Biografie

Die (Hard)Rock-Band Magnum wurde von Bob Catley und Tony Clarkin gegründet.

Bandgeschichte

Bis 1979

Der eigentliche Durchbruch gelang Magnum erst 1976 als Support-Act für die Metal-Band Judas Priest. Zuvor spielten sie nur Background für Del Shannon und andere amerikanischen Sänger bei deren Konzerten in England. Der Erfolg war jedoch mäßig, die Konzerte eher kleinerer Natur.

Trotz der kontroversen Mischung von Judas Priests Heavy Metal und dem eher „normalen“ Rock von Magnum wurde Jet Records - die seinerzeits auch das Electric Light Orchestra unter Vertrag hatten - auf die Gruppe aufmerksam und bot ihnen einen Platten-Vertrag an.

Es stellte sich heraus, das Magnum der Musikwelt einige Zeit voraus war. Die ersten beiden Alben, „Kingdom Of Madness“ (dessen gleichnamiger Song über 10 Jahre im Live-Set erhalten bleiben sollte) und „Magnum II“ erschienen im Abstand von weniger als einem Jahr.

Obwohl sich Catley sogar von David Coverdale - dem Frontsänger von Whitesnake - in Sachen Stage-Performance beraten ließ, blieben Gigs eher die Ausnahme. So gab es vor dem Release von „Magnum II“ lediglich acht Live-Auftritte.

1980 bis 1985

1980 kam überraschend das dritte Werk „Marauder“ als Live-Album heraus. Zu dieser Zeit wurden mit Keyboarder Mark Stanway (für Richard Bailey), Drummer Kex Gorin und Bassist Colin „Wally“ Lowe das lange Zeit geltende Magnum Line-Up ausgearbeitet. Support-Acts für Bands wie Blue Öyster Cult, Def Leppard, Tygers of Pang Tang, Krokus und Ozzy Osbourne erwiesen sich als Sprungbrett in die amerikanische Musik-Szene.

Im vierten Album „Chase the Dragon“ waren die amerikanischen Einflüsse – nicht zuletzt durch den Producer Jeff Glixman und den Supporting-Act für Kansas - nicht mehr zu überhören, was Magnum eine Top 20 Platzierung einbrachte.

1983 hatte Magnum zunächst schwer zu kämpfen. Nicht nur das sich auf den Festivals Auflösungserscheinungen bemerkbar machten, das neue Album „The Eleventh Hour“ verkaufte sich weit schlechter als die Plattenfirma dies nach „Chase The Dragon“ erwartet hatte.

Als jedoch Mark Stanway zur Band zurück kehrte und Bob Catley keine andere Sängerrolle fand, stieg der Optimismus wieder. Mit den letzten eigenen Geldern wurde bei FM Records das famose „On A Storyteller’s Night“ aufgenommen. Dieses Album kam wieder in die Top 30 und brachte neben besten Kritiken für die Band auch einen Vertrag bei Polydor und die Eröffnung des „Monster Of Rock“ Festivals ein.

1986 bis 1994

1986 kam das von Roger Taylor (Drummer, Queen) und Dave Richards produzierte „Vigilante“ heraus.

„Wings of Heaven“ schaffte es 1988 mit einer Mischung der beiden Stilrichtungen, die in „Vigilante“ und „On a Storyteller’s Night“ zu hören waren, sogar in die Top 5.

1988 war mit drei vollkommen ausverkauften Konzerten in London’s berühmtem „Hammersmith Odeon“ eines der erfolgreichsten Jahre von Magnum. Das Spektakel wurde auf Video und als Radiokonzert festgehalten.

1990 erreichte das Album „Goodnight L.A.“ weder die Plazierungen noch die Kritiken des Vorgängers. Die darauffolgende Tour wurde im „The Spirit“ Album verewigt.

1992 kam „Sleepwalking“ bei „Music for Nations“ heraus.

Das 1993 bei FM Records erschienene „Keeping the Nite Light Burning“ entsprach ganz dem damaligen Trend des MTV Unplugged Geistes. In diesem Jahr kam auch die erste Compilation mit dem Titel „Archive“ heraus. In dieser wurden, zum einen, Songs aus der frühen Zeit von Magnum, aufgenommen in den „Nest“-Studios in Birmingham 1974, wie z.B. „Sea Bird“, „Slipping away“…, zum anderen, bearbeitete bzw. alternative/ursprüngliche Versionen alt bekannter Songs wie „Kingdom of Madness“, „The Word“, „Lights burned out“… erstmals veröffentlicht.

1994 erschien bei EMI mit „Rock Art“ die erste Platte seit „Kingdom of Madness“, die keine Top 40 Plazierung erreichte.

1995 bis 2007

Ende 1995 löste sich die Band nach einem letzten famosen Live-Auftritt in Wolverhampton auf. Clarkin und Catley machten als Duo Hard Rain weiter, mit neuen Sounds und anderen Musikstilen. Zeitgleich mit Hard Rain kam auch noch ein Doppel-Album namens „Stronghold“ heraus, welches die letzten Live-Auftritte nochmals eindrucksvoll dokumentiert.

Als Catley 2001 seine Solo-Gesangskarriere fortsetzte kamen jedoch Gerüchte auf, dass Magnum ein neues Album herausbringen wollte.

Im neuen Jahrtausend erschien dann „Breath Of Life“ und zuletzt das aktuelle Studio-Album „Brand New Morning“, welches eine auffällige und doch interessante Stil-Änderung zum Melodic Hard Rock aufweist. Mit diesem Album knüpften Magnum wieder an den glorreichen Zeiten der 80er Jahre an ohne sich selbst zu kopieren. Eine sehr erfolgreiche Tour im Jahre 2005 feierte das 20-jährige Jubiläum des „On A Storyteller’s Night“-Albums. Das Konzert aus dem Londoner Astoria wurde auf einer live-DVD unter dem Titel „Living The Dream“ veröffentlicht. Im Frühjahr 2007 ist bei dem Label „Steamhammer“ das neue Album „Princess Alice And The Broken Arrow“ erschienen, mit dem die Band wieder deutlich in Richtung der märchenhaften „Storyteller“-Atmosphäre tendiert; stimmig untermalt wird dies durch das liebevolle, von Rodney Matthews gestaltete Cover. Der auf dem Vorgänger-Album wirkende Drumer Harry James wurde durch Jimmy Copley ersetzt.
Bereits auf dem 2009 ebenfalls bei Steamhammer erschienen Nachfolge-Album “ Into The Valley Of The Moon-King“ trommelt allerdings wieder Harry James. Mit diesem Album scheinen Magnum Ihre Berufung als Märchenerzähler des Rock endgültig wiederentdeckt zu haben. Längen, wie sie noch mit „Thank you for the Day“ oder „Inside your Head“ auf dem Vorgängeralbum vorhanden waren gibt es nicht mehr. Die (überwiegend) älteren Herren rocken wieder.

Bearbeitet von [gelöschter Benutzer] am 13. Mär. 2011, 13:40

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