Biografie

Mantus ist ein Musikprojekt, das etwa 1997 von Martin Schindler gegründet wurde. Der Bandname leitet sich vom gleichnamigen Unterweltsgott der Etrusker ab. Stilistisch ist die Musik von Mantus nur schwer zu kategorisieren und lässt sich aufgrund des Einsatzes von Metal-Gitarren am ehesten dem Metal-Umfeld zuordnen.

Mantus hat sich in seiner Bandgeschichte zu einer viel beachteten Band entwickelt. Viele ihrer Lieder sind auf Compilations erschienen, der große Durchbruch blieb jedoch aus, so dass Mantus auch kommerziell nicht sonderlich erfolgreich und auch nie in den Charts vertreten war.

Wenngleich Mantus bereits länger als Soloprojekt von Martin Schindler existierte, erschien das erste Album „Liebe und Tod“ erst, als er seine Schwester Tina (stets „Thalia“ genannt) zu dem Projekt hinzunahm, um den alternierenden männlichen und weiblichen Gesang verwirklichen zu können, der wesentlich zur „dunklen Romantik“ - wie Martin Schindler es nennt - beiträgt. Da die Band nur aus diesen beiden Personen bestand und sich auch häufig auf Gastmusiker stützen musste, trat Mantus bis 2009 auch niemals live auf.

Mantus löste sich Anfang 2005 vorübergehend auf. Mit der „Chronik“-Best of verabschiedete sich die Band am 5. Mai 2006 aus dem aktiven Musikgeschäft. Die Musiker wollten eine neue Richtung einschlagen, die mit Mantus nicht vereinbar war. Als Nachfolger wurde 2005 die Band Sepia gegründet, in der neben Martin Schindler auch Thalia wiederzufinden ist. Schon von Beginn an lief parallel zu Mantus das Projekt Black Heaven, das ebenfalls von Martin Schindler gegründet wurde.

Ende 2008 wurde Mantus in gewohnter Besetzung wiederbelebt, brachte 2009 mit „Requiem“ ein neues Album heraus und trat erstmals auf dem 5. Amphi-Festival in Köln live auf.

Die Musik wird häufig als melancholisch, schwermütig und melodiös wahrgenommen. Prägnant ist der Wechsel von Martins und Thalias Gesang sowie die harten Metal-Gitarren, die das gesamte Schaffen der Band verstärkt in den Doom-Metal-Bereich rücken. Oft wird Mantus der Einfluss der Neuen Deutschen Todeskunst zugesprochen, was jedoch vor allem von der Nutzung der deutschen Sprache herrührt.

In den größtenteils deutschsprachigen Texten geht es um Themen wie Liebe, Tod, Ewigkeit oder Unsterblichkeit. Allerdings finden auch gesellschaftskritische Probleme ihren Platz, wie beispielsweise Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und Vergewaltigung, die in den Titeln entsprechend thematisiert werden. Beispielsweise findet sich zu Beginn des Liedes Utopia eine Passage der Rede Joseph Goebbels’, in welcher er zum totalen Krieg aufruft.

Bearbeitet von DmcFreak am 19. Jun. 2011, 22:40

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