Biografie

John Deacon wuchs in Oadby, einem Vorort von Leicester in der britischen Grafschaft Leicestershire, auf. Sein Vater war der Versicherungsmakler Arthur Henry Deacon, der ihn oft zum Angeln und zum Train spotting mitnahm und ihn, im Alter von sieben Jahren, dazu ermutigte, mit dem Gitarrenspiel auf einer roten Tommy Steele special aus Plastik zu beginnen, die ihm seine Eltern geschenkt hatten. Als Deacon elf Jahre alt war, starb sein Vater unerwartet, wodurch die Mutter, Lilian Molly Deacon, allein für den Lebensunterhalt sorgen musste.
Der Tod seines Vaters trieb ihn in die Musik. Er sparte sein Geld, das er mit dem Austragen von Zeitungen verdiente, kaufte sich davon eine neue Gitarre und lernte, sie zu spielen. Er gründete seine erste Band The Opposition, wo er als Rhythmusgitarrist spielte. Als der Bassist wegen angeblich mangelnder Qualitäten gefeuert wurde, wechselte Deacon zum E-Bass. Nebenher fungierte er als Archivar, der sämtliche Zeitungsartikel sammelte. Nach vier Jahren spielte Deacon im August 1969 sein letztes Konzert mit der Band, die sich inzwischen in The Art umbenannt hatte. Er hatte die Band verlassen, da er am Chelsea College of Science and Technology, einem heute nicht mehr existierenden Teil der University of London, aufgenommen worden war und er dort Elektronik studierte. Zuvor hatte er die Oadby Infant School (Vorschule), die Langmoor Junior School und die Gartee High School besucht, bevor er seine Schullaufbahn an der Beauchamp Grammar School abgeschlossen hatte, wo damals auch The Opposition gegründet worden war. Sein Abschluss bestand aus 8 ‘O’-Levels (Englisch, Englische Literatur, Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Französisch und Mathematik-Sonderkurs) und 3 ‘A’-Levels (Mathematik, Fortgeschrittene Mathematik und Physik) (O=Ordinary/A=Advanced).
Während des Studiums war er nicht mehr musikalisch aktiv; erst um die Examenszeit gründete er die Band Deacon, welche neben Bassist John Deacon aus Peter Stoddart an der Gitarre, Don Cartner am Schlagzeug und Albert (ebenfalls Gitarre) bestand. Die Band existierte von Oktober 1970 bis Anfang 1971. Im Oktober war es auch, als Deacon einen Queen-Auftritt sah, ohne zu ahnen, was ihn später erwarten würde.
Nach Abschluss des Studiums hatte Deacon eine Stelle als Teilzeitlehrer an einer Grundschule angenommen. Diese Stelle gab er auch während der ersten Zeit mit Queen nicht auf. Seine Bandmitgliedschaft ergab sich folgendermaßen: Anfang 1971 war er mit Peter Stoddart und dessen Freundin Christine Farnell zu Besuch in einer Diskothek des Maria-Assumpta-Lehrerbildungskollegs, als ihm Farnell drei Herren vorstellte: Roger Taylor, Brian May und John Harris, den damaligen Queen-Roadie.
Die Band war zu dieser Zeit gerade auf der Suche nach einem Bassisten und nachdem er im Februar 1971 in einem Vortragssaal des Imperial College vorgespielt hatte, erhielt er die Stelle und wurde so das vierte Queen-Mitglied. Er wurde ausschließlich nach musikalischem Talent ausgewählt, da der vorherige Bassist Doug Bogie die Aufmerksamkeit des Publikums von Sänger Freddie Mercury abgelenkt hatte. Damit war die Besetzung für Queen komplett, die bis zum Tod von Freddie Mercury im Jahre 1991 in unveränderter Form bestehen bleiben sollte.
Danach trat John Deacon nur noch bei drei Auftritten zusammen mit anderen verbleibenden Bandmitgliedern auf:
am 20. April 1992 während des zu Ehren Mercurys und für den Kampf gegen Aids veranstalteten Freddie Mercury Tribute Concert,
am 18. September 1993 zusammen mit Roger Taylor bei einem Festival im Cowdray Park, bei dem auch Genesis, Eric Clapton, Paul Young und Pink Floyd auftraten,
am 17. Januar 1997 mit Taylor, May und Elton John als Lead-Sänger mit dem Song The Show Must Go On anlässlich der Eröffnungsgala zum Ballett Le Presbytère n’a rien perdu de son charme, ni le jardin de son éclat von Maurice Béjart. Die Thematik dieses Stückes bezieht sich auf Aids und den frühen Tod von Freddie Mercury und Jorge Donn, dem ersten Tänzer der Compagnie. Eine Aufnahme des Auftrittes wurde auf Queens Greatest Hits III-Abum veröffentlicht.
Danach zog er sich vollkommen aus dem Musikleben zurück, war aber teilweise noch an der frühen Vorbereitungsphase des Musicals We Will Rock You beteiligt. 2001 berichtete die britische Boulevard-Zeitung The Sun, dass er von Robbie Williams’ damaliger Interpretation des Queen-Hits We Are the Champions angeblich ganz und gar nicht beeindruckt war; Williams hatte den Songs gemeinsam mit Brian May und Roger Taylor für den Film Ritter aus Leidenschaft neu aufgenommen. Obwohl sich John Deacon an den seit 2005 unter der Bezeichnung Queen + Paul Rodgers laufenden Tourneen nicht beteiligte, toleriert er weiterhin, dass Taylor und May unter dem Namen „Queen“ aktiv sind.
Er lebt im Südwesten Londons zusammen mit seiner Frau Veronica Agnes Mary Tetzlaff, die er 1976 in Kensington geheiratet hat und mit der zusammen er fünf Söhne und eine Tochter hat: Robert (* 1975), Michael (* 1978), Laura (* 1979), Joshua (* 1983), Luke (* 1992) und Cameron (* 1993).
Laut Sunday Times soll sich 2004 Deacons Vermögen auf ca. 50 Millionen britische Pfund beziffert haben. Er sang bis jetzt nie.

Bearbeitet von RogerTaylorLove am 6. Mai. 2012, 10:45

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