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Dolly Rathebe

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Biografie

Dolly Rathebe, eigentlich Josephine Malatsi (* 2. April 1928 in Randfontein bei Johannesburg; † 16. September 2004 in GaRankuwa bei Pretoria), war eine südafrikanische Jazz- und Blues-Sängerin und Schauspielerin.

Dolly Rathebe wuchs in der 1962 planierten Township Sophiatown im Westen Johannesburgs auf, das in den 1940er und 1950er Jahren ein bedeutendes Zentrum schwarzafrikanischer Kultur war. 1949 wurde sie durch den Film Jim comes to Jo’burg bekannt, in dem sie eine Nachtclub-Sängerin spielte.

Anfang der 1950er Jahre wurde sie zusammen mit Jürgen Schadeberg, dem Leiter der Fotoredaktion der ersten schwarzen Lifestyle-Zeitschrift, Drum, verhaftet, als dieser von ihr ein Titelfoto für Drum machen wollte. Sie standen im Verdacht, gegen den Immorality Act, der sexuelle Beziehungen zwischen Schwarzen und Weißen verbot, zu verstoßen.

1964 wurde sie mit der Afro-Jazz-Gruppe Elite Swingsters auch international bekannt. Danach zog sie sich zurück und betrieb ein Shebeen (eine Art Wohnzimmer-Pub mit Live-Musik) in Kapstadt. Auch nachdem sie 1980 in das Township Mabupane bei Pretoria umzog, setzte sie ihre Shebeen-Aktivitäten fort.

Nach einer Wiedervereinigung der Elite Swingsters 1989 knüpfte sie Anfang der 1990er Jahre mit ihnen erfolgreich an ihren einstigen Ruhm an und veröffentlichte das Album Woza (1991). Der bekannteste „Fan“ Dolly Rathebes ist Nelson Mandela, für den sie mehrmals live sang.

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