Biografie
Leben und Werk
In seiner Jugend spielte Hubbard mit unterschiedlichen Musikern in Indianapolis, dazu zählten Wes Montgomery und dessen Brüder. Er studierte Musik in seiner Heimatstadt und ging danach nach New York.
Frederick Hubbards Karriere begann 1958 in New York City. Dort arbeitete er mit Ornette Coleman (auf dessen Album Free Jazz: A Collective Improvisation), mit John Coltrane (auf dessen Album Ascension 1965), mit Eric Dolphy (mit dem er 18 Monate zusammenwohnte und von dem er das „intervallische“ Spielen lernte mit Sprüngen von zwei Oktaven), Slide Hampton, J. J. Johnson, Philly Joe Jones, Quincy Jones (Soundtrack zum Film The Pawnbroker von Sidney Lumet), Oliver Nelson sowie Sonny Rollins zusammen und wurde durch sein Zusammenspiel mit Art Blakey und dessen Jazz Messengers 1961 bis 1964 bekannt. Hubbard spielte bei Blue Note Records 1960 bis 1965 acht Alben als Bandleader ein, sowie achtundzwanzig als Sideman. Die meisten dieser Einspielungen gelten heute als Klassiker. 1970 etablierte ihn seine feurige, melodische Improvisation und seine phänomenale Technik zu einem der führenden Trompeter seiner Zeit; allerdings brachte ihm eine Serie kommerziell orientierter Smooth Jazz-Alben auch negative Kritiken ein.
Viele seiner Platten haben ganze Generationen von Trompetern beeinflusst. Das Album The Hub Of Hubbard (MPS 1970) mit Stücken wie Things we did last summer von Jule Styne gilt als Meisterwerk des Jazz. Sein wohl bekanntestes Werk ist das bei CTI Records erschienene Fusion-Album California Concert mit Red Clay von 1971. Darüber hinaus ist das unter demselben Label erschienene Album First Light zu erwähnen, für welches er den Grammy in der Kategorie „Best Jazz Performance by a Group“ bekam. Die genialen Arrangements und Orchestrationen für kammersinfonisches Orchester stammen aus der kongenialen Hand des Arrangeurs und Komponisten Don Sebesky.
Ein Lippenriss in der Oberlippe mit anschließender Infektion (der Verdacht eines Lippenkarzinoms bestätigte sich nach einer Biopsie nicht) lähmte ab 1993 für lange Zeit sein künstlerisches Wirken.
2006 erhielt er die NEA Jazz Masters Fellowship.
Bearbeitet von Wulfenlord am 30. Dez. 2008, 9:36
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