Juan Luis Guerra

Juan Luis Guerra (* 7. Juni 1957 in Santo Domingo, Dominikanische Republik) ist ein Sänger, Gitarrist und Komponist aus der Dominikanischen Republik. Er ist der wohl bekannteste Vertreter des Merengue, spielte jedoch auch für den Bachata eine wichtige Rolle.

Biografie und Diskografie

Juan Luis Guerra wurde in Santo Domingo geboren und verbrachte dort seine Jugend. Nachdem er für ein Jahr an der Universidad Autónoma de Santo Domingo Philosophie und Literatur studiert hatte, wechselte er zum Conservatorio Nacional de Música, wo er ein vierjähriges Studium absolvierte. Guerra war in dieser Zeit ein großer Bewunderer der Kubanischen Nueva Trova. Die Hauptvertreter dieser Musik-Richtung waren: Pablo Milanés und Silvio Rodríguez.

Nach seinem Studium am Konservatorium in Santo Domingo ging Guerra zum Berklee College of Music in Boston, um dort Komposition und Arrangement zu studieren.

Nach seiner Rückkehr in die Dominikanische Republik brachte er sein erstes Album heraus, Soplando (1984), das er mit einer Gruppe von lokalen Musikern aufgenommen hatte. Diese Gruppe wurde später als „Los 4:40“ (sprich: cuatro-cuarenta) bekannt, wobei 440 für die Hertzfrequenz des Kammertons A steht.

Es folgten zwei weitere Alben: Mudanza y Acarreo, Mientras mas lo Pienso…Tú. Während es international wenig Anerkennung gab, erlangte die Band einige Berühmtheit im eigenen Land, so dass sie als Repräsentanten der Dominikanischen Republik für das prestigeträchtige OTI-Festival bestimmt wurden.

Ihr nächstes Album erschien 1988 und brachte ihnen ersten internationalen Ruhm. Ojalá que Llueva Café („Hoffentlich regnet es Kaffee.“) schaffte es in vielen lateinamerikanischen Ländern in die Hit-Charts. Es wurde ein Video zu Ojalá que Llueva Café hergestellt und Juan Luis Guerra und seine 440-Band gingen auf Tournee (der große Erfolg des Liedes wurde 1996 mit einer Cover-Version von Café Tacuba neu belebt). Im selben Jahr schied die Sängerin Maridalia Hernàndez aus und Juan Luis Guerra wurde der alleinige Leadsänger.

Im Jahr 1991 brachten sie ihr nächstes Album heraus: Bachata Rosa. Dieses wurde Guerras bis dahin größter Erfolg und bescherte ihm seinen ersten Grammy.

Mit dem Album Areito (1992) wurde Guerra in der Dominikanischen Republik zu einer eher umstrittenen Figur. Er protestierte mit seinen Liedern gegen die ärmlichen Bedingungen, unter denen viele Dominikaner ihr Leben verbringen müssen, doch manche Kritiker fanden dies befremdlich, da Guerra sich in seinem Leben niemals mit eigener Armut auseinandersetzen musste. Vielleicht dadurch mitbeeinflusst verzichtete man beim nächsten Album Fogaraté (1995) auf Protestlieder.

Sein Album Ni es lo Mismo ni es Igual (1998) ist ein Werk, das von der Kritik gefeiert wurde. Er gewann damit im Jahre 2000 gleich drei Grammys. Bis zum Jahr 1998 hatte Juan Luis Guerra über 15 Millionen Platten Weltweit verkauft Im Jahre 2004 kam das Album Para Ti heraus, das von der Hinwendung Guerras zum Evangelikalismus zeugt. Mit Para Ti gewann Juan Luis Guerra 2005 Zwei Billboardauszeichnungen. Einmal für das beste Tropical Album und einmal für das beste Gospelalbum in spanischer sprache. Genau so bekam Juan Luis Guerra für das Album Para Ti im November 2005 zwei Grammys, einmal für das beste Gospelalbum im spanischer Sprache und einmal für das beste Tropicallied für Las Avispas. Im Jahre 2005 bekam Juan Luis Guerra von der spanischen Akademie der Kunste die Auszeichnung Latino de Honor.

2005 ging Juan Luis Guerra auf Tournee Er gab 6 konzerte in der U.S.A der Madison square Garden und die Miami Arena waren ausverkauft dann ging es im Europa weiter im Spanien gab Juan Luis Guerra auch 6 konzerte,ein konzert im Italien in Milan ein konzert im Holand im Ahoy sport Palace und ein konzert im Dänemark.IM Dezember 2005 gab Juan Luis Guerra ein konzert im Olimpia Stadium von Santo Domingo über 50,000 fans waren da

Im Februar 2006 wurde Juan Luis Guerra eingeladen das Konzert von der Rolling stone im Puerto Rico zu eröffnen Juan Luis Guerra ist damit der erste latein amerikanischer kunstler der mit der Rolling stones aufgetreten ist er sang 10 seinen grössten hits.

Am 20.03.2007 kam seine neueste Platte auf den Markt mit dem titel La llave de mi corazon, Das Album landete gleich auf platz 1 der billboard latin albums und das Lied La llave de mi corazon war 4 wochen lang nr. 1 der Hotlatin charts. Das Album erreichte Platin status im U.S.A Doppel platin im Kolumbien,Gold status im Argentinien und andere Länder. Aktuel(26.06.2007) steht das Album immer noch auf der top 20 der meistverkauften platten im Spanien,Chile,Kolumbien,Ekuador und in der Billboard latin charts.

Stil und Bedeutung

Spätestens mit Bachata Rosa avancierte Juan Luis Guerra zum international gefeierten Star und zum Übervater des Merengue. Zahlreiche Titel wie Guavaberry, A Pedir su Mano, Los Mangos, Rosalía, Vale la Pena, El Beso de la Ciguatera, Woman del Callao, Farolito, La Bilirrubina, Fogaraté u.a. zeugen hier von seinem nachhaltigen Erfolg. Der Merengue war auch der Ort, wo Guerra in seine Texte sozialkritische Töne einfließen lassen konnte, wie z.B. in El Costo de la Vida („Lebenshaltungskosten“) oder Visa para un Sueño („Visum für einen Traum“, über Auswanderung). Acompáñeme Civil erreichte Kult-Status - es handelt von der alltäglichen Polizeikorruption in der Dominikanischen Republik. Einige von Guerras Merengue-Liedern weisen allerdings auch den genre-typischen Humor auf (Mi PC, El primo).

Neben dem Merengue hat sich Juan Luis Guerra vor allem auch durch seine Bachatas einen Namen gemacht: Bachata Rosa und Burbujas de Amor gehören zu seinen bekanntesten Stücken. Zu Frío Frío wurde Guerra durch eine Ballade von Federico García Lorca inspiriert und Como Abeja Al Pañal spielt mit verschiedenen Bachata-Rhythmen (Solamente una vez ist der Titel eines bekannten Boleros).

Im Bereich Salsa ist Juan Luis Guerra vor allem mit Carta de Amor und Quisiera hervorgetreten.

Bearbeitet von [gelöschter Benutzer] am 16. Jul. 2007, 19:20

Quellen

wikipedia

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