Biografie

Sir George Henry Martin (* 3. Januar 1926 in London, England) ist ein britischer Musiker und Musikproduzent.

Leben

Martin erhielt seine musikalische Ausbildung auf der Guildhall School of Music als Oboist. Im Jahr 1950 nahm er bei der Parlophone (einem Plattenlabel der EMI) eine Anstellung als Assistent des Label-Chefs Oscar Preuss an. 1955 übernahm er nach dem Rückzug von Preuss in den Ruhestand dessen Position als Label-Chef.

Mitte der 1960er Jahre gründete Martin die Firma Associated Independent Recordings (AIR) mit Studios in London und auf der Insel Montserrat.

Berühmt geworden ist George Martin vor allem als Produzent der Beatles, mit denen er seit dem 6. Juni 1962 zusammenarbeitete. Wegen seiner engen kreativen Zusammenarbeit mit den Beatles wurde er zuweilen auch als „fünfter Beatle“ bezeichnet. Gemeinsam mit den Beatles revolutionierte George Martin die Aufnahmetechnik. Die Aufnahmen der Beatles entstanden in London, und zwar in den bereits legendären Abbey Road Studios der EMI. Als es dann 1973 den ersten James-Bond-Film mit Roger Moore gab und der bisherige Komponist John Barry nicht zur Verfügung stand, übernahm George Martin diese Aufgabe. Zusammen mit Paul McCartney & Wings, die das Titellied zu Leben und sterben lassen (engl.:Live and Let Die) komponierten, schuf er einen neuen Bond-Sound.

1992 produzierte er das hochgelobte Album „Eternal Melody“ von Yoshiki.

1995/1996 wirkte er an der Produktion der Anthology-Alben der Beatles mit, jedoch aufgrund seines geschwächten Gehörs nur noch eingeschränkt. Er wurde maßgeblich unterstützt von Jeff Lynne.

1997 produzierte er die neue Version von Elton Johns Candle in the Wind, die zur bis dahin bestverkauften Single wurde.

1998 produzierte und veröffentlichte er quasi als Abschlussarbeit das Album In My Life, das neben Coverversionen von Liedern der Beatles auch zwei eigene Kompositionen enthielt. Als Künstler sind unter anderem Céline Dion, Sir Sean Connery, Jeff Beck und Robin Williams zu hören.

Insgesamt produzierte er in seiner Karriere über 700 Platten und wurde dafür 1996 geadelt.

Am 14. November 2006 wurde er in die UK Music Hall Of Fame aufgenommen.

Am 17. November 2006 erschien das von ihm und seinem Sohn Giles produzierte Album „Love“, das alte Beatlesklassiker in neuem Klang präsentiert.

Bearbeitet von Wulfenlord am 12. Okt. 2007, 12:12

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