Biografie

M.O.D. (Abkürzung für Method of Destruction) ist ein Crossover-Thrash-Projekt von Billy Milano.

Entstehungsgeschichte
Nach dem Erfolg von S.O.D. gründete Anthrax’ Gitarren-Roadie und Sänger des Projektes seine eigene Band Method of Destruction. Für das erste Album U.S.A. for M.O.D. verwendete er einige Songs, die für Speak English or Die geplant waren, allerdings keine Verwendung fanden. Die, die etwas härter ausfielen als bei S.O.D. sorgten für einige Kontroversen in Amerika und Europa. Die eine Hälfte des Albums sind Satiren auf die amerikanische Hair-Metal-Szene der 1980er Jahre und Anspielungen auf Musiker wie Ronnie James Dio. Auf dem Lied A.I.D.S. (steht in diesem Fall für Anally Infected Death Sentence) wird die Immunschwächekrankheit Aids als „Schwulenseuche“ beschrieben. Des weiteren sind die Lieder Aren’t You Hungry und Imported Society rassistisch konnotiert. In den Liedern Get a Real Job und Aren’t You Hungry macht sich Milano zudem über Sozialhilfeempfänger lustig. Die kontroversen Texte brachten ihm prompt den Vorwurf ein, ein „Rassistenschwein“ zu sein. Insbesondere die europäische Presse greift Milano hart an, so dass er sich in einem „Offenen Brief“ distanzieren muss. In diesem Brief distanziert er sich von faschistischem Gedankengut und erklärt, es handele sich um Satire und nicht um seine eigene Meinung.

Das zweite Album Sufin’ M.O.D. kommt dagegen zahmer herüber. Es wurde in einem komplett neuen Line-up eingespielt und ist eine Spoken-Word-Platte mit Liedern zwischen den einzelnen Teilen. 1989 erscheint Gross Misconduct, das wieder ein vollständiges Album ist und weiter auf satirische Texte setzt, die allerdings nicht mehr rassistisch sind.Es enthält u.a. Anspielungen auf Batman und Godzilla. Mit In the City ist eine Fear-Coverversion auf dem Album.

Erst 1992 erscheint das vierte Album Rhythm of Fear, das sowohl musikalisch als auch textlich eher bieder ausfällt. 1994 erscheint Devolution, welches eher auf politische Aussagen setzt. Auch der Nachfolger Dictated Aggression von 1996 setzt eher auf politische Inhalte. Danach ist für kurze Zeit Pause bei M.O.D., da sich Milano an einer ausgedehnten S.O.D.-Reunion beteiligt.

2003 wird M.O.D. reanimiert und auch die satirisch-provokanten Texte kehren zurück. Das Albumcover von The Rebel You Love to Hate ist eine Variation des MSG-Logos, mit den Buchstaben von M.O.D. . Milano bedient sich ausgesuchter Fun-Metal-Klischees und parodiert u.a. Rage Against the Machine und Rammstein. Mit Ass-Ghansitan kehrt Milano auch zu seinen rassistischen Statements zurück und erklärt, wie man den Krieg in Afghanistan beenden kann: „gonna turn that desert into glass when we nuke ASSGHANSITAN“.

Das bis dato letzte Album des Projekts ist das 2007er Album Red, White And Screwed, nach den Fun-Ausflügen des letzten Albums wieder im ursprünglichen M.O.D.-Musikstil geschrieben, ist das Album textlich im Redneck-Stil gehalten und enthält neben dem Amerika-kritischen Titelsong vor allem patriotische Texte und Lieder, die dem „Unity“-Gedanken des Hardcore Punks entsprechen.


Musikstil
M.O.D.s Musikstil ist eine Mischung aus Hardcore Punk und Thrash Metal, die charakteristisch für die Crossover-Szene der 1980er Jahre ist, die von der Vorläufer-Band S.O.D. mitbegründet wurde. Der Stil ist auf allen M.O.D.-Alben, bis auf The Rebel You Love to Hate gleich. M.O.D. ist vor allem ein Projekt von Billy Milano, die ständig wechselnden Line-ups halten meist nicht mal bis zum nächsten Album. An der Band beteiligten sich im Laufe der Jahre einige Musiker, die auch in anderen Bands aktiv sind. So ist beispielsweise Scott Sargeant auch bei Skinlab und Laaz Rockit aktiv. Zu weiteren ehemaligen Musikern zählen Tommi Klimchuck von Pro-Pain und Crumbsuckers, Rob Moschetti (ebenfalls Pro-Pain) John Monte (Ministry, Mindfunk) und Tim Mallare (Overkill). Als Gaststars waren unter anderem Scott Ian und Dan Lilker auf dem Debütalbum vertreten.


Diskografie
U.S.A. For M.O.D. (1987)
Surfin’ M.O.D. (1988)
Gross Misconduct (1989)
Rhythm of Fear (1992)
Devolution (1994)
Loved by Thousands … Hated by Millions (Best of, 1995)
Dictated Aggression (1996)
The Rebel You Love to Hate (2003)
Red, White & Screwed (2007)

Bearbeitet von [gelöschter Benutzer] am 3. Aug. 2008, 5:23

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