Biografie

Earl Kenneth Father (Fatha) Hines (* 28. Dezember 1903 oder 1905 in Duquesne, Pennsylvania; † 22. April 1983 in Oakland, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Jazz-Pianist und Bandleader.

Hines’ Eltern waren beide Musiker, wodurch er früh mit dem Klavierspiel vertraut wurde. Hines lernte zunächst Kornett, wechselte dann aber zum Piano.

Bereits 1922 ging er nach Chicago, wo er unter anderem auch mit Louis Armstrong zusammenarbeitete. 1924 zog er von Pittsburgh nach Chicago. Hier traf er auf den von ihm sehr bewunderten Louis Armstrong, mit dem zusammen er im Jahre 1928 zwei Meilensteine der Jazzgeschichte aufnahm: West End Blues und Weather Bird.

Von 1928 bis 1948 hatte er eine eigene Band, um hierauf wieder bei Louis Armstrong aufzutreten (z.B. Jazz Festival in Nizza). 1948 bis 1951 spielte er in Armstrongs All Stars Band. Nach einer weniger erfolgreichen Phase in den 1950ern, tauchte er ab 1964 wieder erfolgreich in der Jazzszene auf und wurde durch einige Tourneen weltweit bekannt. Ab 1964 hatte er mit einer Reihe von Solokonzerten ein Comeback. 1965 wählten ihn die Kritiker in die Down Beat Hall of Fame.

Mit Hines wird der sogenannte trumpet style (Trompetenstil-Pianisten) verbunden, mit dem er Armstrongs Spielweise auf dem Klavier wiedergab. Hierdurch gilt er als Wegbereiter des Swing-Pianostils, den Teddy Wilson vervollkommnete. Earl Hines hatte großen Einfluss auf die Entwicklung des Jazzpianos und gilt als einer der herausragenden Interpreten überhaupt. Sein Stil stellt ein wichtiges Bindeglied zwischen traditionellem und modernem Jazz dar.

Als Bandleader hatte er in den 1930er Jahren führende Jazzmusiker unter Vertrag. Zu Anfang der 1940er Jahre spielten in seiner Band Jazzgrössen wie Dizzy Gillespie, Charlie Parker oder Billy Eckstine, um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Hierdurch gelangte Hines’ Band zu dem Ruf eine Wiege des Bebop gewesen zu sein.

Bearbeitet von [gelöschter Benutzer] am 13. Aug. 2007, 1:27

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