Coheed and Cambria sind eine 2001 gegründete New Yorker Progressive-Rock-Band, deren Alben eine vierteilige Sciencefiction-Saga um das Ehepaar Coheed und Cambria Killgannon erzählen, welche man auf Wikipedia nachlesen kann. Vorher war die Gruppe unter dem Namen Shabutie bekannt (1995 bis 2001).

Musikalisch gesehen lassen sich Coheed and Cambria grob dem Progressive Rock zuordnen, wobei man eine gewisse Sonderstellung nicht missachten sollte, die aus einer Vergangenheit, bestimmt von Indie und poppigem Metal, resultiert. Ganz grundsätzlich offenbart sich in ihren Liedern eine düstere Stimmung, was durch die sehr hohe Stimme des Sängers Claudio Sanchez nur noch unterstrichen wird, aber auch den bestimmten Charakter ihrer Musik ausmacht.

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Aus der Bandpage von laut.de:

Im Jahre 2000 geht im Staat New York aus der Asche der Pop/Punk meets Prog/Rock-Gruppe Shabuti um Sänger/Gitarrist Claudio Sanchez Coheed and Cambria hervor. Als Neubesetzung rekrutiert Sanchez Bassist Mic Todd, Gitarrist Travis Stevens und Drummer Joshua Eppard - bekannt aus dem persönlichen Umfeld der Band. 2001 veröffentlicht der Vierer eine erste EP („Delirium Trigger“). Live stößt zuweilen noch Keyboarder und Klampfer Dave Parker zum Line-Up

Zwei Jahre später veröffentlicht das New Yorker Hardcore Traditionslabel Equal Vision, das in den Neunzigern wohlklingende Namen wie u.a. 108 und Shift beherbergt, das Debüt von Coheed And Cambria („The Second Stage Turbine Blade“). Die Emo/Hardcore-Szene reagiert mit Verwirrung und blanker Euphorie auf die zehn Song starke Mixtur aus Schrei/Sing-Sound der Marke Thursday und Progressive Rock-Versatzstücken à la Mars Volta.

Für Konfusion sorgt nicht nur die Musik, sondern vor allem das aus Sanchez’ Hirn entsprungene Gesamtkonzept um Band und Platte. Darin agiert das Pärchen Coheed und Cambria in einem endzeitlichen Science Fiction-Szenario, das sich um Parallelwelten, einen interstellaren Virus und um den Kampf gegen Weltraummonster dreht. Wen wundert es, dass sich die Band zu nerdigem Filmmaterial wie „Dune“, „Army Of Darkness“ und „Evil Dead“ bekennt.

Nach dem Release des Albums spielen sich CAC erstmal die Ärsche mit den üblichen Verdächtigen ab und sorgen für eine stetig anwachsende Anhängerschaft. Sie rocken auf drei US-Touren (u.a. mit The Used) sowie vierzehn Dates im Package der Warped-Tour. Bevor es 2003 auf große Japan-Konzertreise geht, spielen sie mit Produzent Michael Birnbaum (Straylight Run) in Woodstock, N.Y. elf nagelneue Songs ein.

Auf „In Keeping Secrets Of Silent Earth 3“ gibt sich die Band erstaunlich gereift, simple Pop-Punk-Songs reihen sich an komplexere Stücke, die den Papa und Gitarrenlehrer durchaus zu Fragen wie „Sind das Rush?“ hinreißen könnten. Die Band zählt Thin Lizzy, Led Zeppelin, Police, Queen und den Rapper Nas als Einflüsse auf. Nach Vertriebsproblemen erblickt das Album einige Monate später als in den U.S.A. im Sommer 2004 via Sony auch in Europa das Licht der Welt. Fans und Kritiker rasten schier aus, es geht steil aufwärts, inklusive Rotationen bei MTVIVA und Radio.

Wie Rush oder Queensryche tüfteln C&C mit „Keeping Secrets“ ein Konzeptalbum aus, das den dritten Teil der Space Opera bildet. Teil zwei ist das Debüt „The Secound Stage…“, Teil vier hört auf den Namen „Good Apollo, I’m Burning Star IV, Vol. One“. Der fehlende Teil eins soll irgendwann in ferner Zukunft veröffentlicht werden. Die komplette Saga nennt sich „The Bag Online Adventure Of Coheed And Cambria“. Den Durchblick hat hier wahrscheinlich längst keiner mehr. Höchstens noch Sänger Sanchez, der auch für die Comic-Umsetzung des Epos verantwortlich zeichnet.

2006 kommen in der Truppe Meinungsverschiedenheiten offen zu Tage: Josh und Mic wollen nicht mehr touren - alle Deutschland-Gigs im Juni und Juli werden abgesagt. Für sie springen Matt Williams vom CAC-Vorläufer Jumblehead am Bass und Ex-Samian-Drummer MP ein. Nachdem Letzterer wieder das Weite sucht, gibt Sanchez Anfang November 2006 den endgültigen Ausstieg der Rhythmus-Sektion bekannt - Josh Eppard und Mic Todd gehören der Vergangenheit an. Ganz genau wisse er nicht, weshalb die beiden ausgestiegen seien. Alles habe angefangen, als Josh im Sommer nicht mehr touren wollte. Die gern bemühten musikalischen Differenzen führt er ebenfalls ins Feld.

Ersatz steht - zumindest im Proberaum - vorerst Gewehr bei Fuß: Neben Matt beteiligt sich The Dillinger Escape Plan-Drummer Chris Pennie an den Jams. Ein neues Line-Up soll Anfang 2007 das Studio entern.

Zuvor veröffentlicht Sanchez ein ruhiges, poppiges Solo-Album. „My Brother’s Blood Machine“, für das er wieder einige Charaktere entworfen hat (der Prä-Coheed & Cambria-Ära zuzurechnen), erscheint am 1. Dezember 2006 unter dem Aka The Prize Fighter Inferno. Es vereint Singer/Songwriter-Stücke und Elektronik-basierte Songs, die zum Teil bis zu acht Jahre alt sind. Zwischen den gar tanzbaren, leise avantgardistischen und zuweilen kitschig schönen Melodien und Sounds scheint sich der Prog-Rock Coheed & Cambrias fast verflüchtigt zu haben.

Bearbeitet von LytHmoG am 24. Jun. 2009, 17:55

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