Biografie

MONA MUR, Komponistin, Sounddesignerin, Sängerin, ist seit den 80er Jahren als extravangante Vokalistin durch ihre Zusammenarbeit mit Künstlern wie den „Einstürzenden Neubauten“, den „Stranglers“, „Yello“ und den Warschauer Philharmonikern in internationalen Avantgardekreisen bekannt.
Während der Punkexplosion ‘82 traf sie mit FM Einheit, Alex Hacke und Marc Chung von den „Einstürzenden Neubauten“ zusammen. Als „Mona Mur & Die Mieter“ produzierten sie ihre erste 12“ Single „Jeszcze Polska“, die sofort vom Londoner New Musical Express zur „Single of the Week“ gekürt wurde.
Vor allem ihre brachiale Version von Brecht/Weill’s „Surabaya Johnny“ in „breitem Sound düsterster Schattierung“ (TAZ) und die manisch-exzessiven Liveauftriite begründeten ihren Kultstatus bis heute.
Mur ist eine der wenigen deutschen Sängerinnen, die in Eigenregie dunkle, agressive Soundwelten zwischen Elektronik, Industrial, Wave und Brutalchanson Brecht/Weillscher Tradition kreieren.
1990 engagierten Mona Mur und „Yello“s Dieter Meier den polnischen Rockstar und Produzenten Grzegorz Ciechowski („Republica“) und das Warschauer Philharmonische Orchester für das Konzept-Album „WARSAW“, das zunächst nicht veröffentlich wurde.
Dafür covert die polnische Sängerin Katarzyna Groniec auf ihrem Album „Mesczysny“ (SONY 2000) vier von Mona Murs WARSAW-Songs. Das Album landet in den Nationalen Verkaufscharts auf Platz 3, die Single mit Mona’s Song „Paintings“ (polnisch: Dzieki za milosc) verkauft sich über 70.000 mal.
Nach diversen Indienreisen und einer erfolgreichen Karriere als Kampfsportlerin wird Mona Mur 1999 Lead Audio Artist der Software-Entwickler TERRATOOLS Potsdam-Babelsberg. Sie entwickelt ein eigenes Profil als Designerin fremdartig-versponnnener bis brachial-unheimlicher elektronischer Musik und Soundeffekte. Ihre Klänge finden sich in zahlreichen Animationen, Installationen und Computerspielen wie „BALLANCE“ (Atari Europa 2004, USA und Japan 2006) oder „VELVET ASSASSIN“ (Replaystudios/GAMECOCK MEDIA 2008).
Eine Preview der US-Site GamersHell nennt die ungemein düstere neo-expressionistische Musiklandschaft „Emotional Industrial“ und stellt fest: „Ihre gespenstischen, äußerst fein nuancierten Klangbilder sind von hypnotischer Ausdruckskraft und erzeugen eine abgründige, messerscharfe Atmosphäre.“
Eine BEST of Mona Mur - Compilation erschien ebenfalls 2004 bei DarkDimensions: „Into Your Eye“, eine retrospektive Sammlung aus über 20 Jahren musikalischer Arbeit enthält nicht nur die frühen 80er Punk-Wave-Hymnen und drei Songs der gewalttätig-orchestralen WARSAW-CD, sondern auch Elektro-Kunstlieder, geschrieben und produziert mit dem Multiinstrumentalisten Christian St. Claire.
Dezember 2008 erscheint das Album „120 Tage - The Fine Art of Beauty and Violence“ (PALE MUSIC Int.), eine Kollaboration mit EN ESCH, bekannt als Frontmann der deutsch/amerikanischen Elektro-Rocker KMFDM. Der Drummer und Producer hat sich mit einem eigenständigen elektronischen Drum/Bass-Instrumentarium ihren 80er-Songs von Liebe, Tod, Wahnsinn, Schmerz und Schönheit neu angenähert. Live spielt er dazu Feedback-Gitarre, die letzte Buße fordert.

Bearbeitet von moxie0 am 31. Mär. 2009, 14:45

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