Biografie
Biografie:
Seine Kindheit verbrachte Elliott Smith mit seiner Mutter Bunny Welch in Dallas, Texas, bevor er zu seinem Vater Gary Smith nach Portland, Oregon, zog, um die Highschool zu besuchen.
Er studierte Philosophie und Politik am Hampshire College in Portland. Hier gründete er mit Neil Gust die Band Heatmiser. Doch Elliott – der Künstlername, den er sich im Alter von 13 Jahren gab – spielte lieber solo. Nach den Heatmiser-Konzerten gab er Zugaben aus seinem eigenen Liedfundus, was zu Konflikten mit seinen Mitmusikern führte.
1994 erschien sein erstes Soloalbum Roman Candle, 1995 dann Elliott Smith und 1996 erfolgte die Trennung von der Band. Bis dahin hatte sich Elliott einen eigenständigen Ruf in der Indie-Szene erarbeitet und wurde sogar mit Nick Drake verglichen. Die Zartheit seines Gesangs und Gitarrenspiels erinnert stellenweise an George Harrison.
1997 zog er nach Brooklyn, New York. Es sollte sein erfolgreichstes Jahr werden. Sein drittes Album Either/Or, mit dem die Melancholie Smiths ihren Höhepunkt erreichte, machte den Filmregisseur Gus Van Sant auf ihn aufmerksam. Der Musiker steuerte einige Songs zu Van Sants Film Good Will Hunting bei. Mit dem Song Miss Misery wurde er sogar für den Oscar nominiert. Die Performance während der Verleihung neben Céline Dion, die den Oscar schließlich gewann, bleibt unvergesslich: Smith wirkte in seinem weißen Anzug unter den Hollywoodgrößen deplatziert, machte aber auf sich aufmerksam. Weitere seiner Songs wurden für Filme verwendet.
Seine zwei folgenden, aufwändiger produzierten Alben XO und Figure 8 entstanden bei dem Major Label DreamWorks, wobei Elliott aufgrund einer Vertragsklausel absolute künstlerische Schaffensfreiheit genoss.
Über all die Jahre hinweg hatte Smith mit Alkoholsucht, Depressionen und Drogen zu kämpfen. Am 21. Oktober 2003 starb Smith an den Folgen zweier Stichverletzungen in der Brust. Die Justiz deklarierte den Fall schließlich mangels Beweisen als Suizid. Er war gerade dabei, sein neuestes Album From A Basement On The Hill fertigzustellen, das posthum veröffentlicht wurde.
2007 erschien das Doppel-Album „New Moon“ mit unveröffentlichtem Material. Die Einnahmen werden zum Teil für wohltätige Zwecke gespendet.
Den zentralen Satz seines Liedes „Waltz # 2(XO)“ könnte man als Parabel auf sein kurzes Leben betrachten: „I am never going to know you now, but I`m going to love you anyhow“
Diskografie:
* Roman Candle (1994, Cavity Search)
* Elliott Smith (1995, Kill Rock Stars)
* Either/Or (1997, Kill Rock Stars)
* XO (1998, DreamWorks)
* Figure 8 (2000, DreamWorks)
* From A Basement On The Hill (2004, Anti-Records)
* New Moon (2007, Kill Rock Stars)
Die offizielle Webseite ist: http://www.sweetadeline.net/
Bearbeitet von marsuek am 18. Sep. 2008, 16:50
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