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Joe Farrell

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Biografie

Farrell begann im Alter von elf Jahren eine Klarinettenausbildung, mit sechzehn Jahren wechselte er zum Tenorsaxophon. Nach dem Studium an der University of Illinois ging er 1959 nach New York City. Dort gehörte er bis 1961 der Big Band von Maynard Ferguson an und arbeitete 1962 mit Slide Hampton. Er spielte Aufnahmen mit Charles Mingus, Dizzy Reece und Jaki Byard ein und gehörte zwischen 1966 und 1969 dem „Thad Jones/Mel Lewis Orchestra“ und zwischen 1967 und 1970 der Combo von Elvin Jones an. Als Sideman arbeitete er auch mit George Russell, Horace Silver, Woody Herman, Louis Hayes, Ray Barretto, Billy Cobham („Spectrum“, 1973), Chick Corea und „Return to Forever“, Pat Martino (1968), Antônio Carlos Jobim (1970), und Santana („Welcome“, 1973), Hubert Laws, Ron Carter.

Einer größeren Hörerschaft bekannt wurde Farrell durch seine Mitwirkung bei Chick Coreas Fusion-Band „Return to Forever“.

Die Höhe seiner Laufbahn allerdings markiert eine Reihe Alben, die Farrell Anfang der 1970er-Jahre für das Label CTI einspielte. Diese Aufnahmen, allen voran „Moon Germs“ von 1972, dokumentieren zugleich eine gewaltige Energie und Sensibilität in seinem Spiel auf Sopran- und Tenorsaxophon und Querflöte, und gehören ohne Zweifel zu den besten Aufnahmen der Jazzrock-Ära. Es ist schwer verständlich, dass diese Aufnahmen so wenig Beachtung fanden (und finden), zumal auch seine hochkarätigen Sidemen hier seltene Leistungen zur Schau stellen (Stanley Clarke am akustischen Bass, Herbie Hancock, Jack DeJohnette, Joe Beck (nicht zu verwechseln mit Jeff Beck), John McLaughlin und andere).

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