Biografie

Mahalia Jackson (* 26. Oktober 1912 in New Orleans, Louisiana, USA; † 27. Januar 1972 in Evergreen Park nahe Chicago, Illinois, USA) war eine US-amerikanische Gospelsängerin und gilt weltweit als eine der besten Sängerinnen in der Geschichte der Gospelmusik. Sie wuchs in New Orleans auf und begann in einer Baptistenkirche zu singen. 1928 zog sie nach Chicago, um mit den Johnson Brothers, einer der ersten professionellen Gospelgruppen aufzutreten.

Als die Johnson Brothers sich Mitte der 1930er Jahre auflösten, begann Jackson ihre Solokarriere 1937 mit einem Vertrag bei Decca Records. Das Resultat, „God’s Gonna Separate the Wheat from the Tares“, war von mäßigem Erfolg, aber Jackson wurde ein populärer Konzertgast. Sie machte eine Aufnahmepause bis 1946, als sie mit Apollo Records einen Vertrag abschloss und veröffentlichte mehrere heute hochgeschätzte Singles, die sich damals jedoch schlecht absetzten. „Move on up a Little Higher“ (1948) wurde allerdings ein sehr großer Erfolg, und die Geschäfte vermochten die starke Nachfrage kaum zu befriedigen. Jackson wurde sowohl in den USA und bald darauf in Europa berühmt. „I Can Put My Trust in Jesus“ (1952) gewann einen Preis der Französischen Akademie, während „Silent Night“ in Norwegen die bestverkaufte Single wurde. Sie begann eine Rundfunkserie auf CBS und schloss 1954 einen Vertrag mit Columbia Records. Mit ihrem Massenerfolg kam es zu einer unvermeidlichen Reaktion der Gospel-Puristen, die ihr vorwarfen, ihren Sound zugunsten der Popularität verwässert zu haben. Umfangreiche Europa-und Welttourneen von 1952, 1961, 1964, 1967, 1968, 1971 brachten sie nach Stockholm, Paris, Hamburg, Berlin, Frankfurt, München, Zürich, Tel Aviv, Rom, Antibes, London, Tokyo und andere Orte. Im deutschen Fernsehen trat sie 1967 in einer Eurovision-Sendung zum Start des Farbfernsehens in der BRD (Galaabend der deutschen Schallplatte) mit anderen internationalen Stars auf, wo man ihr schon die chronische Krankheit ansah. Des Weiteren trat sie in Filmen wie St. Louis Blues,Imitation of Life und The Best Man auf.

Die Karriere Jacksons verlief Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre weiter erfolgreich; sie machte Aufnahmen mit Duke Ellington (Black, Brown and Beige), sowie Percy Faith und trat 1958 beim Newport Jazz Festival und 1960 dem Amtsantritt John F. Kennedys auf. Sie sang beim March on Washington for Jobs and Freedom und später auch bei Martin Luther Kings Bestattung. In den späten 1960er Jahren ging ihre Popularität zurück. Sie beendete ihre Karriere 1971 im Ausland mit einem Konzert in Deutschland (München) und starb 1972 mit 60 Jahren nach mehreren Herzinfarkten und dem daraus resultierenden rapiden Gewichtsverlust an Herzversagen.

Bearbeitet von [gelöschter Benutzer] am 15. Jul. 2007, 2:17

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