Biografie

Don Davis (* 4. Februar 1957 in Anaheim, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Filmmusik-Komponist, der vor allem durch seine Soundtracks für die Matrix-Spielfilme bekannt wurde.

Don Davis begann im Alter von neun Jahren Trompete und Klavier zu spielen und bereits drei Jahre später versuchte er sich an eigenen Musikstücken. Mit seiner Begeisterung für Musik wuchsen gleichzeitig auch seine Ansprüche und er komponierte und arrangierte schon bald orchestrale Musikstücke für lokale Jazz-Ensembles, mit denen er zusammen auftrat.

Nach dem Abschluss der High School studierte er Musik auf der University of California, Los Angeles (UCLA) in den Hauptfächern Musiktheorie und Komposition. Obwohl sich Davis hauptsächlich für Jazz und Rock interessierte, versuchte er sich auch in der modernen Musik. Die Universität zeigte ihm völlig neue Möglichkeiten auf, lange bevor er daran dachte, ein Filmmusik-Komponist zu werden.

Nachdem er erfolgreich abgeschlossen hatte, studierte er unter Albert Harris weiterhin Komposition. Harris stellte den jungen Davis dem Fernseh- und Filmkomponisten Joe Harnell vor, der besonders durch seine Musik für die Fernsehserien V und The Incredible Hulk bekannt ist.

Harnell war von Davis’ Gefühl für orchestrale Details beeindruckt. Harnell wurde für Davis eine Art Mentor und führte ihn in die professionelle Welt der Filmmusik ein. Davis gefielen seine neuen Aufgaben und im Alter von 22 bekam er unter Harnell einen Job als einer der Dirigenten für The Incredible Hulk.

Nun hatte Davis einen Fuß in der Tür zum Musikgeschäft und etablierte sich in der Szene mit verschiedenen Aufträgen. Er dirigierte z.B. Mark Snows Musik für Hart aber herzlich und komponierte für vier Episoden selbst. Diese frühe Arbeit rief Lee Holdridge auf den Plan, der das Musikthema für die Fernseherie Die Schöne und das Biest schrieb. Er half Davis bei dieser Serie einzusteigen und einige Kompositionen zu übernehmen. Von seinen vier Episoden, die er übernehmen durfte, wurde er für A Time To Heal mit dem Emmy geehrt und für To Reign In Hell nominiert, was ihm als damals noch jungen Komponisten viel Ruhm einbrachte.

Außerdem arbeitete er bis Ende der 90er für Filmkomponisten wie James Horner, Alan Silvestri, Michael Kamen oder Randy Newman als Orchestrator. Er selber sagt, dass er die Arbeit mit Randy Newman besonders gemocht hat und James Horner ihm viel über das Filmmusik-Geschäft beigebracht hat.

Nach Die Schöne und das Biest war Davis von der Arbeit eines Komponisten begeistert und wurde beauftragt, dutzende TV-Film und -Serien zu vertonen. So arbeitete er unter anderem für Steven Spielbergs seaQuest DSV, für Life of the Party: The Pamela Harriman Story“ (mit Ann-Margret) und für die NBC-Miniserie House of Frankenstein.

Für seine Fernseharbeit erhielt Don Davis insgesamt acht Emmy-Nominierungen und zwei -Auszeichnungen.

1996 komponierte er für Larry and Andy Wachowskis Thriller Bound und zwischen Davis und den beiden Brüdern entwickelte sich eine feste Zusammenarbeit. Für Bound erarbeitete er einen breiten Pool von musikalischen Ideen und die Wachowski-Brüder entschieden sich dann für ihren Favoriten. Was dabei heraus kam war einer der ausgeklügelsten, stimmungsvollsten und am besten eingesetzten Filmmusiken des Jahres 1996.

Später entstand der Soundtrack zum Kult-Film Matrix, der nicht nur zu einem Blockbuster avancierte, sondern auch einer der erfolgreichsten Filme des Jahres war. Davis’ Musik beinhaltet bei diesem Film Elemente der Popmusik, elektronische Synthesizer-Effekte und sogar einen Hauch von konventioneller Orchestration oder Klavierbegleitung, was die unverkennbare Stimmung des Filmes ausmacht.

Davis verwendet oft hallende, unmelodische Orchester-Effekte, bei denen verschiedene Abteilungen des Orchesters gerade Gespieltes mit variierter Geschwindigkeit nachspielen. Ein solcher Soundtrack bringt so durch die ständige Bewegung der Musik die Vielschichtigkeit eines Filmes wie Matrix wunderbar zum Ausdruck. Mit einer solchen Kompositionstechnik kann Davis auf einer harmonischen Basis aufbauen und immer wieder intrigante Ausflüge in andere Musikstimmungen unternehmen.

Zurzeit wohnt Don Davis mit seiner Frau Megan und seinen zwei Kindern in Südkalifornien.

Filmografie

* 1986: Hyperspace
* 1987: Black Out
* 1988: Bluegrass
* 1992: Schuld kennt kein Vergessen (Woman with a Past)
* 1996: Bound – Gefesselt (Bound)
* 1996: Alibi
* 1996: Gefährliche Erinnerung
* 1997: Eine himmlische Kupplerin
* 1997: Warriors of Virtue
* 1998: Mörderischer Pakt
* 1999: Haunted Hill (House on Haunted Hill)
* 1999: Matrix (The Matrix)
* 1999: Universal Soldier - Die Rückkehr (Universal Soldier – The Return)
* 1999: Route 9
* 2000: Turbulence 2 (Fear of Flying)
* 2000: startup
* 2001: Im Fadenkreuz - Allein gegen alle (Behind Enemy Lines)
* 2001: Jurassic Park III
* 2001: Schrei, wenn Du kannst (Valentine)
* 2001: Long Time Dead
* 2001: The Unsaid
* 2002: Ballistic (Ballistic: Ecks vs. Sever)
* 2003: Animatrix
* 2003: Matrix Reloaded (The Matrix Reloaded)
* 2003: Matrix Revolutions (The Matrix Revolutions)
* 2004: Mighty Times: The Children’s March
* 2006: The Marine

Bearbeitet von adamni am 19. Sep. 2007, 16:36

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