Biografie

Kill The Young sind eine neue vielversprechende Indieband aus England. Die drei Brüder aus Manchester machen das was die Engländer gut können Pop Musik mit Drive und Schmackes, ein bißchen Interpol, ein bißchen Depeche Mode und schmissige gitarrenlastige Refrains.

Manchester hat schon einige berühmte Bands hervorgebracht: Joy Division, The Smiths und Oasis sind nur drei der großen Namen. Jetzt versuchen Kill The Young mit ihrem zweiten Album «Proud Sponsors Of Boredom» in die riesigen Fußstapfen zu treten.
Und die Erwartungen sind hoch. Kamen doch mit den neuesten Werken von Bloc Party, den Editors, den Arctic Monkeys oder auch The Enemy die frischesten Indie-Sounds 2007 von der Insel. Und gerade letztere wurden für ihre Kritik am Leben in einer englischen Arbeiterstadt von der britischen Presse in den Himmel gelobt.

Was die drei Brüder Tom, Dylan und Olly Gorman mit «Proud Sponsors Of Boredom» vorlegen, lässt sich jedoch schwer mit den britischen Kollegen vergleichen. Zwar lässt sich ihrem Werk eine gewisse Wut nicht abschreiben, es orientiert sich dabei allerdings eher an Bands aus Übersee wie Sonic Youth oder den Smashing Pumpkins. So wundert es nicht, dass das Trio nicht bei einem britischen Label heimisch geworden ist, sondern bei den Franzosen von Discograph unter Vertrag steht.

Auf «Proud Sponsors of Boredom» sind dreizehn abwechslungsreiche Songs zu finden, die die volle Bandbreite der Geschwister Gorman abdecken: Von ruhig-melancholisch bis laut-wütend ist alles dabei. Und auch bei der Wahl der Instrumente lassen sich Kill The Young nicht festlegen. So experimentieren sie mit den «Klassikern» Gitarre, Bass, Schlagzeug aber auch mit Klavier und Streichern.

Um einen gelungenen Einstieg in ihre Stücke zu finden, werden schon mal ältere Filmmusik oder ein leises Flüstern verwendet. Im Fokus bleibt jedoch immer der auffällige Gesang von Tom Gorman, der mit seiner kratzigen Stimme teilweise stark an die geniale Performance von Trail of Dead-Frontmann Conrad Keely erinnert. Immer wieder wird Gorman von mehrstimmigen Chören unterstützt.

Highlight von «Proud Sponsors Of Boredom» ist unter anderem das schnelle «We Are The Birds…» , bei dem ein Hauch von Retro mitschwingt. Der eingängige Beat des Songs wird vor allem durch den zackigen Gitarrenlauf sowie ein rhythmisches Klatschen geprägt. Wie in vielen Kill The Young-Stücken ist auch hier ein Bruch zwischen Strophe und Refrain zu finden: Während Gitarre und Gesang sich zuerst an den gleichen Melodien entlanghangeln, tritt das Saiteninstrument im Refrain in den Hintergrund und wirkt nur noch unterstützend.

Ähnlich ist auch das wütende «Skin & Bones» aufgebaut: Harte Gitarrenriffs im Refrain, softere, fast schon hymnische Keyboardsounds in der Strophe. Ein weiteres Glanzlicht ist die Ballade «The Television Show», die Kill The Young von einer ganz anderen Seite zeigt. Dramatisch werden mit Klavier und Streichern Akzente gesetzt, selbst Gormans Gesang macht Platz für das sich entfaltende Songgerüst.

Kill The Young erschaffen mit ihrem Album sicherlich nicht einen völlig neuen Sound, trotzdem können sie sich, im Gegensatz zu vielen anderen Bands, von dem typischen «Inselklang» lösen und legen mit «Proud Sponsors Of Boredom» einen abwechslungsreichen Longplayer mit Ecken und Kanten vor.

www.myspace.com/killtheyoung

www.killtheyoung.com

Bearbeitet von allaboutwords am 25. Apr. 2009, 11:48

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