Biografie

Exodus sind eine Thrash Metal-Band aus der Bay Area in Kalifornien, die großen Anteil am Erfolg des Thrash Metal in den 80ern hatte. Inoffiziell gelten Exodus als die Erfinder dieser Stilrichtung. Mit ihrer Musik inspirierten Exodus Bands wie Metallica, Death Angel, Testament und Vio-Lence.

Bandgeschichte

Exodus wurden 1982 von Tom Hunting, Kirk Hammett und Gary Holt gegründet. Kurze Zeit später stieß Sänger Paul Baloff zur Band. Durch innovatives Songwriting und explosive Liveshows wurden Exodus innerhalb kürzester Zeit populär. Schon im Gründungsjahr wurde das Debutalbum „Bonded By Blood“ aufgenommen. Da die Band keinen Plattenvertrag hatte verzögerte sich die Veröffentlichung. 1983 verließ Hammett die Band in Richtung Metallica und wurde durch Rick Hunolt ersetzt.

Im Jahre 1985 wurde „Bonded By Blood“ schließlich veröffentlicht und avancierte zum zeitlosen Klassiker des Genres. Kurze Zeit später stieg Baloff wegen persönlicher und musikalischer Differenzen aus und wurde durch Steve „Zetro“ Souza (ex-Legacy; der Vorläufer von Testament) ersetzt. Dieser wurde anfangs von vielen Fans nicht akzeptiert und wurde auf Konzerten des Öfteren mit Bierflaschen beworfen. In den folgenden Jahren veröffentlichte die Band vier Studioalben sowie das Livealbum „Good Friendly Violent Fun“ sowie eine Compilation. Nebenbei spielten Exodus unzählige Konzerte mit Metallica, Pantera, Motörhead, Anthrax und vielen anderen. 1992 löste sich die Band aufgrund von persönlichen Problemen zwischen den Bandmitgliedern auf.

1996 kam es zu einer kurzzeitigen Reunion mit Altsänger Paul Baloff. Exodus spielten eine Tournee in Nordamerika und Europa. Im Jahr darauf erschien mit „Another lesson in violence“ ein weiteres Livealbum. Es folgte eine weitere Pause bis zum September 2001, als Exodus beim „Thrash Of The Titans“-Benefizfestival zu Gunsten des an Krebs erkrankten Testament-Sängers Chuck Billy teilnahmen. Nach dem Festival begann die Band, neue Songs zu schreiben. Die Bemühungen wurden jäh unterbrochen, als Paul Baloff am 2. Februar 2002 in einem Krankenhaus in Oakland an den Folgen eines Hirnschlags starb. Seine Mutter war im gleichen Alter dem gleichen Verhängnis erlegen. Baloff wurde eine Zeit lang künstlich am Leben gehalten. Da Baloff zu diesem Zeitpunkt keine Angehörigen hatte, musste die Band entscheiden, ob die lebenserhaltenden Maschinen abgeschaltet werden sollten oder nicht.

Zusammen mit Souza wurde das Comeback-Album „Tempo Of The Damned“ aufgenommen, welches Anfang 2004 bei Nuclear Blast veröffentlicht wurde. Das Album, auf dem ein Cover des AC/DC Klassikers „Dirty Deeds Done Dirt Cheap“ zu finden ist, schlug wie eine Bombe ein und katapultierte die Band wieder an die Spitze der Thrash Metal-Bewegung. Exodus spielten Headliner-Tourneen in Europa, während man in Nordamerika auch für eine weitaus jüngere Band wie Sum 41 eröffnete.

Im Jahre 2005 kam es erneut zu einem Umbruch. Weil Souza seine Kollegen kurz vor der Abreise zu Konzerten in Mexiko im Stich ließ, wurde er gefeuert. Hunting verließ nicht nur aus gesundheitlichen Gründen die Band sondern kämpfte zwischenzeitlich auch mit moralischen Konflikten. Holt erzählte in einem Interview, dass Hunting sogar pastoralen Beistand aufsuchte. Hunolt führte familiäre Verpflichtungen (Kindererziehung) als Ausstiegsgrund an, hatte wohl aber auch ein nach wie vor bestehendes Drogenproblem. Als Ersatz wurden Lee Altus (früher bei Heathen und Die Krupps) und Paul Bostaph (früher bei Slayer, Testament und Forbidden) verpflichtet. Neuer Sänger wurde der bis dahin unbekannte Kanadier Rob Dukes. Zusammen spielte man das Album „Shovel Headed Kill Machine“ ein, welches im Herbst 2005 veröffentlicht wurde. Eindrucksvoll stellt die Band hier unter Beweis, dass sie nach wie vor zu den führenden Bands im Genre „Thrash“ zu zählen ist.

Bearbeitet von counteffex am 18. Okt. 2011, 6:36

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