Biografie

Es gibt mindestens vier bekannte Künstler namens John Williams:

1.) den US-amerikanischen Komponisten und Dirigenten John Towner Williams,
2.) den australischen Klassik- und Multi-Genre-Gitarristen John Christopher Williams,
3.) den US-amerikanischen Irish Folk Multi-Instrumentalisten John Williams und
4.) den US-amerikanischen Blues- bzw. Jazz-Musiker John Williams.

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1.) John Towner Williams (* 8. Februar 1932 im New Yorker Stadtteil Flushing, N.Y.) ist ein US-amerikanischer Komponist. Der mehrfache Oscar- und Grammy-Gewinner zählt seit den 1970er Jahren zu den weltweit bekanntesten und erfolgreichsten Filmkomponisten. Besondere Berühmtheit erlangte er durch seine Arbeit für die Regisseure Steven Spielberg (Der weiße Hai, Indiana Jones) und George Lucas (Krieg der Sterne). Williams arbeitet auch als Orchesterdirigent.

Leben und Wirken

John Williams wurde am 8. Februar 1932 in New York, USA, als Sohn eines Orchestermusikers geboren. Bereits im Alter von drei Jahren erlernte er das Notenlesen.

Er wuchs in New York auf und zog 1948 mit seiner Familie nach Los Angeles, wo er die University of California, Los Angeles besuchte und bei Mario Castelnuovo-Tedesco Komposition studierte. Nachdem er seinen Wehrdienst bei der Air Force absolviert hatte, zog Williams zurück nach New York. Dort besuchte er die Juilliard School, an der er bei Rosina Lhévinne Klavierspiel studierte. Nebenbei arbeitete er in New York als Jazz-Pianist. Bereits 1951 erschien seine erste Klaviersonate. Es folgten weitere klassische Werke. In den folgenden Jahren arbeitete er unter anderem auch für das US-Fernsehen und für verschiedene Hollywood-Produktionen, zunächst unter dem Namen Johnny Williams.

Seinen Durchbruch feierte er 1972 mit der Musik zu dem Katastrophenfilm Die Höllenfahrt der Poseidon (The Poseidon Adventure). Noch größere Bekanntheit erlangte er jedoch mit Der weiße Hai und schließlich mit Krieg der Sterne (Star Wars, 1977). Williams entwarf aber nicht nur epische Partituren für Blockbuster, sondern schrieb auch die Fanfaren für vier Olympische Spiele. Williams wurde bislang fünf mal mit dem Oscar ausgezeichnet (vier mal für die „Beste Originalmusik“ und einmal für die „Beste Adaption“) und 45 mal dafür nominiert. Williams hält den Rekord in der vom American Film Institute veröffentlichten Liste von Amerikas bester Filmmusik mit 3 von 25 Filmen: Krieg der Sterne auf Platz 1, Der weiße Hai auf Rang 6 und E.T. – Der Außerirdische auf Rang 14.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet Williams seit Sugarland Express (1974) auch mit Steven Spielberg, die sich über alle vier Indiana-Jones-Filme sowie Schindlers Liste und Jurassic Park bis zu Krieg der Welten und München fortgesetzt hat. Spielberg vermittelte John Williams auch an seinen Freund, den Regisseur George Lucas, als dieser gerade an dem ersten Star-Wars-Film arbeitete, für den Williams schließlich die Filmmusik schrieb, wofür er 1978 mit dem Academy Award für die beste Filmmusik ausgezeichnet wurde. Auch die Filmmusik zu allen weiteren Star-Wars-Teilen stammt aus seiner Feder.

In seiner Arbeit für Hollywood ist Williams nie auf ein Genre festgelegt, wobei seine Scores mit wenigen Ausnahmen (z. B. Jane Eyre von 1971, Angela’s Ashes oder Stanley und Iris) ausladend und üppig orchestriert sind.

Williams komponierte auch die Scores zu den ersten drei Harry Potter-Filmen.

Neben seinen Filmmusiken komponierte Williams mehrere Konzerte für Soloinstrumente und Orchester (Violin-, Flöten-, Cellokonzert), zwei Symphonien sowie kürzere Stücke für Orchester bzw. Ensembles. Ebenfalls aus seiner Feder stammt das Musical Thomas and the King über Thomas Becket und König Heinrich II. von England. Mehrfach schrieb er auch Fanfaren für Olympische Spiele, so z. B. für Los Angeles 1984 und für die Winterspiele 2002 in Salt Lake City („Call of the Champions“).

Williams wirkte auch lange Jahre als Musikalischer Direktor beim Boston Pops Orchestra. Inzwischen ist er deren Ehrendirigent und gibt darüber hinaus jedes Jahr mehrere Gastspiele bei internationalen Orchestern.

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2.) John Christopher Williams (* 24. April 1941 in Melbourne, Australien) ist ein australischer Gitarrist.

John Williams lernte Gitarre von seinem Vater Len Williams. 1952 zog die Familie nach London. Dort lernte er den Gitarristen Andrés Segovia kennen. Dieser nahm Williams zum Schüler und schickte ihn fünf Jahre auf die Academia Musicale di Siena in Italien. Später studierte Williams am Royal College of Music Klavier und Musiktheorie.

1958 gab er sein Debüt in der Wigmore Hall in London.

John Williams spielt ein sehr breites Spektrum von Musik aller möglichen Stilrichtungen der klassischen Gitarre, Jazz und Rock. Er trat sehr oft gemeinsam mit Julian Bream auf. Unter anderem gründete er auch eine Rockband namens Sky.

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3) John Williams gilt heute als einer der bedeutendsten internationalen Interpreten irische traditioneller Musik. Mit fünfmaligen Gewinn des All-Ireland-Titels, ist John Williams der einzige in Nordamerika geboren Wettbewerber, der überhaupt jemals den ersten Platz in der Kategorie ‘Senior Concertina’ erreichte. Sein meisterhaftes Beherrschen vieler weiterer Instrumente neben der Concertina - wie etwa der Flöte, des Knopfakkordeons, des Bodhrans und des Klaviers - machen ihn zu einem außerordentlichen Multi-Instrumentalisten, wie es sie sonst nur selten anzutreffen gibt.

Geboren und auf der südwestlichen Seite von Chicago, verbrachte John Williams die Sommerferien während des Studiums an der Südwestküste Irlands im Dorf seines Vaters, nämlich Doolin.
Sowohl Chicago als auch Doolin wurden zu wichtigen musikalischen Orten für John Williams, wo er unzählige andere lokale und internationale Musiker treffen und sich mit ihnen musikalisch gegenseitig inspirieren konnte. Allabendliche Gigs-Sessions in den Pubs von Doolin und Lisdoonvarna führten bald zu Konzertaufführungen in Galway, Cork, Dublin, Belfast, Paris, der Bretagne, Zürich und New York City. (Weiteres: http://www.johnwilliamsmusic.com/bio.htm)

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4) John Williams ist ein US-amerikanischer Blues- und Jazz-Gitarrist , der derzeit in Seattle lebt.
(Weiteres: http://magnatune.com/artists/john_williams)

Bearbeitet von Bakterius am 1. Mai. 2015, 13:33

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