…

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