Wild und episch. Bestialisch und wunderschön. Während fingerbrecherischer Technik permanent höchster emotionaler Tiefe gegenübersteht, illustriert DAMOKLES auf perfekte Art und Weise HIDDEN IN THE FOG’s ureigene Vision atemberaubender und extremer musikalischer Ausdrucksweise. Die unorthodoxen Kompositionsansätze kombiniert mit dem schieren Grad an Vielfalt und Komplexität innerhalb der Arrangements übersteigen bei weitem die Grenzen dessen, was heutzutage weitläufig schlicht als “Black Metal” bezeichnet wird. Die unterschiedlichsten Elemente aus zahlreichen verschiedenen musikalischen Strömungen verwendend, ist DAMOKLES zu einem Album geworden welches etablierte Standards bezüglich anspruchsvoller und extremer Musik neu definieren wird. Musik voll emotionaler Leidenschaft, Schmerz, Wildheit, Enttäuschung und Zorn…

Die Basis des Ganzen bildet die außergewöhnliche und markante Gitarrenarbeit, welche bereits seit geraumer Zeit zu einem Markenzeichen der Band geworden ist – polyphones Riffing verschmilzt unmerklich mit rasenden Arpeggio-Sweeps und akustischen Interludien…
Der Gesang entfaltet zusätzlich einen eigenen Mikrokosmos emotionaler Dichte – schreiend und klagend, flüsternd oder triumphierend – die stilistische Vielfalt von Sänger Ghâsh reicht mühelos von donnernden abgrundtiefen Growls zu opernhaft anmutenden Gesängen von verblüffender Erhabenheit. Oder es wird fließend von giftigstem BM-typischen Schreigesang zu zerbrechlichem und nachdenklichem Flüstern gewechselt…
Die Arrangements sind gewagt und herausfordernd, zeigen sie doch beinahe intellektuelle kompositorische Ansätze mit der Verwendung melodischer Schlüsselmotive innerhalb des Satzes und deren weiterführende subtile Modulationen und Weiterentwicklungen über die Songgrenzen hinweg. Die klassische Komponier- und Tonsatzausbildung, auf welche die beiden kreativen Hauptköpfe der Band Ghâsh und Botis zurückblicken, erweist sich tatsächlich als absolut vorteilhaft für die Arrangements und musikalische Tiefe dieses Albums.

Einem Jahr hochintensiven Schreibens an der Musik folgten ganze sechs Monate konzentrierter Studioarbeit: es wurde selbst an den kleinsten musikalischen Details der 62 Minuten von DAMOKLES gefeilt – dennoch wurde stets ein waches Augenmerk darauf gerichtet, das Album nicht „überproduziert“ erscheinen zu lassen. Doch schlussendlich nahm das Ergebnis enormer kreativer Anstrengungen seh- und hörbare Form an – es ist vollbracht! Und um mit den Worten von Sänger/Gitarrist Ghâsh zu schließen:
„(…) es war letztendlich jede einzelne schlaflose Nacht wert! (…)“.

Bearbeitet von FuryG am 19. Apr. 2007, 15:23

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