Biografie

Louis Jordan

* 8. Juli 1908 in Brinkley, Arkansas;
† 4. Februar 1975 in Los Angeles

war ein afroamerikanischer Jazz- und Rhythm and Blues-Musiker.

Er wird auch der Vater des Rhythm and Blues genannt. Im Alter von sieben Jahren begann er Saxophon zu spielen und hatte acht Jahre später seinen ersten professionellen Auftritt mit Ruby Williams. Nach wechselnden Engagements unter anderem bei Chick Webb gründete Jordan 1938 seine Band „The Tympany Five“. Das Ende des 2. Weltkrieges läutete den Niedergang der großen Big Bands und des Swing ein. Das Publikum hatte nach den Entbehrungen und Schrecken des Krieges einen unstillbaren Hunger nach leichter Unterhaltung. Für den Vollblut-Entertainer Louis Jordan war dies der Start einer großen Karriere. Schon während seiner Zeit bei Chick Webb musste er als Announcer (er hatte die Titel anzusagen) für den als Showmann wenig geeigneten Bandleader – Chick Webb war kleinwüchsig und durch einen Buckel behindert – einspringen. Diese frühe Schule sollte sich jetzt mit den Tympany Five auszahlen.

Louis Jordans erfolgreichste Zeit waren die Jahre zwischen 1942 und 1950. In diesen acht Jahren erreichte er achtzehn Mal Platz 1 der R&B-Charts. Insgesamt konnten sich seine Titel in diesen Jahren sage und schreibe 113 Wochen auf dem Thron des R&B halten. Hits wie Caledonia, Let the good times roll oder Choo Cho Ch’Boogie sind heute Evergreens des traditionellen R&B und zählen zu absoluten Standards in der Blues- und Rock-Musik.

Untrennbar mit dem Song Caledonia verbunden ist der Name von Louis Jordans dritter Ehefrau, Fleecie Moore, die er 1942 heiratete und die auch diesen Song schrieb und komponierte. In der Anekdote heißt es: In dem Song besingt Jordan seine Liebe zu einem Mädchen mit Namen Caledonia. Seine Eltern, die gegen diese Liebe sind, versuchen Caledonia in ein möglichst schlechtes Licht zu rücken. Den gesprochenen Mittelteil des Songs scheint Louis Jordan ausgiebig für seine textlichen Improvisationen genutzt zu haben. In unterschiedlichen humoristischen Variationen erzählt er dem Publikum, warum Caledonia nach Ansicht seiner Eltern ein schlechtes Mädchen sei. Sie habe es auf sein Geld abgesehen, esse am Tag 24 Donuts, 4 Pfund Hamburger und trinke alleine eine Kiste Budweiser. Einige dieser Textimprovisationen scheint seine Frau allerdings auf ihre Person bezogen zu haben, was dazu führte, dass Fleecie Moore ihrem Ehemann ein Messer in den Rücken gerammt haben soll. Trotz dieses unangenehmen Zwischenfalls verlor Jordan nie die Liebe zum anderen Geschlecht. Er heiratete insgesamt fünf Mal.

Am 4. Februar 1975 starb Louis Jordan an den Folgen eines Herzinfarktes in Los Angeles. Er liegt in St. Louis, Missouri begraben. 1983 wurde er in die Hall of Fame des Blues aufgenommen.

Bearbeitet von Tweety-Tini am 26. Jan. 2009, 8:55

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