Biografie

Die Berliner Formation Monolake fühlt sich seit Jahren der Soundforschung aufs innigste verpflichtet. Ihre Releases auf den Labels Chain Reaction und Basic Channel gehören zu den feinsten -Platten des Genres. Dubbige entwickelten sich schnell zum Markenzeichen einer ganzen Reihe von Projekten aus der Hauptstadt, die bei den genannten Labels eine Heimat finden. Stefan Betke aka Pole gehört genauso zu den Verdächtigen wie Robert Henke und Gerhard Behles aka Monolake, die 1995 beschließen ihre Vorstellung von intelligenter elektronischer Musik umzusetzen.

Die beiden lernen sich an der Technischen Universität kennen, wo Henke Tontechnik studiert und Behles als Dozent tätig ist. Die Zusammenarbeit klappt derart gut, dass die ersten gemeinsamen Tracks schnell ihren Weg ins Presswerk finden und 1996 unter dem Titel „Cyan“ bei Chain Reaction veröffentlich werden. Minimalistisch im Ansatz spielen die Tracks von Monolake mit subtilen Spannungs- und Stimmungsveränderungen in der zeitlichen Dimension, ähnlich den dröhnenden -Stücken von Neu! oder Faust. „Hongkong“, der erste Longplayer der beiden Soundtüftler, gehört zu den definierenden Momenten minimalistischer sounds und macht das Label Chain Reaction international zum Begriff. Das Label-Korsett schnürt Monolake aber schon bald zu arg ein, so dass das Duo beschließt, fortan eigene Wege zu gehen.

1999 gründen sie mit imbalance computer music ihr eigenes Label, um die volle künstlerische Freiheit über die Produktionen von Monolake zu behalten. Ihren Ansatz der Soundforschung ausbauend schreiben Monolake ihre eigenen Musikprogramme, die es ihnen auf einzigartige Weise ermöglichen, neue Sounds zu kreieren. Gerhard Behles verschreibt sich in der Folge mit Haut und Haaren den Möglichkeiten des Sounddesigns und gründet zusammen mit Bernd Roggendorf die Firma Ableton. Deren Musiksoftware macht schnell von sich Reden und ist bei Produzenten wie Heiko Laux, Charlie Clouser von Nine Inch Nails, Chicks On Speed oder Mijk Van Dijk nicht mehr aus dem Studio wegzudenken.

Klar, dass bei all den Geschäftsterminen nicht mehr viel Zeit für die eigene musikalische Karriere bleibt, und so konzentriert sich Behles nach dem 2001er Album „Gravity“ verstärkt auf seine Firma. Dennoch bleibt Behles Mitglied bei Monolake, auch wenn Henke nun einen Großteil des Projekts im Alleingang am Leben erhält. Unterstützt wird Henke lediglich von Alexej Paryla, der bei Liveauftritten für die Visuals sorgt und bei den Releases zumeist das Coverdesign in seinen Händen weiß.

Mit „Momentum“ meldete sich Robert Henke 2003 zurück und überrascht mit einigen ungewohnt floor-freundlichen Tracks. Die neun Klangskulpturen des Albums feiern im Berliner Zeiss-Planetarium Premiere, bevor sie auf einer ausgedehnten Tour bis nach Australien, Neuseeland und Japan gehen.

Seit etwa 2004 arbeitet Torsten Pröfrock mit Henke zusammen, die erste gemeinsame Veröffentlichung war Polygon_Cities 2005.

Bearbeitet von neurotransistor am 14. Nov. 2009, 4:10

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  • 1995
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