Biografie

Kate Ryan (* 22. Juli 1980 in Tessenderlo, Belgien; eigentlich Katrien Verbeeck) ist eine belgische Sängerin. Ihre Lieder lassen sich vor allem im Genre des Dance einordnen.

Leben und Karriere

Kate Ryan wuchs in einer sehr musikalischen Familie auf und beherrschte bereits in jungen Jahren die Gitarre und das Klavier. Damals betrieben ihre Eltern ein Café, in dem sie Lieder von Alanis Morissette, 4 Non Blondes, den Pointer Sisters und Aretha Franklin auf dem Klavier oder auf der Gitarre interpretierte. So wurde sie sehr schnell in ihrem Heimatort berühmt.

Bereits 1998 nahm Ryan mit einem flämischen Produzenten ein Album auf. Doch es wurde nicht veröffentlicht, Bezahlung fand auch keine statt. Als Ersatz sollte sie als Frontfrau eines Popprojektes fungieren, doch letztendlich wurde dieses durch eine andere Sängerin realisiert.

2000-2001

Im Jahre 2000 traf sie bei einem ihrer zahlreichen Auftritte auf den belgischen Produzenten Phil Wilde. Dieser sah ein großes gesangliches Talent in ihr und nahm sie sofort unter Vertrag. Wildes Arbeitspartner Andy Janssens nahm wenig später mit Ryan den Song Scream For More im Genre der Dance Music auf. Der Text handelt von der Begegnung zwischen Ryan und Wilde. Zur Promotion wurden zuerst Vinyls an Diskotheken versandt, einige Live-Auftritte und ein einfacher Videoclip folgten. Im April 2001 stieg dann die durch EMI-Belgien veröffentlichte Single in die flämischen Singlecharts ein und erreichte wenige Wochen später Platz 9. Die Single wurde auch in einigen anderen Ländern veröffentlicht, allerdings ohne großen Erfolg. Im Oktober desselben Jahres erschien die zweite Single mit dem Titel UR (My Love), war zwar kommerziell nicht sehr erfolgreich, stieg allerdings in den flämischen Dancecharts in die Top 10 ein.

Knapp einen Monat später wurde Ryan durch einen schweren Schicksalsschlag erschüttert; ihre 42-jährige Mutter starb nach einer monatelangen Krebserkrankung. Diese hinterließ auch Ryans erst 6-jährigen Halbbruder, der darauf abwechselnd in die Obhut der Großmutter und des leiblichen Vater kam, Ryan selber hatte anhand ihrer Karriere keine Zeit um ein Sorgerecht aktiv auszuüben.

Ende 2001 nahm Kate Ryan mit vier anderen flämischen Sängerinnen (Esther, Linda Mertens (Milk Inc.), Maaike Mons (The Quest) und Pascale Feront (Absolom)) eine Coverversion des im Original von der britischen Girlband Eternal stammenden Songs Oh Baby I auf, welche in Belgien auch als Single veröffentlicht wurde, lediglich aber nur knapp den Einstieg in die Charts schaffte.

2002-2003

Im Frühjahr 2002 stand Kate Ryan wieder im Tonstudio. Es wurde erstmals eine Coverversion aufgenommen, und zwar eine von Désenchantée, einem in Frankreich und Belgien zu Beginn der 90er-Jahre sehr erfolgreicher Titel der französischen Sängerin Mylene Farmer. Der Song erschien Ende März desselben Jahres schließlich in Belgien, stieg zuerst auf Platz 10 in Flandern ein und stand bereits zwei Wochen später auf Platz 1, ebenso wie in den Dancecharts. Mit einem Mal zählte Ryan zu den gefragtesten Musikkünstlern in ihrem Heimatland, auf einen Auftritt folgte schon kurze Zeit später der nächste. Auch der Videoclip, der in Brüssel unter Leitung von Peter van Eyndt, der bereits für den Danceact Milk Inc. gearbeitet hatte, gedreht wurde, war in diesem Jahr einer der meistgespieltesten Videoclips auf dem flämischen Musiksender TMF. Auch im Ausland war Kate Ryan mit Désenchantée sehr erfolgreich; in den Niederlanden, Spanien, Schweden und Norwegen stieg die Single noch in diesem Jahr in die Top 5. Auch in der Schweiz war die Single sehr erfolgreich, zwar konnte sie noch nicht einmal in die Top 10 einsteigen, so stand sie allerdings 45 Wochen ununterbrochen in der Chartwertung und zählt bis heute dort zu den 100 erfolgreichsten Singles seit dem Beginn der Ermittlung der Musikcharts im Jahre 1968.

Am 17. Juni 2002 erschien in Belgien das erste Album in Zusammenarbeit mit Phil Wilde und Andy Janssens, Different. Neben den bereits erschienenen Singles Scream For More, UR (My Love) und Désenchantée beinhaltete die CD auch die französische Version der ersten Singleauskoppelung, Mon Coeur Résiste Encore, welche auch Ende August desselben Jahres in Belgien und später auch in einigen anderen Ländern veröffentlicht wurde. Auch eine Coverversion von Libertine, dem Song, mit dem Myléne Farmer in Frankreich im Jahre 1986 ihren Durchbruch schaffte, war auf dem Album enthalten und wurde im November 2002 in Belgien und 2003 auch noch in anderen Ländern veröffentlicht und konnte sich in mehreren Ländern in den Top 20 bzw. Top 10 platzieren.

Im Januar 2003 wurde in Deutschland Désenchantée veröffentlicht (2002 erschien hierzulande bereits UR (My Love), stieg allerdings noch nicht einmal in die Chartwertung ein). Wenige Wochen später stand die Single bereits in den Top 3 und erhielt eine Goldene Schallplatte. Auch in Österreich stieg die Single bis zu den vorderen Rängen der Charts. Auch die Nachfolgesingle Libertine stieg in den beiden Ländern bis in die Top 10 und wurde wie Désenchantée zu einem Radiohit. Im folgenden Oktober wurde in diesen Ländern auch die Doppel-A-Single Mon Coeur Résiste Encore/Scream For More veröffentlicht, welche allerdings kommerziell etwas erfolgloser als die beiden Vorgängersingles waren.

2004-2005

Ende 2003 entstand (diesmal in Zusammenarbeit mit dem schwedischen Produzententeam 2N) der Song Only If I. Stilistisch hielt man sich dabei wieder an die erfolgreichen Vorgängersingles, doch nachdem der Song im Februar 2004 in Belgien erschienen war, wurden die Erwartungen auch trotz des nicht erfüllt, also der Einstieg in die Top 10 nicht geschafft. Auch in anderen Ländern war die neue Single nur weniger erfolgreich, konnte allerdings noch in Spanien und Polen Platz 8 bzw. Platz 10 erreichen.

Das neue Album Stronger, welches parallel zu Only If I entstanden war, unterschied sich auch nicht wesentlich vom Vorgängeralbum. Ebenso wie bei der Vorabsingle war der Erfolg nicht sehr groß.

Die zweite Singleauskoppelung The Promise You Made/La promesse (eine Coverversion von Cock Robin) war allerdings wieder erfolgreicher, in Belgien stieg sie in die Top 10 der Singlecharts, in Deutschland in die Top 20 ein. Der dazugehörige Videoclip wurde in Berlin aufgenommen.

Die letzte Singleauskoppelung des zweiten Albums war Goodbye, eine der zwei Balladen auf Stronger. Bei dieser Single kam es bei einigen Fans anhand des Textes schon zu Befürchtungen, dass Ryan das Musikgeschäft verlassen würde. Doch tatsächlich handle dieser Song von Ryans erster Liebesbeziehung, die Ende 2002 in die Brüche gegangen war.

Noch im selben Jahr bekam Ryan immer größere Probleme mit Essstörungen. Sie wurde gegen Ende des Jahres bereits von einem Psychologen tagesklinisch betreut, doch dieser erkannte eine immer schneller werdende Verschlechterung von Ryans gesundheitlichem Zustand, und so wurde sie mit Beginn des Jahres 2005 schließlich in eine auf Essstörungen spezialisierte Klinik in Tienen eingewiesen wurde. Nach ca. viereinhalb Monaten stationärer Behandlung wurde sie wieder entlassen.

2006-2007

Schon bald arbeitete Ryan an einer neuen Single, die schließlich im Februar 2006 mit dem Titel Je t’adore in Belgien in die Plattenläden kam. Die Single erreichte schon in der zweiten Verkaufswoche Goldstatus und konnte sich fünf Wochen auf Platz 1 halten. Ryan nahm wegen des großen Erfolges an der nationalen Vorentscheidung für den Eurovision Song Contest 2006 teil und gewann. Im Halbfinale am 18. Mai 2006 verpasste sie dann jedoch als Zwölftplatzierte den Einzug ins Finale.

Am 15. September 2006 erschien Ryans bislang drittes Studio-Album in Belgien. Nach einem Aufruf an die Fans, den Namen des Albums zu bestimmen, wurde das Pop/Dance-Album Alive genannt (genauso wie die zweite Singleauskoppelung). In Polen erschien etwas später auch eine Spezial-Edition, auf der neben der normalen CD auch eine DVD mit allen Musikvideos enthalten ist. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist diese Spezial-Edition nur als Importware zu bekommen.

Am 12. Januar 2007 erschien die Single Alive auch in Deutschland und Österreich, zuvor schon in Spanien und Tschechien. Der Deutschland-Release des Albums wurde mehrfach verschoben, es erschien erst am 20. April 2007 und erreichte Platz 73 in den deutschen Charts. Die Fans konnten auf Ryans deutscher Fan-Seite für das hierzulande erscheinende Album-Cover abstimmen. Am 27. November 2006 erschien in Belgien die dritte Singleauskoppelung namens All For You. Diese erreichte aber nur Platz 37 der belgischen Singlecharts und ist somit die bisher erfolgloseste Single von Kate Ryan. Nach langer Diskussion wurde die Single schließlich nur als Promo in Deutschland am 28. Juni 2007 auf den Markt gebracht. Sie wurde aber von den Radiostadtionen nicht gespielt und deshalb auch nicht veröffentlicht.

Im Juni 2007 gab Kate Ryan ihren Vertrag mit EMI auf und unterschrieb bei ARS Entertainment, einem Sublabel von Universal. Neben diesem Wechsel der Plattenfirma hatte Kate bereits im Januar 2007 ihrem Management gekündigt und sich neue Verantwortliche gesucht. In Deutschland ist sie bei Zeitgeist unter Vertrag.

2007-2008

Nach dem Wechsel der Plattenfirma wurden zwei neue Songs aufgenommen: Ein Cover des Songs Voyage, Voyage der französischen Sängerin Desireless und der von Ryan selbst geschriebene We All Belong, der Titelsong zu den Eurogames 2007. Beide Songs sind auf einer Single erhältlich, die sich in Belgien im Sommer 2007 bereits auf Platz 2 behaupten konnte und Ende September schließlich Goldstatus erreichte. In den Niederlanden konnte die Single als erste seit Désenchantée wieder in die Top 20 der Charts einsteigen. Kate Ryan wurde auch für die TMF Awards 2007 in drei Kategorien nominiert. Die Single Voyage, Voyage/We All Belong erschien am 16. November auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz, erreichte schon am zweiten Tag nach der Veröffentlichung Platz 5 der Musicload-Charts und schaffte es in Deutschland erstmals seit der Single La Promesse dreieinhalb Jahre zuvor wieder in die Top 20 der Singlecharts. Der dazugehörige Videoclip wurde außerdem in Spanien aufgenommen.

In einer neuen Pressemeldung und auf einem Pre-Concert zur großen „Alive“-Show in Antwerpen am 6. Oktober (ihrem ersten großen Live-Konzert) wurde die neue Single von Kate Ryan vorgestellt. Der neue Song heißt L.I.L.Y. (Like I Love You) und erschien am 1. Februar 2008 in Belgien. Das dazugehörige Video wurde in Berlin gedreht und Anfang Februar 2008 offiziell präsentiert. Die Single erreichte Platz 12 in den flämischen Singlecharts. Die neue Single wurde auch im Rahmen des Auftrittes von Kate Ryan bei den TMF-Awards 2007 präsentiert.

Mitte Dezember 2007 kamen Gerüchte auf, wonach Kate Ryan beim Eurovision Song Contest 2008 für Polen antreten werde. Diese Gerüchte wurden allerdings von Ryans Management als falsch erklärt.

Ende Dezember wurde der Termin des neuen Albums von Januar auf April verschoben. Der Titel lautet Free. Letztendlich wurde der Veröffentlichungstermin für den 26. Mai angesetzt, an dem das Album in Belgien und Schweden erschienen ist, in Deutschland, Österreich und der Schweiz vier Tage später.

Am 25. April wurde in Schweden die neue Single Ella elle l’a (eine Coverversion des 80er-Hits von France Gall) veröffentlicht. Dort erreichte sie Platz 2, was dort für kate Ryan ein neuer Rekord ist (zuvor hielt diesen Désenchantée). In Belgien erreichte die neue Single gleich in der ersten Woche Platz 9, was ebenfalls ein neuer Rekord ist, da es zuvor auch nur Désenchantée gelungen war, sich gleich in der ersten Wertungswoche in den Top 10 zu platzieren, allerdings auf Platz 10. In Deutschland konnte sich Ella Elle l’a ebenfalls in der ersten Wertungswoche in den Top 10 platzieren, womit sie nun neben Désenchantée und Libertine einen von drei Top 10 Hits stellt. In Slowenien stand die Single sogar auf Platz 5 der nationalen Singlecharts.

Am 15. Juni stieg die Single Ella elle l’a in Spanien neu auf Platz 33 ein und schaffte es innerhalb von acht Wochen am 3. August Platz 1 zu erreichen - was dort ein neuer Rekord für Kate Ryan ist. Bisher galt noch Désenchantée in Spanien als kommerziell erfolgreichster Song. Am 15. Juli trat Ryan auch bei der spanischen Castingshow und ehemaligem Ausscheid für den Eurovision Song Contest Operatión Triunfo auf, wo sie die Songs Ella elle l’a und Tonight We Ride/No digas que no (zweiteren gemeinsam mit der spanischen Sängerin Soraya Arnelas, welcher auch auf Ryans aktuellen Album Free enthalten ist) performte. Zweitgenannter Song wurde dort auch als Promo-Single veröffentlicht.

Am 11. Juli 2008 veröffentlichte Ryans einstiges Plattenlabel EMI eine Kompilation mit dem Titel Essential. Dieses enthält Songs, die in der Zeit unter ihr (2001-2006) entstanden sind.

Ella elle l’a wurde nun Ende Juli in Schweden mit der Goldenen und in Spanien sogar zweifach mit der Platin-Schallplatte ausgezeichnet, was rund 10.000 bzw. 20.000 verkauften Einheiten entspricht.

Am 5. August wurde bekannt gegeben, dass als vierte Single aus dem aktuellen Album Free der Song I Surrender (eine Coverversion des gleichnamigen Songs der britischen Band Clea ausgekoppelt wird. Er wurde am 9. August bei einem Songfestival in Westende vorgestellt. Veröffentlichungstermin für Belgien war der 14. August. Der Videoclip, der in Berlin aufgenommen wurde, ist seit dem 25. August auf dem Internet-Videoportal Youtube verfügbar.
Wie jede große Diva auf Ihrer stimmliches Potenzial hat seine größte Qualität, sondern ist auch ein großartiger Musiker und Songwriter. Zu ihren aktuellen Freund ist Brasilianer Dj Daniel Leão, das ist die große Stele Kate Ryan …!

Bearbeitet von [gelöschter Benutzer] am 9. Dez. 2010, 18:45

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