Biografie

Der Commodore 64 hat mit seinem Einzigartigen MOS Technology SID 6581 und 8580 Soundprozessor die Chiptune Welt erschaffen. Ob Sound und Remixes aus alten Spielen oder neu Komponierte Stücke, der SID Prozessor macht aus jeder Melodie ein echtes Retroabendteuer.


Artikel von Wikipedia.org:
Klänge werden über den dreistimmig polyphonen Soundchip MOS Technology SID 6581 (buskompatibel mit der Prozessorfamilie 65xx) erzeugt, welcher dem C64 damals revolutionäre, weit über andere Heimcomputer hinausgehende Möglichkeiten zur Klangerzeugung verlieh. Spätere C64-Varianten enthielten den 8580.

Der SID besitzt drei universell einsetzbare monophone Stimmen mit einer in 65536 Stufen einstellbaren Grundfrequenz von 0 bis 4000Hz und 48dB Aussteuerung, die jeweils gleichzeitig in subtraktiver Synthese vier Schwingungsformen (Dreieck, Sägezahn, Rechteck in 4096 Stufen einstellbarer Pulsbreite, sowie Rauschen) erzeugen können. Die Lautstärke jeder Stimme kann einzeln mittels dreier programmierbarer ADSR-Hüllkurvengeneratoren mit exponentiellen Kurvenverlauf eingestellt werden. Weiterhin ist eine Sychronisierung von zwei oder allen drei Oszillatoren möglich. Ein Ringmodulator ergibt weitere Effekte. Eine der Stimmen kann außerdem wahlweise ausschließlich zur Modulation der anderen Stimmen verwendet werden.

Weiterhin besitzt der SID ein subtraktives Multimode-Filter (Tiefpass, Hochpass, Bandpass oder Notch Filter), durch das die internen Stimmen, sowie eine über die Monitorbuchse des C64 zumischbare externe Quelle geleitet werden können.

Da die Lautstärke der Tonwiedergabe in 16 Stufen eingestellt werden konnte, benutzten dies schon bald einige Programme, um Samples, zum Beispiel Sprache, wiederzugeben. Bekannte Beispiele dafür sind das Spiel zum Film „Ghostbusters“ und das Musikspiel „To Be on Top“; Die Tonqualität war dabei allerdings nicht besonders gut, außerdem gab es eine Inkompatibilität zwischen den ursprünglichen und den später C64-Versionen: Der später verbaute SID II (MOS 8580) schaltete seinen Ausgang nur durch, wenn auf mindestens einer Stimme ein Ton abgespielt wurde. Dadurch wurde zwar das Grundrauschen bei fehlender Tonwidergabe kleiner, reine Samples ohne Hintergrundmusik wurden aber nur noch sehr leise abgespielt. Spätere Programme berücksichtigten dieses Tatsache, die alte Software wurde aber natürlich nicht verändert.


Durch geschicktes Mischen unterschiedlicher Samples war auf Softwareebene außerdem die Wiedergabe mehrerer Samples möglich; dies bedingte jedoch zwangsläufig eine Einschränkung der Wiedergabegenauigkeit (resolution) bzw. der Abspielrate (sample/playback rate), das heißt, die so erzeugten Töne waren weniger gut aufgelöst und „ungenauer“.

Eine Reihe von bekannten Spielemusikprogrammierern bediente sich dieser Technik. Der „Soundmagier“ Chris Hülsbeck beispielsweise benutzte im Spiel Turrican durch trickreiche Programmierung eine fünfstimmige Soundausgabe.

Neben der Audiowiedergabe besaß der SID noch zwei Analogeingänge mit niedriger Abtastrate, die im C64 zum Anschluss von Paddles oder einer speziellen Maus mit Analogausgang genutzt wurden.

Bearbeitet von Felix8952 am 10. Mai. 2008, 21:26

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