Me’shell Ndegeocello, auch Me’shell Suhaila Bashir (*29. August 1969, Berlin, eigentlich Mary Johnson) ist eine US-amerikanische Musikerin und Komponistin.

Me’shell Ndegeocello kam als Tochter des in Deutschland stationierten US-Soldaten (und Saxophonisten) Jacques Johnson in Berlin zur Welt. Anfang der 1970er Jahre übersiedelte die Familie nach Virginia (USA), wo sie aufwuchs und die Duke Ellington Highschool of the Arts (Washington D.C.) besuchte. Als Teenager lernte sie Bass zu spielen und begann schon während ihres Studiums an der Howard University in den 1980er Jahren in den Clubs der Stadt ihre musikalische Karriere. In dieser Zeit, mit 17, nahm sie auch ihren Künstlernamen an: Me’shell NdegéOcello, wobei NdegéOcello in Swahili „Frei wie ein Vogel“ bedeutet. Als sie 1988 schwanger wurde und ihr Sohn Askia zur Welt kam, brach sie ihr Universitätsstudium ab.

In der Folge nahm sie an Auditions für verschiedene Bands teil und spielte auch bei einzelnen Auftritten mit verschiedenen bekannten Künstlern, darunter Living Colour und Steve Coleman. Von Arrested Development wurde sie als musikalische Leiterin des Auftritts der Band in der Fernsehshow Saturday Night Live engagiert. Es folgten Angebote verschiedener Labels, darunter der Paisley Park Studios von Prince und Warner Brothers. Sie ging schließlich als erste weibliche Künstlerin bei Madonnas damals neuer Produktionsfirma Maverick unter Vertrag.


Ihr Hauptinstrument, auf dem sie mit zu den besten Künstlern der Welt gezählt wird, ist der E-Bass. Daneben spielt sie auch Keyboard, E-Gitarre und hat ihren eigenen Stil aus einer Mischung von Gesang und Rezitation entwickelt. Ihre Musik bewegte sich auf ihren ersten fünf Alben vor allem im Spannungsfeld zwischen Funk, Soul, Hip-Hop und Jazz und zeigte auch Einflüsse aus Reggae und Rock.

Mit ihrer Mischung aus Funk, Groove und intelligenten Texten gilt sie als wichtige Wegbereiterin für Musikkünstlerinnen wie Erykah Badu, Jill Scott u.a.

1993 veröffentlichte Me’shell Ndegeocello ihr erstes Album „Plantation Lullabies“ auf dem unter anderem auch im Bereich des Jazz etablierte Musiker wie Geri Allen, Wah Wah Watson und Joshua Redman zu hören sind. Die teils provokanten und kritischen Texte behandelten Themen wie Sex, Politik und Rassismus.

Ihr Können als Musikerin führten zur Zusammenarbeit mit einer Reihe bekannter Künstler aus Pop und Jazz, unter anderem: Chaka Khan, Carlos Santana, den Rolling Stones, Prince, Madonna, Paul Simon, David Bowie, Basement Jaxx, Herbie Hancock und Marcus Miller. Ein Erfolg war die Zusammenarbeit mit John Mellencamp, mit dem sie eine Cover-Version des Van Morrison Stücks „Wild Night“ einspielte (Bass und Background-Gesang). Es folgten Beiträge zur Musik von bisher 15 Filmen, darunter „How Stella Got Her Groove Back“, „Higher Learning“ und „Batman & Robin“.

Auf den folgenden Alben - „Peace Beyond Passion“ (1996) und „Bitter“ (1999) - entwickelte sie ihren unverwechselbaren und abseits des Pop-Mainstreams orientierten Stil weiter. 2002 veröffentlichte sie mit „Cookie: The Anthropological Mixtape“ ihr bislang erfolgreichstes Album. Zur gleichen Zeit nahm sie auch einen weiteren Künstlernamen an: Suhaila Bashir (arabisch: Überbringer guter Nachrichten).

Nach dem fünften Album, „Comfort Woman“ (2003), wechselte sie 2004 von ihrem bisherigen Label Maverick zu Universal. Damit einher ging auch eine Neuausrichtung in ihrer Musik. Sie versammelte eine Band (Spirit Music Jamia) aus profilierten Musikern des Jazz um sich und veröffentlichte - als Produzentin, Bassistin, Komponistin und musikalische Leiterin - Anfang 2005 „The Spirit Music Jamia: Dance of the Infidel“. Zu den Gastmusikern die auf dem Album zu hören sind gehören unter anderem die Sängerinnen Cassandra Wilson und Lalah Hathaway (Tochter von Donny Hathaway), die Saxophonisten Kenny Garrett und Joshua Redman, Klarinettist Don Byron, Schlagzeuger Jack DeJohnette und Perkussionist Mino Cinelu.

Bearbeitet von [gelöschter Benutzer] am 18. Nov. 2007, 3:23

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