Biografie

Michael Burks wurde am 30.Juli 1957 in Milwaukee, USA geboren und verstarb am 6.Mai 2012 in Atlanta/USA. Er betrat diesen Planeten praktisch schon „mit dem Blues infiziert“, denn sein Großvater Joe Burks war schon in seiner Vaterstadt Camden in Arkansas für den „akustischen“ Delta-Blues bekannt, den er auf seiner Gitarre spielte.

Michaels Vater Patrick spielte Bass. Jahrelang arbeitete er tagsüber in den Stahlwerken und Ölraffinerien Milwaukees und verbrachte seine Abende mit Auftritten in den verrauchten dunklen Blues Clubs der Stadt, wo er regelmäßig Harmonika-Legende Sonnyboy Williamson II, aber auch andere Bluesstars auf Tour sowie örtliche Musik-Größen begleitete.

Mit 2 Jahren hielt Michael zum ersten Mal eine Gitarre in seinen Händchen und Frederick begann sofort, ihm das Spielen darauf beizubringen. Mit einer voll funktionstüchtigen Gitarre mit Kinder-Mensur begann er die Bassläufe seines Vaters nachzuahmen.

Mit 5 Jahren lernte er eifrig von den Schallplatten seines Vaters, dabei unterstützt von einem richtigen Lehrplan. „Du bekommst einen Dollar für jeden Song, den Du kannst, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme“ pflegte Frederick seinem jungen Sprössling zu sagen. Und so lernte Michael ganz sicher jeden Song in- und auswendig, bis sein Vater durch die Eingangstüre kam. Auf diese Art hatte der Junge einen ansehnlichen Haufen Dollarmünzen angesammelt, bis sein Vater merkte, dass diese Art Pädagogik unnötigerweise ein riesiges Loch in seinen Geldbeutel brannte. Letztendlich sagte Frederick zu seinem Sohn: „Da ist noch eine letzte Platte,—- wenn Du die auch noch lernst, setzt‘s was!“ Aber Michael übte fleißig weiter, und als er 6 Jahre alt war, hatte er seinen ersten Auftritt anlässlich der Reise zum Stammsitz der Familie. Der nun „flügge“ gewordene Gitarrist kam zu der Band seines Cousins auf die Bühne und zeigte es einem ahnungslosen Publikum „so richtig“.

Nach einem Arbeitsunfall Anfang der 70er Jahre zog Frederick Burks mit seiner Familie wieder zurück an ihren Stammsitz in den Süden. Dort baute er sich mit Hilfe seiner Söhne einen Musikclub auf. Zu dieser Zeit führte Michael schon seine eigene Band, begleitete aber auch Blues- und R&B-Größen die vorbeischauten. Johnnie Taylor und O.V. Wright waren nur 2 davon. Im zunächst blühenden Club führte Michael dort jede Woche dienstags bis samstags die Hausband. Als der Club Anfang der 80er Jahre schleißen musste, war Michael gezwungen, sich eine andere Arbeit zu suchen. Er fand sie beim Rüstungshersteller Lockheed-Martin. Über kurz oder lang führte sein Drang zur Musik und ein sehr verständnisvoller Chef, dazu, dass Michael wieder an den Wochenenden auf der Bühne stand.

Dann veröffentlichte er sein selbstproduziertes Debut-Album „From The Inside Out” auf Independent Records (1997). Das Album ließ keinen Zweifel daran, dass es sich bei Michael Burks sozusagen um ein emotionsgeladenes Blues-Kraftwerk handelte. Kritiker und Fans liebten gleichermaßen, was sie da zu hören bekamen. „Blues Access“ nannte das Album, „die eindrucksvollste Indie-Veröffentlichung seit wir uns erinnern können”.

„Living Blues“ zählte es zu den „besten Debut-Veröffentlichungen des Jahres“. Das Album zog eine weiter steigende Zahl von Buchungen nach sich. So wurde Michael Burks 2000 für den „Blues Music Award” nominiert, obwohl er schon seit Jahre hart als Profi auf den Bühnen gearbeitet hatte. Es war nun klar, dass er einfach wieder seine musikalische Karriere weiterverfolgen musste. Mit einem „Tank voll“ begeisterter Rezensionen des Albums bekam er nun mehr Gelegenheit, auf Festivals zu spielen, als je zuvor. Er kam 2001 zu „Alligator Familie“ und veröffentlichte das von der Kritik begeistert aufgenommene Album „Make It Rain“.

Die „Chicago Sun-Times“ nannte es „aufregend und von Herzen kommend”, das „Billboard” stimmte zu, und erklärte noch dazu, dass Burks ein kraftvoller Gitarren-Akrobat sei, … er eile durch die Gitarrenriffs wie früher Clapton früher, blitzschnell, weil er es einfach draufhabe. Er sei ein großartiger Gitarrist. Das Magazin „Vintage Guitar” sagte: „Das klingt nach Gospel, süß und hässlich zugleich. Burks wird Dir Dein Herz erwärmen, Dir aber gleichzeitig eiskalte Schauer den Rücken hinunter jagen.”

Er ging sofort wieder auf Tour, um den Verkauf der CD zu unterstützen und seinen heißen Blues den Bluesfans im Land, in Europa und Australien in Clubs, Konzerthallen und großen Festivals überall nahe zu bringen.

Das nächste Album „I Smell Smoke“ brachte dem Veteranen nun gleich 3 Nominierungen beim „Blues Music Award“, eingeschlossen die Kategorie „Bestes Modernes Blues Album des Jahres“ und für den Titelsong in der Kategorie „Blues Song des Jahres“.
Mittlerweile spielte er mehr oder weniger regelmäßig u.a. auf dem Chicago Blues Festival, dem Telluride Blues Festival, dem Mississippi Valley Blues Fest und dem Kalamazoo Blues Fest, als Haupt-Akt beim Mississippi Muddy Waters Blues Fest, beim Arkansas River Blues Fest und beim Blind Willie Blues Fest.

Die überwältigende, von Herzen kommende Intensität, die Michael Burks auf der Bühne zeigt, bildet den Kern seiner Haltung. Begeisterte Fans in Europa, Australien und Südamerika wissen das schon lange und lieben ihn für den Schweiß, die Leidenschaft und die Intensität, die er auf der Bühne verströmt… Die Musik auf seiner bisher letzten CD „Iron Man”, geschmiedet aus seinem unbestrittenen Talent und vorwärtsgetrieben durch seine jahrelang Tour-Erfahrung beweist erneut, dass der „elektrische” Blues weiterlebt und bei Michael Burks, dem „Iron Man”, weiter in guten Händen bleibt.

Bearbeitet von rockinXXL am 7. Mai. 2012, 12:32

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