Biografie

1) Lena Meyer-Landrut (* 23. Mai 1991 in Hannover) ist eine deutsche Sängerin. Als Interpretin des Liedes Satellite gewann Meyer-Landrut 2010 für Deutschland den Eurovision Song Contest, nachdem sie den deutschen Vorentscheid Unser Star für Oslo für sich entscheiden konnte. Seit der Veröffentlichung ihres ersten Albums verwendet sie den Künstlernamen Lena.

Biografie

Meyer-Landrut wuchs als Einzelkind bei ihrer Mutter im hannoverschen Stadtbezirk Misburg-Anderten auf. Ihr Vater verließ die Familie, als sie zwei Jahre alt war. Nach Ballett und Jazz Dance wandte sie sich dem aus Hip-Hop, Jazz- und Ausdruckstanz bestehenden Show-Dance zu. Daneben fand sie Gefallen am Gesang. 2007 bildete sie mit einem Schulfreund das Musikduo Stenorette 2080, das nach dem Diktiergerät benannt wurde, mit dem die beiden ihre ersten selbstgeschriebenen Songs aufnahmen.
2009 wirkte Meyer-Landrut in den Fernsehserien K11 – Kommissare im Einsatz, Helfen Sie mir! und Richter Alexander Hold als Laiendarstellerin mit.
Im Juni 2010 beendete sie ihre Schulzeit an der Integrierten Gesamtschule Roderbruch Hannover mit dem Abitur.
Meyer-Landrut ist väterlicherseits eine Enkelin des deutschen Diplomaten Andreas Meyer-Landrut und Nichte des EU-Koordinators im Bundeskanzleramt Nikolaus Meyer-Landrut.

Casting für den Song Contest

Im Herbst 2009 bewarb sich Meyer-Landrut für die von der ARD und ProSieben ausgerichtete Castingshow Unser Star für Oslo, dem deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2010. Sie erreichte von über 4500 Kandidaten als eine unter 20 den Auftritt bei den beiden ersten Fernsehshows. Auf ihre Motivation zur Teilnahme angesprochen, sagte sie: „Ich bin ein Mensch, der sich gern ausprobiert. Ich wollte sehen, wie ich ankomme, und hören, was Leute dazu sagen, die Ahnung haben. Ich kann mich selbst gar nicht einschätzen.“ Vor ihrer Teilnahme hatte sie nach eigenem Bekunden niemals eine professionelle Gesangsausbildung genossen und auch kein Musikinstrument spielen gelernt.

Nach dem ersten Auftritt mit dem Song My Same der britischen Soul- und Jazzsängerin Adele erhielt die damals 18-jährige Schülerin wegen ihrer „einmaligen Interpretationsgabe“ großes Lob von den Juroren um Veranstalter Stefan Raab. Auch Adele bezeichnete die Version von Meyer-Landrut als „faszinierend“. Die Originalfassung des Songs platzierte sich – ebenso wie das später von ihr gesungene New Shoes von Paolo Nutini – erst nach ihrem Castingshow-Auftritt in den deutschen Singlecharts. Auch Kate Nashs Foundations, Neopolitan Dreams von Lisa Mitchell und Jason Mrazs Mr. Curiosity kamen nach Meyer-Landruts Interpretation in die deutschen Singlecharts zurück. Nash, von der Meyer-Landrut zwei Titel interpretierte, zeigte sich in einem Interview überrascht von der für eine Castingshow ungewöhnlichen Songauswahl und bezeichnete Meyer-Landruts Foundations-Interpretation als „sehr süß“ und „schmeichelhaft“.

Schon vor dem Finale hatte Meyer-Landrut als Favoritin gegolten. Sie gewann den Wettbewerb gegen die gleichaltrige Schülerin Jennifer Braun aus Eltville mit dem Lied Satellite von Julie Frost und John Gordon und erhielt einen Plattenvertrag bei Universal Music. Frost äußerte später, sie könne sich niemand anderen vorstellen, der diesen Song singt. Meyer-Landrut war nach Wyn Hoop (1960) die zweite deutsche Eurovision-Song-Contest-Teilnehmerin aus Hannover.

Einen Tag nach dem Gewinn von Unser Star für Oslo belegte Meyer-Landrut mit den Finalsongs Satellite, Bee und dem von Raab eigens für sie komponierten Love Me, dessen Text sie selbst verfasste, als erste deutsche Sängerin die ersten drei Plätze großer Download-Portale wie iTunes und Musicload. Gleichzeitig stellte sie mit den Singles einen Verkaufsrekord auf. Als erste Interpretin konnte sie auf Anhieb drei Titel in den Top fünf der deutschen Single-Charts platzieren. Satellite erreichte Platz eins der deutschen und Schweizer Hitparade und Platz zwei in Österreich. Unter dem Künstlernamen Lena veröffentlichte sie am 7. Mai 2010 ihr Debütalbum My Cassette Player, das sofort auf Platz eins der deutschen Charts sowie jeweils auf Platz drei in Österreich und der Schweiz landete.

Eurovision Song Contest 2010

Als Vertreterin einer der vier größten EBU-Beitragszahler war Meyer-Landrut als Sängerin des deutschen Beitrags Satellite direkt für das Finale des Eurovision Song Contest 2010 qualifiziert. Über eine Deutschland zugeloste Wildcard wählte der verantwortliche Ndr bei 25 Teilnehmerländern den Startplatz 22 aus. Sie trat in einem ärmellosen schwarzen Minikleid mit vier ebenfalls schwarz gekleideten Backgroundsängerinnen auf und siegte mit 246 Punkten vor der Band maNga aus der Türkei (170 Punkte) und dem rumänischen Duo Paula (Paula Seling) und OVI (Ovidiu Cernăuțeanu) (162 Punkte). Es war der zweite Sieg für einen deutschen Beitrag nach Nicoles Erfolg 1982.

Eine Reichweite von 14,69 Millionen Fernsehzuschauern und ein Marktanteil von 49,1 Prozent in Deutschland bedeuteten das höchste Zuschauerinteresse an einem Eurovision Song Contest seit Einführung des Privatfernsehens. Im Verlauf der Punktebekanntgabe wuchs die Zuschauerzahl sogar auf 20,45 Millionen an

Einen Tag nach dem Finale wurde Meyer-Landrut in ihrer Heimatstadt Hannover vom damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff empfangen, durfte sich ins Goldene Buch der Stadt eintragen und wurde anschließend von etwa 40.000 Fans gefeiert.

Bereits zwei Tage nach dem Finale stieg der Siegertitel auf Platz eins der norwegischen Charts. Danach belegte er auch die ersten Plätze in Schweden, Finnland, Schweiz, Dänemark sowie erneut in Deutschland. Meyer-Landrut erreichte mit ihrer Debütsingle Platzierungen in weiteren europäischen Ländern sowie in Australien.

Nach dem Song Contest

Von Mitte Juni bis Anfang August 2010 absolvierte Meyer-Landrut ihre erste Promotiontour durch mehrere europäische Städte. Stationen waren London, Paris, Amsterdam, Wien, Brüssel, Oslo, Malmö, Stockholm und Zürich. Neben zahlreichen Radio-, Zeitungs- und Fernsehinterviews hatte Meyer-Landrut Live-Auftritte in der norwegischen Fernsehsendung Allsang på Grensen und in der schwedischen Fernsehsendung Sommarkrysset. Neben Safura, Didrik Solli-Tangen, Anna Bergendahl und Hera Björk trat sie beim Schlagerfestival auf der Stockholm Pride auf.

Am 6. August 2010 erschien Meyer-Landruts vierte Single Touch a New Day, die von Raab geschrieben und produziert wurde.

Im Oktober 2010 kam der belgische 3D-Animationsfilm Sammys Abenteuer – Die Suche nach der geheimen Passage in die Kinos, bei dem Meyer-Landrut an der Seite von Matthias Schweighöfer agierte und dem Schildkrötenmädchen Shelly die deutsche Stimme lieh. Die Synchronarbeiten fanden im Juni 2010 in Berlin statt und waren nach zwei Tagen abgeschlossen.

Im November 2010 präsentierte die Adam Opel AG neben Meyer-Landrut als Werbeträgerin auch ein namentlich an ihren ESC-Hit angelehntes Sondermodell Corsa Satellite.

Im März 2011 hatte Meyer-Landrut zwei Gastauftritte in Anke Engelkes Sketch-Comedy Ladykracher. Im April 2011 war sie in einem Sesamstraßen-Special zu sehen, wo sie ihren Hit Satellite unter dem Titel Bert, oh Bert auf Deutsch interpretierte.

Unser Song für Deutschland und Good News

Meyer-Landrut wird beim Eurovision Song Contest 2011 in Düsseldorf erneut antreten. Als deutsche Vertreterin ist sie direkt für das Finale am 14. Mai 2011 qualifiziert. In der deutschen Vorentscheidung Unser Song für Deutschland wählten die Fernsehzuschauer das Lied für den ESC. Dabei stellte Meyer-Landrut in zwei Halbfinalshows, die am 31. Januar und 7. Februar bei ProSieben live übertragen wurden, jeweils sechs Lieder vor, von denen je drei in das Finale der Vorausscheidung kamen. In dieser am 18. Februar von der ARD übertragenen Livesendung entschieden sich die Zuschauer für das von den kalifornischen Komponisten GUS SEYFFERT und Nicole Morier zusammen mit der norwegischen Sängerin Monica Birkenes geschriebene Lied Taken by a Stranger. Meyer-Landruts zweites Studioalbum Good News, das am 8. Februar 2011 veröffentlicht wurde, enthält alle Beiträge der deutschen Vorentscheidung. Wie Meyer-Landruts Debütalbum schaffte es auch Good News an die Spitze der deutschen Albumcharts und erreichte nach einer Woche Goldstatus. Am 1. März 2011 erreichte Meyer-Landrut als erste deutsche Künstlerin mit sechs Liedern (fünf Neueinsteiger und einem Wiedereinsteiger) gleichzeitig die Top 100 der deutschen Single-Charts. Bei der Echoverleihung 2011 gewann sie einen Echo in der Kategorie Erfolgreichster Newcomer National und einen in der Kategorie Erfolgreichste Künstlerin National. Zudem war sie in drei anderen Kategorien nominiert.

Deutschlandtour 2011

Im April 2011 absolvierte Lena Meyer-Landrut ihre erste Tournee (Lena Live Tour 2011), wofür die größten Hallen in Berlin, Hannover, Frankfurt, Dortmund, Hamburg, Leipzig, München, Stuttgart und Köln gebucht wurden. Bereits 2010 fand diese Tour ein starkes Medienecho, weil zum einen Meldungen über den schleppenden Vorverkauf erfolgten und zum anderen prominente Künstler wie Udo Jürgens oder Marius Müller-Westernhagen die Besorgnis äußerten, dass die Hallen für eine unerfahrene Newcomerin wie Lena Meyer-Landrut zu groß seien.

Auf den ersten sechs Konzerten wurde Meyer-Landrut von der Rock-Band Kleinstadthelden und auf den letzten drei von der Indiepop-Gruppe Mikroboy als Vorgruppen begleitet. Am 15. April 2011 wurde das Konzert in der Frankfurter Festhalle aufgezeichnet und im Mai 2011 unter dem Titel Good News – Live als DVD veröffentlicht.

Eurovision Song Contest 2011

Am 14. Mai 2011 hat Lena Meyer-Landrut in der ESPRIT arena in Düsseldorf zum zweiten Mal für Deutschland gesungen und ihren Titel verteidigt. Lena hatte die Startnummer 16 und sang ihren Song Taken by a Stranger vor 36.000 Zuschauern. Sie erreichte einen respektablen 10. Platz.

2) LENA BURKE, aka Lena Pérez oder Lena, ist eine kubanische Pianistin, Komponistin und Sängerin.

3) Lena, eine Multi-Instrumentalistin der Ambient/Experimental-Szene, veröffentlichte ihr Debut-Album „Extended Gestures for Cello“ 2007 beim Label Hypnos Secret Sounds.

4) Lena ist das Techno-Projekt des Franzosen Mathias Delplanque.

www.lena-meyer-landrut.de
www.bruitclair.com
www.mathiasdelplanque.com
www.myspace.com/lenafloatingdub

Bearbeitet von Judilein am 12. Jan. 2013, 14:21

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