Biografie

EWIGKEIT, ein Soloprojekt von James Fogarty aka. Mister Fog, wurde Mitte der 1990er Jahre gegründet und brachte mit “Battle Furies“ (1997) ein noch stark im Black Metal verwurzeltes Debüt heraus. Bereits auf dem folgenden “Starscape“ (1999) verschob sich der Fokus allerdings hin zur Erschaffung elektronisch-orchestraler, fast ambienter Klangwelten, die der Musik eine neue Dimension verliehen.

Diese Entwicklung prägte auch das nächste Album “Land Of Fog“ (aufgenommen 2001), welches zudem eine gewisse Vorliebe für die Rocksounds der 1970er offenbarte und sich damit erneut zwischen den Stühlen jeglicher musikalischen Genredefinition platzieren konnte. James war schwer einzuordnen, und weil er keinen allzu großen Drang verspürte, in musikalischen Nischen zu versauern, legte er EWIGKEIT - sowie die zwischenzeitlich gegründete BM-Formation THE MEADS OF ASPHODEL - zunächst auf Eis und widmete sich anderen musikalischen Interessen. Die bereits fertiggestellte Scheibe „Land Of Fog“ landete im Zuge dieser Entscheidungen natürlich vorerst im Keller…

Die Rückkehr erfolgte 2003, als das slowakische Label Metal Age Interesse am unveröffentlichten Material bekundete und - nach der Veröffentlichung von „Land Of Fog“ im gleichen Jahr - eine fortgesetzte Zusammenarbeit anregte. Das Ergebnis dieser Bemühungen war schließlich “Radio Ixtlan“ (aufgenommen 2003), ein Konzeptalbum mit Referenzen zu Castenadas Buch „Reise nach Ixtlan“.
Die Idee der industriallastigen Scheibe war eine Radiostation, die aus der Zukunft Signale an einen Hörer der Gegenwart sendet und neben den ausladenden Soundlandschaften machte sich hier bemerkbar, daß Mr. Fog neben EWIGKEIT seit einiger Zeit mit James Cauty (u.a. KLF) zusammenarbeitete. Diese Elemente sollten in Zukunft noch an Raum gewinnen, aber wir greifen vor…

Zunächst verschaffte die Promo von „Radio Ixtlan“ dem Projekt einen Deal bei Earache, die sich noch vor dem offiziellen Release auf Metal Age bei James meldeten und eine Veröffentlichung anboten. Nach einigen Wirren erschien die Scheibe schließlich im September 2004 über Earache, was der Musik von EWIGKEIT etwas mehr Beachtung zukommen ließ.
“Conspiritus“ (2005), das letzte Album des verrückten Engländers aus Brighton, befasst sich mit einer hypothetischen nahen Zukunft, in welcher die Welt von Verschwörungen kontrolliert und ausgebeutet wird, was den einzelnen Menschen, das Individuum, in einer hilflosen Stasis zurück lässt, aus welcher man nur zusammen entkommen könnte. Musikalisch weisen die Songs durchaus Parallelen zu KLF oder Peter Tägtgrens PAIN auf, auch wenn man sagen kann, daß James Fogarty erfolgreich nach einem ganz eigenen Klang strebt.

Wirtschaftlich emanzipierten sich EWIGKEIT im Laufe der Zeit immer mehr von klassischen Vertriebsstrukturen, die James zunehmend als das Element ansah, was der künstlerischen Kreativität und der Musiklandschaft ganz allgemein die Luft zum Atmen nimmt und alles in einem großen Wust von Beliebigkeit und Ausbeutung ertränkt. Logische Konsequenz war neben einer exklusiven Onlinesingle “Return To The Land Of Fog“ (2006) mit Neuaufnahmen älterer Stücke dann der Split mit Earache im Jahre 2006.

2007, nach Gründung seines eigenen Labels Death To Music, gab James Fogarty schließlich das Ende von EWIGKEIT bekannt, um sich fortan mit seinem neuen Projekt THE BOMBS OF ENDURING FREEDOM anderen musikalischen Territorien zuzuwenden. Sein letztes Statement:

“It is almost 10 years to the day when I started to record the first EWIGKEIT album. Since then, I have experimented as much as is possible within the confines of metal and all its sub-genres (black, death, stoner, electronic, ambient). I must now venture beyond those restrictive boundaries — so therefore I must say that this is the end of a chapter, and the good ship EWIGKEIT must be ‘scuttled’ in order to make way for a new and improved vessel which will be a collaborative effort with a nuclear drive. I’ll always incoporate an element of metal into what I do, but I need to sail under different colors now.

There are other reasons for not continuing this project too — a big one is past associations with extreme metal; there are some fine bands out there, but in general, it’s a tired out-of-date form of music that has totally lost touch with it’s origins.
Metal in general has commited the ultimate crime and become conservative in the extreme. Playing death metal in 2007 is the equivalent of listening to big-band jazz in the mid ’60s when everything was changing.

[…]

Thanks to all who have supported me over the years with EWIGKEIT. Some of you have become distant, some have become strangers, some copied ideas — others even tried to sabotage what I was doing — but I can forgive and forget. It’s time to move on.

[…]

James Fogarty“



Kostenlose Downloadversionen der Alben erscheinen nach und nach hier:

www.deathtomusic.com

Bearbeitet von hellknulf616 am 22. Nov. 2007, 10:45

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